Arbeitsmarktpolitische Angebote ausbauen bzw. neue Angebote schaffen-anstelle von Kürzungen!

Das Problem

Arbeitslosigkeit steigt – Angebote werden versenkt

Steigende Arbeitslosigkeit- fehlende Angebote für Betroffene

Obwohl im Februar 2015 in NÖ mehr Personen arbeitslos gemeldet waren als im Vorjahr sind einige arbeitsmarktpolitischen Projekte in NÖ derzeit akut von der Schließung bedroht bzw. bereits geschlossen (in St. Pölten z.B. die einzige Jugendberatungsstelle, die RehaWerkstatt und das Netzwerk der Solidarität).


Jung – arbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Arbeitslos zu sein ist für jede/n Betroffene/n eine massive Belastung - für Jugendliche, die am Beginn ihres Erwerbslebens stehen, ganz besonders.
Obwohl die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, sind derzeit Einrichtungen, die sich der Beratung und Unterstützung von (sozial benachteiligten) Jugendlichen bei der Arbeits- und Lehrstellensuche widmen von der Schließung bedroht oder bereits geschlossen.


Langzeitarbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Sozialökonomische Betriebe/Sozialintegrative Betriebe bieten vor allem langzeitarbeitslosen Personen durch eine befristete Anstellung Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und neue Perspektiven.
Doch gerade in diesem Bereich gibt es jetzt qualitative Verschlechterungen:
Die Verweildauer, also die Dauer die langzeitbeschäftigungslose Personen in den sozialökonomischen Betrieben verbleiben können, wurde von bisher meist 12 auf 6 Monate verkürzt (nur in Ausnahmefällen ist eine Verlängerung möglich).
Langfristige berufliche Perspektiven zu erarbeiten wird dadurch erschwert.
Besonders Personen, die schon lange arbeitslos sind, haben oft mit schwierigen Lebenssituationen und komplexen Problemlagen zu kämpfen: eine adäquate Unterstützung zu bieten wird bei einer Verkürzung der Verweildauer massiv erschwert.
Anstatt auf den steigenden Bedarf an diesen Angeboten mit einer Verkürzung der Verweildauer zu reagieren, bräuchte es einen Ausbau dieser Angebote um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.


Mit gesundheitliche Beeinträchtigung/Behinderung - arbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Besonders für Menschen mit Behinderungen fehlen Unterstützungsmöglichkeiten sowie finanzielle Ressourcen für den (Wieder)Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Durch Einsparungen und dem Wegfall arbeitsmarktorientierter Maßnahmen sowie massiver Kürzungen betreffend Arbeitserprobungen und anschließender Fördermodelle wird der Zugang zu Beschäftigung für Jugendliche und Erwachsene mit Handicap unverhältnismäßig hoch eingeschränkt bzw. verwehrt.
Aufgrund der Schließung der RehaWerkstätten in ganz NÖ fehlt nun besonders für Menschen in Beschäftigungs- und Arbeitstherapien ein niederschwelliges Angebot mit dem Ziel der Beruflichen Integration.
Jugendliche mit Behinderung hingegen haben aufgrund nun fehlender Berufsvorbereitungs- und Qualifizierungsmodule (z.B. Auslaufen der Berufsvorbereitungskurse in NÖ) keinerlei Möglichkeiten, den Einstieg in das Erwerbsleben zu meistern.
In der Folge zeigt sich eine hohe Frustration bei den Betroffenen, da Hoffnungslosigkeit und Perspektivennöte durch finanzielle Engpässe verstärkt werden.

Zusammengefasst muss festgehalten werden, dass den Betroffenen durch die aktuellen Kürzungen und die Verweigerung von Unterstützungsmaßnahmen die Chance genommen wird aktiv am Erwerbsleben teilzunehmen, dadurch fallen die Folgekosten für die Gesellschaft letztlich höher aus.


Wir fordern dazu auf,
die geplanten Kürzungen und Schließungen bzw. Verschiebungen in der Arbeitsmarktpolitik auszusetzten bzw. zu überdenken
und stattdessen bestehende Angebote auszubauen bzw. adäquate Angebote zu schaffen!

Ergänzung am 22.4.2015
Aktuelle Entwicklungen: Bundesfinanzrahmen im Ministerrat beschlossen, siehe Link (S.52ff)
https://www.bmf.gv.at/aktuelles/Strategiebericht_2016-2019.pdf?4ur9ga

 

Barbara Bühler
Obfrau NÖ Armutsnetzwerk

Kurt Ettenauer
NÖBDS, Österr. Berufsverband der Sozialen Arbeit, Landesgruppe NÖ

Erwin Burghofer
KAB, Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung, Diözese St. Pölten

sowie der
Arbeitskreis Arbeitspolitik*
* einer Gruppe engagierter Fachkräfte in Niederösterreich, die es sich zum Ziel gemacht hat einen Beitrag zu Demokratisierung, Aufklärung der BürgerInnen und Transparenz zu liefern.

 Reaktionen auf den offenen Brief
http://www.noe-armutsnetzwerk.at/media/Scripting/ServerSideScripting/PHP/CMS_DATA/1362/assets/55470158106aa.pdf

Diese Petition hat 581 Unterschriften erreicht

Das Problem

Arbeitslosigkeit steigt – Angebote werden versenkt

Steigende Arbeitslosigkeit- fehlende Angebote für Betroffene

Obwohl im Februar 2015 in NÖ mehr Personen arbeitslos gemeldet waren als im Vorjahr sind einige arbeitsmarktpolitischen Projekte in NÖ derzeit akut von der Schließung bedroht bzw. bereits geschlossen (in St. Pölten z.B. die einzige Jugendberatungsstelle, die RehaWerkstatt und das Netzwerk der Solidarität).


Jung – arbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Arbeitslos zu sein ist für jede/n Betroffene/n eine massive Belastung - für Jugendliche, die am Beginn ihres Erwerbslebens stehen, ganz besonders.
Obwohl die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, sind derzeit Einrichtungen, die sich der Beratung und Unterstützung von (sozial benachteiligten) Jugendlichen bei der Arbeits- und Lehrstellensuche widmen von der Schließung bedroht oder bereits geschlossen.


Langzeitarbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Sozialökonomische Betriebe/Sozialintegrative Betriebe bieten vor allem langzeitarbeitslosen Personen durch eine befristete Anstellung Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und neue Perspektiven.
Doch gerade in diesem Bereich gibt es jetzt qualitative Verschlechterungen:
Die Verweildauer, also die Dauer die langzeitbeschäftigungslose Personen in den sozialökonomischen Betrieben verbleiben können, wurde von bisher meist 12 auf 6 Monate verkürzt (nur in Ausnahmefällen ist eine Verlängerung möglich).
Langfristige berufliche Perspektiven zu erarbeiten wird dadurch erschwert.
Besonders Personen, die schon lange arbeitslos sind, haben oft mit schwierigen Lebenssituationen und komplexen Problemlagen zu kämpfen: eine adäquate Unterstützung zu bieten wird bei einer Verkürzung der Verweildauer massiv erschwert.
Anstatt auf den steigenden Bedarf an diesen Angeboten mit einer Verkürzung der Verweildauer zu reagieren, bräuchte es einen Ausbau dieser Angebote um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.


Mit gesundheitliche Beeinträchtigung/Behinderung - arbeitslos und bald auch ohne Betreuung?
Besonders für Menschen mit Behinderungen fehlen Unterstützungsmöglichkeiten sowie finanzielle Ressourcen für den (Wieder)Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Durch Einsparungen und dem Wegfall arbeitsmarktorientierter Maßnahmen sowie massiver Kürzungen betreffend Arbeitserprobungen und anschließender Fördermodelle wird der Zugang zu Beschäftigung für Jugendliche und Erwachsene mit Handicap unverhältnismäßig hoch eingeschränkt bzw. verwehrt.
Aufgrund der Schließung der RehaWerkstätten in ganz NÖ fehlt nun besonders für Menschen in Beschäftigungs- und Arbeitstherapien ein niederschwelliges Angebot mit dem Ziel der Beruflichen Integration.
Jugendliche mit Behinderung hingegen haben aufgrund nun fehlender Berufsvorbereitungs- und Qualifizierungsmodule (z.B. Auslaufen der Berufsvorbereitungskurse in NÖ) keinerlei Möglichkeiten, den Einstieg in das Erwerbsleben zu meistern.
In der Folge zeigt sich eine hohe Frustration bei den Betroffenen, da Hoffnungslosigkeit und Perspektivennöte durch finanzielle Engpässe verstärkt werden.

Zusammengefasst muss festgehalten werden, dass den Betroffenen durch die aktuellen Kürzungen und die Verweigerung von Unterstützungsmaßnahmen die Chance genommen wird aktiv am Erwerbsleben teilzunehmen, dadurch fallen die Folgekosten für die Gesellschaft letztlich höher aus.


Wir fordern dazu auf,
die geplanten Kürzungen und Schließungen bzw. Verschiebungen in der Arbeitsmarktpolitik auszusetzten bzw. zu überdenken
und stattdessen bestehende Angebote auszubauen bzw. adäquate Angebote zu schaffen!

Ergänzung am 22.4.2015
Aktuelle Entwicklungen: Bundesfinanzrahmen im Ministerrat beschlossen, siehe Link (S.52ff)
https://www.bmf.gv.at/aktuelles/Strategiebericht_2016-2019.pdf?4ur9ga

 

Barbara Bühler
Obfrau NÖ Armutsnetzwerk

Kurt Ettenauer
NÖBDS, Österr. Berufsverband der Sozialen Arbeit, Landesgruppe NÖ

Erwin Burghofer
KAB, Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung, Diözese St. Pölten

sowie der
Arbeitskreis Arbeitspolitik*
* einer Gruppe engagierter Fachkräfte in Niederösterreich, die es sich zum Ziel gemacht hat einen Beitrag zu Demokratisierung, Aufklärung der BürgerInnen und Transparenz zu liefern.

 Reaktionen auf den offenen Brief
http://www.noe-armutsnetzwerk.at/media/Scripting/ServerSideScripting/PHP/CMS_DATA/1362/assets/55470158106aa.pdf

Die Entscheidungsträger*innen

VerantwortungsträgerInnen im Bereich Arbeitsmarktpolitik
VerantwortungsträgerInnen im Bereich Arbeitsmarktpolitik

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Petition am 20. April 2015 erstellt