Einwegbecher-Wahnsinn an der Uni Göttingen beenden!

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(English version below)

Unsere Forderungen:

  • Ständige Verfügbarkeit der weißen Keramiktassen an allen Standorten und perspektivisch die Einführung eines Mehrweg-Pfandsystems
  • Eigene Becher sollen endlich überall verwendet werden können
  • Rabatt bei Nutzung wiederverwendbarer Behältnisse von mindestens 10 Cent gegenüber Einwegbechern

Begründung
Laut Angaben der Göttinger Entsorgungsbetriebe landen in Göttingen jedes Jahr über 7,6 Millionen Einwegbecher im Müll(1). An den Mensen und Cafeterien auf dem Campus wird zu diesem Abfallberg gehörig beigetragen. Genaue Zahlen wollte uns das Studentenwerk Göttingen - wohl aus gutem Grund - leider nicht verraten. Es dürften hundertausende Pappbecher sein, die eine eigentlich vermeidbare, enorme Belastung für unsere Umwelt darstellen. Eine Reduzierung des Verbrauchs würde nicht nur das Uni-Reinigungspersonal entlasten, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Statt ‚Green Washing‘, endlich wirkungsvolle Schritte
In der Vergangenheit haben wir bereits Kontakt mit den verantwortlichen Stellen aufgenommen. Im Juli 2017 wurden recycelbare Becher samt Deckel aus Maisstärke eingeführt. Zufrieden geben können wir uns damit jedoch nicht. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe stellt schließlich auch diese vermeintlich nachhaltigere Alternative keine wirkliche Lösung des Problems dar. Der hohe Ressourcenverbrauch bei der Herstellung bleibt bestehen und nach einmaliger Benutzung landen auch diese Becher in aller Regel in Müllverbrennungsanlagen statt kompostiert oder einem Recyclingkreislauf zugeführt zu werden(2). Umso bezeichnender, dass die aktuellen Einwegbecher des Studentenwerks mit dem Aufdruck "das Geschirr der Natur" versehen sind.

Andere Studierendenwerke praktizieren Maßnahmen bereits
Ausreden haben wir genug gehört. Mal sind es „betriebswirtschaftliche Gründe“, die das Studentenwerk Göttingen dazu veranlassen, die Zahl der umgesetzten Einwegbecher zu verschweigen. Ein anderes Mal sind „Hygienegründe“ schuld, dass es nicht möglich sei, eigene Becher zu nutzen. Extra Schilder mit "Bitte keine privaten Becher verwenden" erscheinen ebenso unverständlich wie das gänzliche Fehlen der weißen Keramikbecher an vielen Ausgabestellen spätenstens am späten Nachmittag. Ein Blick auf andere Hochschulen beweist, dass es besser geht. An der Uni Freiburg kosten Getränke in wiederverwendbaren Behältnissen 10 Cent weniger als in Einwegbechern(3), beim Studierendenwerk Köln beträgt solch ein Rabatt gar 30 Cent(4). 10 Cent Ersparnis gibt’s für nachhaltigen Konsum ebenso in Hamburg, wo sich das dortige Studiwerk zudem aktiv im Aktionsbündnis "Mehrwegbechersystem für Hamburg" engagiert(5). Und natürlich können an allen drei exemplarisch angeführten Standorten auch eigene Becher mitgebracht und verwendet werden.

Jede Stimme zählt
Diese Petiton hat das Ziel dafür zu sorgen, dass endlich auch in den Mensen und Cafeterien an der Uni Göttingen derartige Maßnahmen zur Reduzierung der Einwegbecher unternommen werden. Hilf mit deiner Unterschrift dabei, dem Studentenwerk Göttingen zu signalisieren, dass es höchste Zeit dafür ist.

Fragen, Anmerkungen, eigene Ideen? Melde dich gerne jederzeit per E-Mail (ghg@riseup.net) oder Facebook-Nachricht bei uns. News wird es weiterhin auf Facebook, Twitter, Instagram und unserer Homepage geben.

Wir freuen uns über deine Unterstützung,
- Grüne Hochschulgruppe Göttingen (GHG)

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(English version)

Let's Stop the Madness concerning To-Go-Cups at Uni Göttingen

Our Demands:

  • Permanent availability of ceramic cups at all locations facilitated by a future introduction of a deposit based system
  • Possibility to use and bring your own cups
  • A discount of at least 10ct when using reusable vessels instead of single-use ones

Why?
As figures published by the municipal waste management (Göttinger Entsorgungsbetriebe) claim, more than 7.6 million single-use cups are thrown away in Göttingen annually(1). Canteens and cafes on campus are large contributers to this. The Studentenwerk Göttingen – despite our numerous inquiries – declined to offer exact numbers on this issue. The disposable cups cause a substantial burden on the environment that could easily be avoided. Reducing the usage wouldn’t just relieve the cleaning staff but would, more importantly, offer an active contribution to environmentalism and climate protection.

Green Washing Needs to Be Replaced by Meaningful Steps
We have contacted the responsible offices in the past and in July '17, recyclable cups including lids made from corn-starch were introduced. We are not satisfied by this. According to the 'Deutsche Umwelthilfe', this allegedly more sustainable alternative actually doesn't represent a solution at all. The use of resources in production is still considerably high and the cups mostly end up in an incinerator having been used only once instead of being recycled(2). In that light, it seems ironic that the Studentenwerk dispenses these cups labeled „the dishes of nature“ ("Das Geschirr der Natur").

Other 'Studentenwerke' already Use Alternatives
We've heard enough excuses. Be it so called "economic reasons" which do not allow the Studentenwerk to publish their figures of disposable cups sold, or "hygiene" as justification for prohibiting the use of one's own cups. Examples of other universities prove that there is a better way: at Uni Freiburg, hot drinks in reusable vessels are cheaper by 10ct than those in single-use ones (3); at Uni Cologne, the difference even amounts to 30ct (4). 10ct are saved in Hamburg, moreover, the local Studentenwerk is actively engaged in a coalition promoting a system of reusable cups (Mehrwegbechersystem in Hamburg)(5). Needless to say, at all those three quoted locations, you can bring and use your own cups.

Every Voice Counts
This very petition aims to introduce previously mentioned measures in canteens and cafeterias at Uni Göttingen to reduce the consumption of single-use cups.

We hope you support and join our campaign! Feel welcome to contact us via e-mail (ghg@riseup.net) or Facebook-message in case of any questions or own ideas. Check Facebook, Twitter, Instagram or our homepage for more information.

We are glad about your support,
- Grüne Hochschulgruppe Göttingen (GHG)



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