Stop Scalper

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Das Anliegen

Sogenannte Scalper haben Heerscharen automatisierter Einkaufsagenten oder „Bots“ eingesetzt, um bei der kürzlichen Markteinführung von Sonys PlayStation 5 und PlayStation 5 Pro sowie vieler Spiele unverhältnismäßig große Mengen an Lagerbeständen zu beschaffen. Scalper haben die Preise um 300-1100 % oder mehr erhöht, um auf eBay, Amazon und anderen Online-Marktplätzen erhebliche Gewinne zu erzielen. Sie geben diese überhöhten Preise an legitime Verbraucher weiter, die diese Karten für ihre Hauptzwecke verwenden möchten – zum Spielen von Spielen, zur Unterstützung von maschinellem Lernen. Desweitern Verstößen Scalper gegen Verschiedene Gesetze. 

 

Scalper, die automatisierte Bots oder andere Mittel verwenden, um große Mengen von Produkten, wie z.B. Konzerttickets, Grafikkarten oder Spielkonsolen, zu kaufen, um sie dann mit Gewinn weiterzuverkaufen, können mehrere potenzielle Straftaten und Rechtsverstöße begehen. Welche Gesetze genau verletzt werden, hängt vom Land und den jeweiligen gesetzlichen Regelungen ab. Hier sind einige der häufigsten rechtlichen Probleme und Straftaten, die mit dem Verhalten von Scalpern verbunden sein können:

 

1. Verstoß gegen Anti-Bot-Gesetze

 

In einigen Ländern gibt es spezifische Gesetze, die den Einsatz von Bots zur automatisierten Produktkäufe regulieren. Ein Beispiel ist der BOTS Act (Better Online Ticket Sales Act) in den USA, der den Einsatz von Bots für den Kauf von Veranstaltungstickets verbietet. Der Verstoß gegen solche Gesetze kann eine strafbare Handlung darstellen.

 

In Europa oder anderen Ländern gibt es ähnliche Bestimmungen, die jedoch je nach Produkt oder Plattform variieren können.

 

 

2. Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen (Computerbetrug)

 

Wenn Scalper Bots verwenden, um Sicherheitsmaßnahmen von Webseiten oder Online-Shops zu umgehen, könnten sie gegen Gesetze verstoßen, die sich auf Computerbetrug oder Hacking beziehen. Diese Maßnahmen, wie Captchas oder Kaufbegrenzungen, sollen den Missbrauch verhindern. Durch die Umgehung solcher Schutzmaßnahmen können Scalper unter das Hacking- oder Computerstrafrecht fallen.

 

Ein solches Verhalten könnte z.B. unter den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) in den USA oder ähnliche Gesetze in anderen Ländern fallen.

 

 

3. Verstoß gegen Vertragsrecht (Nutzungsbedingungen)

 

Online-Marktplätze und Händler haben oft Nutzungsbedingungen, die den Einsatz von Bots oder den massenhaften Aufkauf von Produkten verbieten. Verstöße gegen diese Regeln können dazu führen, dass Konten gesperrt oder rechtliche Schritte eingeleitet werden. Das ist zwar nicht direkt eine Straftat, aber ein Vertragsverstoß, der rechtliche Konsequenzen haben kann.

 

 

4. Wettbewerbsrecht / Marktmanipulation

 

Durch das massenhafte Aufkaufen von Produkten versuchen Scalper oft, den Markt künstlich zu verknappen und die Preise zu erhöhen. Dies kann als Marktmanipulation oder als unlauterer Wettbewerb gewertet werden. In einigen Ländern gibt es Gesetze, die den Markt vor solchen Praktiken schützen.

 

In Deutschland könnte dies z.B. als Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) oder das Preismissbrauchsgesetz gewertet werden, wenn durch die Praxis der Wettbewerb verzerrt wird.

 

 

5. Steuerhinterziehung

 

Wenn Scalper große Mengen von Produkten kaufen und sie mit Gewinn weiterverkaufen, betreiben sie effektiv ein gewerbliches Geschäft. Wenn sie dies nicht ordnungsgemäß anmelden und versteuern, begehen sie eine Steuerhinterziehung. Dies könnte dann zu Bußgeldern, Steuernachzahlungen und sogar zu strafrechtlichen Konsequenzen führen, insbesondere wenn es sich um systematische und wiederholte Aktivitäten handelt.

 

In Deutschland wäre es notwendig, ein solches Geschäft bei den Behörden anzumelden und eine gewerbliche Tätigkeit zu führen, wenn die Umsätze und Gewinne eine bestimmte Grenze überschreiten.

 

 

6. Käuferbetrug

 

In manchen Fällen könnten Scalper auch in betrügerische Praktiken verwickelt sein, z.B. wenn sie Produkte nicht wie versprochen liefern oder Käufer absichtlich täuschen. Dies kann als Betrug (gemäß § 263 des deutschen Strafgesetzbuches) geahndet werden, wenn Käufer durch falsche Versprechungen oder Irreführung geschädigt werden.

 

 

7. Wucher

 

In einigen Ländern, einschließlich Deutschland, gibt es Gesetze gegen Wucher (§ 291 StGB), die verbieten, Produkte zu einem Preis weiterzuverkaufen, der als „unangemessen hoch“ im Vergleich zum Marktwert angesehen wird. Das trifft besonders auf lebensnotwendige Güter oder Dienstleistungen zu. Bei Luxusgütern wie Grafikkarten oder Konzerttickets ist dies jedoch selten anwendbar, außer in besonders extremen Fällen.

 

 

Scalping und mögliche Steuerhinterziehung

 

Steuerhinterziehung verursacht in Deutschland erhebliche wirtschaftliche Schäden. Schätzungen zufolge entgehen dem Staat dadurch jährlich zwischen 50 und 200 Milliarden Euro.

 

Auch gewerbsmäßige Scalper können zu diesem Problem beitragen, wenn sie systematisch Waren mit Gewinn weiterverkaufen und steuerpflichtige Einnahmen vorsätzlich verschweigen.

 

Deshalb fordere ich, dass gewerbliche Scalping-Aktivitäten auf Online-Marktplätzen konsequenter kontrolliert und mögliche Steuerverstöße wirksam verfolgt werden.

 

Quelle: Deutschlandfunk, 2026 – „Wie man Steuerhinterziehung beziffern und bekämpfen kann“.

Fazit:

 

Scalper begehen je nach Verhalten und Umständen mehrere potenzielle Rechtsverstöße. Dazu zählen insbesondere der Einsatz illegaler Bots, das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen, Steuerhinterziehung, mögliche Marktmanipulation und, in einigen Fällen, Betrug. Während die Gesetze von Land zu Land variieren, können diese Aktivitäten ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben, insbesondere wenn sie systematisch und in großem Umfang betrieben werden.

 

So-called scalpers have deployed armies of automated purchasing agents, or “bots,” to procure disproportionate amounts of inventory during the recent launch of Sony’s PlayStation 5 and PlayStation 5 Pro and many games. Scalpers have inflated prices by 300-1100% or more to make significant profits on eBay, Amazon, and other online marketplaces. They pass these inflated prices on to legitimate consumers who want to use these cards for their primary purposes – to play games, support machine learning. 

 

Furthermore, scalpers violate various laws.

Scalpers who use automated bots or other means to purchase large quantities of products, such as concert tickets, graphics cards or gaming consoles, to then resell them for a profit may be committing several potential crimes and legal violations. Exactly which laws are violated depends on the country and the respective legal regulations. Here are some of the most common legal issues and crimes that can be associated with scalper behavior:

 

1. Violation of anti-bot laws

 

Some countries have specific laws that regulate the use of bots to make automated product purchases. One example is the BOTS Act (Better Online Ticket Sales Act) in the US, which prohibits the use of bots to purchase event tickets. Violating such laws can be a criminal offense.

 

Similar regulations exist in Europe or other countries, but they may vary depending on the product or platform.

 

 2. Circumventing security measures (computer fraud)

 

If scalpers use bots to circumvent security measures of websites or online stores, they could be violating laws related to computer fraud or hacking. These measures, such as captchas or purchase limits, are designed to prevent abuse. By circumventing such protective measures, scalpers may fall under hacking or computer criminal law.

 

Such behavior could, for example, fall under the Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) in the US or similar laws in other countries.

 

3. Violation of contract law (terms of use)

 

Online marketplaces and retailers often have terms of use that prohibit the use of bots or the bulk purchase of products. Violations of these rules can lead to accounts being blocked or legal action being taken. While this is not directly a criminal offense, it is a breach of contract that can have legal consequences.

 

 4. Competition law / market manipulation

 

By buying up products in bulk, scalpers often try to artificially reduce the market supply and increase prices. This can be considered market manipulation or unfair competition. In some countries, there are laws that protect the market from such practices.

 

In Germany, for example, this could be considered a violation of the Unfair Competition Act (UWG) or the Price Abuse Act if the practice distorts competition.

 

5. Tax evasion

 

When scalpers buy large quantities of products and resell them for a profit, they are effectively running a commercial business. If they do not register and tax this properly, they are committing tax evasion. This could then lead to fines, back taxes and even criminal consequences, especially if the activities are systematic and repeated.

 

 In Germany, it would be necessary to register such a business with the authorities and to conduct a commercial activity if the sales and profits exceed a certain limit.

 

6. Buyer fraud

 

In some cases, scalpers could also be involved in fraudulent practices, such as failing to deliver products as promised or intentionally deceiving buyers. This can be punished as fraud (according to Section 263 of the German Criminal Code) if buyers are harmed by false promises or misleading.

 

7. Usury

 

In some countries, including Germany, there are laws against usury (Section 291 of the Criminal Code) that prohibit reselling products at a price that is considered “unreasonably high” compared to the market value. This is especially true for essential goods or services. However, for luxury goods such as graphics cards or concert tickets, this is rarely applicable, except in particularly extreme cases.

 

Conclusion:

 

Scalpers commit several potential legal violations depending on their behavior and circumstances. These include, but are not limited to, the use of illegal bots, circumventing security measures, tax evasion, possible market manipulation and, in some cases, fraud. While laws vary from country to country, these activities can have serious legal consequences, especially when carried out systematically and on a large scale.

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Daniel SauterPetitionsstarterin/Petitionsstarter

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Petition am 28. September 2024 erstellt