Petition update#truediskriminierung und sonst nichts. Nehmt true fruits aus Eurem Sortiment.Erfolg für #truediskriminierung - OMX lädt Nicolas Lecloux aus
Kyra Nastassja FurgalecHamburg, Germany
Nov 7, 2019

Am Dienstag verkündete die OMX in einem Statement:

"Die aktuelle Entwicklung kann ich gegenüber den Vortragenden, unseren Konferenz-TeilnehmerInnen, meinem dreiköpfigen Veranstaltungsteam, meiner Familie, aber auch mir selbst gegenüber nicht verantworten. Mein Team und ich haben uns daher dazu entschlossen, den Vortrag von Nic Lecloux aus dem Programm zu nehmen."

#truediskriminierung begrüßt diese Entscheidung. Diskriminierung sollte keine Bühne geboten werden. Gegenüber Intoleranz bedarf es nicht etwa Toleranz, wie es Oliver Hauser von der OMX in einem Podcast-Interview sagte, sondern einer klaren antidiskriminierenden Haltung.

Sehr bedauernswert ist, dass die OMX die Entscheidung im Statement nicht damit begründet inhaltlich auf die umfangreiche Kritik an dem geplanten Auftritt von Nicolas Lecloux einzugehen, sondern wie folgt begründet:

"In der vergangenen Woche mussten wir allerdings erleben, dass ein sachlicher und kritischer Austausch zu diesem polarisierenden Marketingthema einen für uns nicht akzeptablen Preis hat: Wir sehen uns mit Anfeindungen, Aufrufen zum Boykott unserer Veranstaltung bis hin zu Demonstrationen und Aktionismus konfrontiert, die den reibungslosen Ablauf unserer Konferenz und allem voran die Sicherheit unserer Gäste und Vortragenden gefährden. Als Veranstalter ist es meine oberste Aufgabe, für eine geordnete Konferenz zu sorgen. Diese Priorität stelle ich über alles."

In Namen von #truediskriminierung gebe ich dazu folgende Positionierung ab:

Sowohl auf der offiziellen Petitions-Seite von #truediskriminierung als auch auf dem Instagram Account kann die Kritik, die #truediskriminierung an der OMX geübt hat, jederzeit eingesehen werden. Sachliche Kritik ist nicht mit Anfeindungen etc. gleichzusetzen und ein offener Brief (der im Übrigen von zahlreichen namenhaften Organisationen und Personen unterzeichnet wurde) nicht mit einem sogenannten Shitstorm.

Wer sich, wie OMX es laut eigener Aussage beabsichtigte, kritisch mit Grenzen im Marketing auseinandersetzen möchte, sollte auch in der Lage sein sachliche Kritik aushalten zu können und damit professionell umzugehen wissen. Dass OMX nicht gewillt ist, sich einem sachlichen und auf Argumenten basierenden Diskurs zu stellen, ist mehr als bedauerlich. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik hätte eine Chance geboten Diskriminierungen im Marketing zu reflektieren, um diese künftig zu vermeiden und damit dem Wunsch von inzwischen 58.000 Unterstützer_innen von #truediskriminierung nachzukommen.

Die Reaktion auf die umfangreiche Kritik erfolgt weder diskursiv noch inhaltlich. Darüber hinaus #truediskriminierung jedoch auch als Gefahr für die Besucher_innen und Vortragenden darzustellen, entbehrt sich nicht nur jeglicher Sachlichkeit, sondern ist auch im höchsten Maße unprofessionell und haltlos. Obwohl sich #truediskrimnierung aus eigener Sicht ausreichend klar positioniert hat, bedarf es an dieser Stelle einer deutlichen Klarstellung. Zu keiner Zeit hat seitens #truediskriminierung eine persönliche Anfeindung von Herrn Hauser oder gar eine (Be)drohung stattgefunden. Derartige Behauptungen weise ich deutlich zurück.

Solidarische Grüße,

Nastassja Furgalec

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