Für den Erhalt der Elefantenrutsche in Eisenach

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.500.


Er gehört zu den bekanntesten Spielplätzen in Eisenach. Vermutlich ist er in den 60er Jahren im Zuge des Baus des Thälmannviertels entstanden. Damals wurde hier das Wohngebiet errichtet. Seit mehr als einer Woche ist jedoch die Elefantenrutsche gesperrt. Laut Stadtverwaltung soll das alte und spielplatzprägende Spielgerät nicht wieder aufgebaut werden, da die Rutsche aktuellen Vorschriften nicht mehr entspricht. Die Rutschfläche sei zu marode, heißt die Begründung aus dem Rathaus. Ein Unfall an der Rutsche ist laut Presse jedoch nicht bekannt. 

Noch im Sommer soll der Abbau der „Rüsselrutsche“ erfolgen. „Weil wir um die Bedeutung der Elefantenrutsche auch als Namensgeber des Spielplatzes wissen, wird dort eine neue Elefantenrutsche für 14.000 € aufgebaut“, ergänzt die Stadtsprecherin. 

In Dresdner soll der Prototyp der „Rüsselrutsche“ aus dem Jahr 1962 noch stehen. Der kleine Betonelefant wurde ab 1965 von der Produktionsgenossenschaft „Kunst am Bau“ in Serie produziert und an vielen Orten der ehemaligen DDR aufgestellt.

In Leipzig, wo ähnliche Spielgeräte stehen, hat man gleich zwei dieser Betonrutschen sanieren lassen, wie Sabine Christiansen vom zuständigen Amt für Stadtgrün und Gewässer berichtet. 

Erst vor kurzem, erklärt sie, sei im Bretschneiderpark in Eutritzsch eine der Figuren, geschaffen vom Bildhauer Johannes Peschel, behutsam saniert worden. Die Erneuerung sei durch einen Fachbetrieb für Betonstein und Terazzo erfolgt, heißt es. „Die Betonfiguren sind sicherheitstechnisch überarbeitet und Kopffangstellen im Bereich des Geländers durch behutsames Ergänzen eines weiteren Rundrohrs im Zwischenraum ergänzt worden“. Für die Stadt Leipzig haben die Figuren einen historischen Wert als gestalterisch anspruchsvolles Zeugnis der DDR-Kunst. Deshalb war auch der Erhalt der „Rüsselrutsche“ ein Bestandteil des Antrags auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis. 

Im Internet auf der Seite bauwelt.de findet man jedoch eine identische Rutsche abgebildet, wie sie nun reparaturbedürftig in Eisenach steht. Damit scheint es nahezu sicher, dass sie aus der Schmiede der Dresdner Genossenschaft stammt. Und die war mit ihrer baubezogenen Kunst eine DDR-weit gefragte Institution. Die Stadt Eisenach verspricht, nach dem Abbau eine neue Rutsche mit Fallschutzmatten aufzustellen. Die notwendigen Gelder – rund 14 000 Euro – seien im aktuellen Haushalt eingeplant, sagt Janina Walter. Die Sanierung einer Elefantenrutsche kostete laut Leipziger Presseamt allerdings gerade mal rund 2200 Euro !

Text und Bericht aus TLZ Eisenach von Katja Schmidberger / 06.07.18

Unterstützen Sie den Erhalt der „Rüsselrutsche“ als erhaltenswertes DDR Kunstdenkmal , welches auch einen emotionalen Wert für viele ehemalige und derzeitige Bewohner und Schüler des „Thälmann-Viertels“ in Eisenach hat. 
 

 

 



Heute: Ulrike verlässt sich auf Sie

Ulrike Schneider benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Stadtverwaltung Eisenach: Für den Erhalt der Elefantenrutsche in Eisenach”. Jetzt machen Sie Ulrike und 1.451 Unterstützer/innen mit.