
Liebe Bienenfreund:innen,
nach vier Jahren haben wir unsere Klage gegen zu hohe Nährstoffeinträge ins Grundwasser gegen die Länder NRW und Niedersachsen am Oberverwaltungsgericht Lüneburg gewonnen. Stellt euch jetzt als Bienen-Pat*innen an unsere Seite, um bundesweit für Veränderung zu sorgen!
Überdüngung ist ein Hauptgrund für den massiven Rückgang unserer Wildbienen: Sie finden schlichtweg keine Nahrung mehr und verhungern. Denn nitratbelastete Böden und führen dazu, dass stickstoffliebende Pflanzen wie Brennnesseln hervorsprießen und immer mehr Wildblumen verdrängen, die für unsere Bienen überlebenswichtig sind. Von den über 600 Wildbienenarten sind bereits über die Hälfte gefährdet.
Durch die intensive Überzeugungsarbeit in zahlreichen Schriftwechseln mit den beklagten Ländern über das Gericht konnten wir diesen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum nachhaltigen Umbau der Tierhaltung erreichen: Die Länder Niedersachsen und NRW müssen nun ambitioniertere Maßnahmen gegen die massive Nitratbelastung im Ems-Gebiet ergreifen. Das ist ein großer Erfolg.
Doch noch liegt viel Arbeit vor uns: Wir müssen dafür sorgen, dass die Nitratbelastung tatsächlich sinkt. Darum unterstützen wir die entsprechenden Ministerien bei der Nachschärfung ihrer Maßnahmenprogramme. Außerdem fordern wir:
- flächendeckende Reduktion der Düngung, insbesondere der Gülledüngung
- Einsatz von Zwischenfrüchten und Untersaaten, welche die Nitratkonzentration merklich senken
- Umbau der Tierhaltung – denn das Ende der Massentierhaltung ist eine der wichtigsten Stellschrauben gegen Überdüngung und für die Nitratreduktion.
Auch über die Grenzen von Niedersachsen und NRW hinweg kämpfen wir gegen die Verseuchung von Boden und Wasser und für Artenvielfalt! Schon im Januar 2024 beginnen die Verhandlungen unserer Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland: Wir wollen erreichen, dass die Düngegesetzgebung deutlich verschärft wird. Die drohende Streichung der Stoffstrombilanzierung müssen wir verhindern, denn sie ist ein essentielles Instrument für die nachhaltige und verursachungsgerechte Reduzierung des Düngereintrags.
Diese Verfahren sind kostspielig und erfordern einen langen Atem. Aber wenn möglichst viele Menschen hinter uns stehen, können wir eine Verschärfung des Düngerechts erreichen. Und damit können wir Wildbienen und Co. retten!
Bitte unterstützt uns mit einer Bienen-Patenschaft im Kampf gegen die Überdüngung!
Eure Deutsche Umwelthilfe
PS: Kennt ihr noch jemanden, der sich besonders für den Schutz unserer Insekten interessiert? Eine Bienen-Patenschaft eignet sich auch als sinnvolles Geschenk – zum Beispiel zu Weihnachten.