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Keine weiteren Fahrpreiserhöhungen

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In den letzten Jahren wurden die Fürther BürgerInnen mit permanenten drastischen Fahrpreiserhöhungen konfrontiert, die die öffentlichen Verkehrsmittel immer teurer und unattraktiver machten. Allein seit 2011 wurden die Fahrpreise um 44%, teilweise sogar um 70% erhöht, die Einzelfahrt z.B. von 1,60 auf 2,30€.

Jetzt droht erneut eine Fahrpreiserhöhung, diesmal über die Stadtgrenze nach Nürnberg. Der Vorschlag, den eine Marketing-Firma erstellt hat, propagiert die Herausnahme von Fürth aus der gemeinsamen Preisstufe A. Dies könnte zur Folge haben, dass die Einzelfahrt bald 3,40 – 3,60 € kostet.

Die Beraterfirma, die für die Nürnberger den Ausschluss Fürths aus der Preisstufe A vorgeschlagen hat, wurde auch von der Stadt Fürth mit der Ausarbeitung einer Strukturreform für Fürth beauftragt! Ziel ihrer Entwürfe ist hauptsächlich die Steigerung der Einnahmen aus dem ÖPNV.

Wir befürchten, dass die Mehrheit des Fürther Stadtrats dem unverschämten Ansinnen nachgibt und der Einführung einer zusätzlichen Tarifstufe AB zustimmt. Damit wird eine jahrzehntelang bewährte Regelung abgeschafft!

Das Modell bringt noch weitere Kritikpunkte mit sich, z.B. soll es die Mobicard in Zukunft - egal ob nach Nürnberg oder nur für Fürth - nur noch im Abo geben. Selbst das Günstige Jahres Abo, das erst ab 9 Uhr greift, ist für die Preisstufe A teurer als das Jahres Abo für Wien ohne Ausschlusszeiten. Für die meisten Berufstätigen ist es sowieso unbrauchbar.

OB Jung wirft uns zwar Panikmache vor, seine Finanzreferentin zeigte jedoch jetzt schon Verständnis für die Vorschläge. Aber ohne die Zustimmung des Fürther Stadtrats können die Pläne nicht umgesetzt werden. Deshalb fordern wir die StadträtInnen auf, für eine bezahlbare Mobilität der BürgerInnen zu entscheiden.

Ein richtungsweisendes, zukunftstaugliches Konzept muss ganz besonders die Ziele im Blick haben, die den ÖPNV so wichtigmachen:
Umweltfreundlichkeit und Mobilität für alle!

FAHRPREISERHÖHUNGEN SIND:
UNSOZIAL Viele Menschen in der Region werden sich Bus und U-Bahn nach diesen Preiserhöhungen nicht mehr oder noch seltener leisten können. (schon jetzt sinkt die Zahl der Nutzer des ÖPNV) Damit werden Menschen mit niedrigen Einkommen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Besonders sind ältere Menschen betroffen, die oft nicht auf alternative Möglichkeiten umsteigen können. Wir fordern ein Recht auf Mobilität!
Nürnberg und Fürth sind räumlich nicht getrennt, die Städte gehen ineinander über. Sie durch höhere Fahrpreise zwangsweise zu trennen, damit die Fürther nicht mehr so oft zum Einkaufen nach Nürnberg fahren, wäre ein schlechtes Signal für eine städteübergreifende Kultur.
UMWELTFEINDLICH Ein großer Teil der Schadstoff- und CO2- Emissionen wird durch den Autoverkehr verursacht. Wer die Gefahren einer drohenden Klimakatastrophe ernst nimmt, muss neue Verkehrskonzepte hin zum ÖPNV entwickeln. Der ÖPNV als Element der Daseinsvorsorge darf eben nicht nur unter finanziellen Aspekten betrachtet werden! Es müssen Anreize für das Umsteigen vom Auto in den ÖPNV geschaffen werden. Preiserhöhungen bewirken das genaue Gegenteil.
WIRTSCHAFTLICH FRAGWÜRDIG Erhöhungen der Fahrpreise führen zu sinkenden Fahrgastzahlen und damit auch zu niedrigeren Einnahmen. Im Gutachten von Probst und Consorten: „Die Nutzungshäufigkeit des Fürther ÖPNV pro Einwohner ist rückläufig. Dabei spielen auch tarifliche Anreize eine Rolle…!“ Und jetzt schlagen sie Fahrpreiserhöhungen vor, die sogar Berlin übertreffen würden, wo man für 3,40 € sogar bis nach Potsdam fahren kann. Dort kann man mit einer Einzelfahrkarte etwa das Vierfache der Strecke vom Stadtgebiet Fürth-Nürnberg zurücklegen.

DESWEGEN FORDERN WIR:
- Fürth muss in der Preisstufe A bleiben!
- Kein ABO-Zwang für die Mobicard!
- Keine Ausschlusszeiten für das Jahres Abo für 35€ !
- Einführung eines Sozialtickets für Nürnberg und Fürth für 15 €!



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