OFFENER BRIEF / Der Wille der Kostebrauer ist eindeutig – Keine EHS-Deponie vor unserer Haustür!

Liebe Naturfreunde, liebe Kostebrauer und Lauchhammeraner, liebe Nachbargemeinden, liebe Stadtverordnete von Lauchhammer!
Folgender Brieftext wurde von der BI an die Stadt Lauchhammer gerichtet, Zitat:
„Lauchhammer OT Kostebrau, den 18.09.2026
OFFENER BRIEF / Der Wille der Kostebrauer ist eindeutig –
Keine EHS-Deponie vor unserer Haustür!
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Buhr,
sehr geehrte Stadtverordnete,
Der Wille der Einwohner von Kostebrau ist eindeutig.
Die Haltung der Menschen in Kostebrau ist keine von der Bürgerinitiative entwickelte Forderung und auch keine Verhandlungsposition.
Die Einwohnerinnen und Einwohner von Kostebrau haben mit ihrer Unterschrift eindeutig bekundet, dass sie keine EHS-Deponie vor ihrer Haustür wollen.
Die Bürgerinitiative Kostebrau ist dabei nicht der Entscheidungsträger. Sie ist das Sprachrohr der Einwohnerinnen und Einwohner, die diesen Willen durch ihre Unterschrift eindeutig zum Ausdruck gebracht haben.
Wir tragen diesen erklärten Willen gegenüber dem Bürgermeister, der Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenversammlung und den zuständigen Behörden in die Öffentlichkeit.
Es reicht: 70 Jahre Bergbau sind genug!
Kostebrau und seine Menschen haben bereits über 70 Jahre Bergbau erlebt und die damit verbundenen Eingriffe in Landschaft, Natur und Lebensraum getragen.
Die dadurch entstandenen Veränderungen und Schäden an Natur und Landschaft lassen sich nicht einfach rückgängig machen. Auch die Menschen, die hier leben, haben über Jahrzehnte die Folgen des Bergbaus getragen.
Was in 70 Jahren Bergbau an Natur und Lebensraum verloren gegangen ist, darf nicht zum Anlass genommen werden, Kostebrau nun auch noch dauerhaft als Standort für eine EHS-Deponie festzulegen.
Wir haben bereits unseren Beitrag zur industriellen Entwicklung und zur Braunkohlegewinnung geleistet.
Kostebrau hat genug.
Keine Deponie gegen Geld.
Deshalb geht es auch nicht um die Frage, welche finanzielle Gegenleistung erforderlich wäre, damit Kostebrau einer Deponie zustimmt.
Eine solche Verhandlungsposition gibt es nicht.
Wir wollen keine Deponie.
Und wir wollen auch nicht darüber verhandeln, ob einige tausend oder einige zehntausend Euro jährlich diesen Eingriff in unseren Lebensraum rechtfertigen könnten.
Für ein paar wertlose Euro im Jahr werden wir kein Endlager vor unserer Haustür akzeptieren.
Dabei geht es nicht darum, den Wert von Geld grundsätzlich in Frage zu stellen. Es geht darum, dass ein möglicherweise geringer finanzieller Vorteil für die Stadt niemals den dauerhaften Eingriff in den Lebensraum der Menschen von Kostebrau aufwiegen kann.
Unser Standpunkt ist deshalb eindeutig: Wir wollen diese Deponie nicht!
Mögliche Einnahmen der Stadt Lauchhammer ändern daran nichts.
Die Bürgerinitiative fordert deshalb auch keinen „Preis“ für eine Zustimmung. Sie fordert vielmehr Transparenz darüber, wer von diesem Vorhaben wirtschaftlich profitiert und wer die langfristigen Belastungen tragen soll.
Jetzt erwarten die Kostebrauer, dass Bürgermeister und Stadtverordnete sich für Kostebrau positionieren. Die Stadt Lauchhammer hat die Gleichbehandlungs- und Fürsorgepflicht (Anhörungs- und Mitwirkungsrechte) für den Ortsteil Kostebrau einzufordern und sicherzustellen. Und die Kostebrauer fordern, dass die Stadt Lauchhammer als Träger öffentlicher Belange die Kostebrauer Forderungen im bevorstehenden Planfeststellungsverfahren aufgreift und zum Wohle der Einwohner durchsetzt.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir klare und öffentliche Positionierung durch Beschlussfassungen der SVV.
Der Bürgermeister und jedes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung sollen schriftlich Stellung dazu beziehen, wie sie persönlich zur geplanten EHS-Monodeponie im Baggerfeld 116 stehen.
Gemäß § 39 Abs. 1 BbgKVerf beantragt die BI Kostebrau eine namentliche Abstimmung der Stadtverordneten zu den Fragen F1 bis F5.
Wir wollen keine allgemeinen Hinweise auf laufende Genehmigungsverfahren, keine Ausflüchte und keine unverbindlichen Formulierungen. Wir fordern Beschleunigung von Genehmigungsverfahren z.B. bei der Unteren Naturschutzbehörde; dort ist seit 20.10.2025 ein Antrag auf Unterschutzstellung als „Geschützter Landschaftsbestandteil“ in Bearbeitung.
Die Menschen in Kostebrau haben ein Recht darauf zu erfahren:
F1: Wer unterstützt die geplante EHS-Deponie?
F2: Wer lehnt sie ab?
F3: Wer steht hinter den Menschen in Kostebrau und ihrem mit Unterschriften bekundeten Willen? Und vor allem:
F4: Wie steht der Bürgermeister der Stadt Lauchhammer zum erklärten Willen der Kostebrauer zu dieser EHS-Deponie – Planung?
F5: Was wurde vom Bürgermeister in der SVV bisher eingeleitet, um den Forderungen der Kostebrauer Menschen zu entsprechen?
Diese Positionen sollen schriftlich und öffentlich erklärt werden.
Die Bürgerinitiative Kostebrau wird die Antworten der Verantwortlichen den Einwohnerinnen und Einwohnern zugänglich machen.
Denn bei einem Vorhaben, das den Ortsteil Kostebrau als Ewigkeitsvorhaben prägen und belasten würde, darf es aus unserer Sicht keine Politik des Wegduckens, des Begünstigen und keine Entscheidungen hinter verschlossenen Türen geben.
Kostebrau will keine EHS-Deponie neben seinem Bergdorf.
Wir wollen sie nicht – unabhängig davon, welche Einnahmen die Stadt Lauchhammer sich davon verspricht.
Die Bürgerinitiative Kostebrau wird diesen klar bekundeten Willen der Einwohner weiterhin vertreten.
Da auf den vorausgegangenen „Offenen Brief“ vom 20.07.2026 der BI Kostebrau bislang keine schriftliche Reaktion erfolgte, erwarten wir dieses Mal eine fundierte, schriftliche und öffentlich zugängliche Beantwortung dieser Fragen bis spätestens zum 16. Oktober 2026. …“
Bisher liegt wiederum keine schriftliche Antwort von der Stadt vor.
Wir lassen nicht nach im gemeinsamen Kampf für eine bessere Zukunft unseres Bergdorfes!
"Für Kostebrau - ohne Deponie"
Danke, liebe Natur- und Heimatfreunde Kostebraus, für Ihre Unterstützung.
Infos in der Google-Suche mit:
- „Stoppen – Nein zur EHS – Schadstoffdeponie Kostebrau – Lauchhammer“
- QR-Code dieser Petition und
- Vorortbesuch
Kontakt: BI-Kostebrau@gmx.de
Norbert Löhnert
BI-Kostebrau
Vorsitzender Kostebrau, den 20.10.2026