Das Ärzteblatt hat am 17.5.22 einen Artikel über die Forderung der Nordrheinischen Ärzteschaft für ein Suizidpräventionsgesetz veröffentlicht. Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein erklärte darin u.a. „Wir müssen uns dringend überlegen, wie wir durch verbesserte Lebensbedingungen etwa durch Armutsbekämpfung, gute Pflege im Alter, bei Krankheit und Behinderung sowie durch ein verlässliches psychosoziales Hilfesystem einen Anstieg der Suizidwünsche vermeiden können“. Er argumentierte weiterhin „Ärztinnen und Ärzte möchten nicht erleben, dass flächendeckend staatlich gut ausfinanzierte Beratungsstellen entstehen, in denen sich Menschen in Not über Fragen der Suizidhilfe beraten lassen können und gleichzeitig Gelder für aufsuchende Hilfen, psychosoziale Beratungsstellen, Hotlines für Betroffene und Angehörige sowie für ausreichende psychotherapeutische und psychiatrische Einrichtungen fehlen, die solche Notlagen im Vorfeld verhindern könnten“.
Heute findet im Parlament eine Orientierungsdebatte zum Thema Suizidbeihilfe statt, drei fraktionsübergreifende Anträge liegen vor, die den assistierten Suizid grundgesetzkonform neu ausrichten wollen (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw20-de-vereinbarte-debatte-sterbehilfe-894644 .
Deutschland braucht ein Suizidpräventionsgesetz - möglichst bevor die Suizidassistenz geregelt wird. Hierfür steht diese Petition!