Gegen die Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren in Hilden

Das Problem

Dieser Aufruf ist als Email an die Politik in der Stadt Hilden gestartet. Wir wehren uns damit gegen die Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren, den Wegfall des Geschwisterbonus und gegen zu entrichtende Gebühren auch bei Ausfall der Betreuung in Hilden. Bitte unterstützen Sie uns!

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
wir alle sind Eltern von Kindern, die aktuell die Kindertagesstätte St. Konrad besuchen. Viele von uns haben mehr als ein Kind. Mit Entsetzen haben wir in den Medien Ihre Pläne zur Änderung der Satzung im Bezug auf die Kosten der Kinderbetreuung verfolgt. Unter dem Strich ergibt sich durch die geplante Änderung eine massive finanzielle Mehrbelastung für fast alle von uns.
Wie alle berufstätigen Eltern wissen, ist sowohl die finanzielle als auch die familiäre Balance im Alltag eine stetige Herrausforderung. Die meisten Familien müssen genau überlegen, wieviel beide Elternteile arbeiten müssen und wollen, um erstens die finanzielle Basis der Familie zu sichern, zweitens die Betreuung der Kinder und das Gleichgewicht in der Familie zu gewährleisten und zu schützen und drittens den Ansprüchen ihrer Berufe gerecht zu werden. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation für Alleinerziehende. Schon jetzt ist die finanzielle Belastung für viele Haushalte mit Kindern enorm.
 
Seit Beginn der Pandemie haben unsere Kinder viele Einschränkungen hinnehmen und auf vieles verzichten müssen. Sie wurden von gleichaltrigen Spielkamaraden ferngehalten und jeglicher Möglichkeit der außerfamiliären Förderung beraubt. Auch hier hat es die Menschen aus schwierigen finanziellen und sozialen Bedingungen am härtesten getroffen. Langsam erahnen wir den Ausmaß des verursachten Schadens. Viele Kinder haben den Anschluss verpasst, plagen sich mit Ängsten und Depressionen. Die Kinderpsychologen sind völlig überlaufen. Selbst für akut suizidgefährdete Teenager ist aktuell kaum ein Therapieplatz zu bekommen. Die Intensivstationen der Kinderkliniken sind überfüllt, da das RS-Virus in diesem Jahr besonders hart auf Immunsysteme trifft, die im letzten Winter aus Mangel an Kontakten keine Möglichkeit hatten, Abwehrkräfte zu entwickeln.
All das musste sein und wurde von dem großen Teil der Gesellschaft mitgetragen, um die Gesundheit aller, insbesonderer der Gefährdeten, zu schützen. Es kann aber nicht sein, dass unsere Kinder jetzt weiter den höchsten Preis bezahlen. Wenn die Familien immer höhere Beträge zur Kinderbetreueung aufbringen müssen, können sich viele Angebote wie Schwimmkurse oder Musikunterricht, die eh so lange nicht stattfinden konnten, nicht mehr leisten. Die Kinder verlieren wieder Möglichkeiten zur Entwicklung und Förderung.
Wenn dann auch noch gilt, dass die Betreuung zu bezahlen ist, ob sie nun stattfindet oder auch nicht, kommt die nächste Belastung. Nicht nur müssen Beiträge unter Umständen auch bei Lohnausfällen weiterbezahlt werden, es werden auch Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren. Einige werden sich vielleicht auch gleich überlegen, besser zuhause zu bleiben, statt berufstätig zu sein, da letztlich kaum etwas übrig bleibt. Und das trifft dann auch Krankenpfleger, Hebammen und all die anderen, denen wir doch letztes Jahr noch applaudiert haben. Es ist schon absurd, kaum ein Mensch bekommt seinen Lohn, wenn nicht auch eine Leistung erbracht wird.
 
Uns allen ist klar, dass die Pandemie große Löcher in die kommunalen Haushalte gerissen hat. Diese dürfen jedoch nicht wieder auf Kosten der Familien gefüllt werden. Auch in Hilden hingen in den letzten Jahren bei den verschiedensten Anlässen Plakate von fast allen Parteien, die fest versprochen haben, sich für die Interessen von Familien und Kindern einzusetzen. Ist es wirklich so? Können wir der Politik und ihren Repräsentanten so wenig vertrauen? Wird in letzter Konsequenz dann doch die Konsolidierung des Haushaltes auf dem Rücken der Familien ausgeführt, statt eine gleichmäßige Verteilung der Belastung über die Breite der Gesellschaft in Angriff zu nehmen?
 
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie inständig, Ihre Pläne zur Satzungsänderung noch einmal zu überdenken.
Uns ist klar, dass Ihnen all diese Umstände bekannt sind. Wir müssen dennoch darauf hinweisen, da Sie offenbar im Begriff sind, wieder eine Entscheidung zu treffen, die erneut zur Lasten der Schwächsten der Gesellschft geht, derer, die Sie angeblich schützen und fördern wollen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Meike und Linus Swertz
Stefanie und Daniel Pasing
Christina und Michael Oelmann
Angelika und Sebastian Krawiec
Caroline und Lukas Piechotta
Marina und Andy Bülow
Nadja und Kai Hülser
Kathleen und Leonardo Beadoy
Melanie und Frank Müschenich
Aline und Jonas Czogalla
Jörg Veddeler
Bianka und Markus Römer
Natascha und Manuel Porcel Mora
Melanie Lemaire
Danijela und Nikola Bozic
Anna Grimmelt
Silvia Slodnjak-Ziehr und Stefan Ziehr

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Meike SwertzPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 1.678 Unterschriften erreicht

Das Problem

Dieser Aufruf ist als Email an die Politik in der Stadt Hilden gestartet. Wir wehren uns damit gegen die Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren, den Wegfall des Geschwisterbonus und gegen zu entrichtende Gebühren auch bei Ausfall der Betreuung in Hilden. Bitte unterstützen Sie uns!

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
wir alle sind Eltern von Kindern, die aktuell die Kindertagesstätte St. Konrad besuchen. Viele von uns haben mehr als ein Kind. Mit Entsetzen haben wir in den Medien Ihre Pläne zur Änderung der Satzung im Bezug auf die Kosten der Kinderbetreuung verfolgt. Unter dem Strich ergibt sich durch die geplante Änderung eine massive finanzielle Mehrbelastung für fast alle von uns.
Wie alle berufstätigen Eltern wissen, ist sowohl die finanzielle als auch die familiäre Balance im Alltag eine stetige Herrausforderung. Die meisten Familien müssen genau überlegen, wieviel beide Elternteile arbeiten müssen und wollen, um erstens die finanzielle Basis der Familie zu sichern, zweitens die Betreuung der Kinder und das Gleichgewicht in der Familie zu gewährleisten und zu schützen und drittens den Ansprüchen ihrer Berufe gerecht zu werden. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation für Alleinerziehende. Schon jetzt ist die finanzielle Belastung für viele Haushalte mit Kindern enorm.
 
Seit Beginn der Pandemie haben unsere Kinder viele Einschränkungen hinnehmen und auf vieles verzichten müssen. Sie wurden von gleichaltrigen Spielkamaraden ferngehalten und jeglicher Möglichkeit der außerfamiliären Förderung beraubt. Auch hier hat es die Menschen aus schwierigen finanziellen und sozialen Bedingungen am härtesten getroffen. Langsam erahnen wir den Ausmaß des verursachten Schadens. Viele Kinder haben den Anschluss verpasst, plagen sich mit Ängsten und Depressionen. Die Kinderpsychologen sind völlig überlaufen. Selbst für akut suizidgefährdete Teenager ist aktuell kaum ein Therapieplatz zu bekommen. Die Intensivstationen der Kinderkliniken sind überfüllt, da das RS-Virus in diesem Jahr besonders hart auf Immunsysteme trifft, die im letzten Winter aus Mangel an Kontakten keine Möglichkeit hatten, Abwehrkräfte zu entwickeln.
All das musste sein und wurde von dem großen Teil der Gesellschaft mitgetragen, um die Gesundheit aller, insbesonderer der Gefährdeten, zu schützen. Es kann aber nicht sein, dass unsere Kinder jetzt weiter den höchsten Preis bezahlen. Wenn die Familien immer höhere Beträge zur Kinderbetreueung aufbringen müssen, können sich viele Angebote wie Schwimmkurse oder Musikunterricht, die eh so lange nicht stattfinden konnten, nicht mehr leisten. Die Kinder verlieren wieder Möglichkeiten zur Entwicklung und Förderung.
Wenn dann auch noch gilt, dass die Betreuung zu bezahlen ist, ob sie nun stattfindet oder auch nicht, kommt die nächste Belastung. Nicht nur müssen Beiträge unter Umständen auch bei Lohnausfällen weiterbezahlt werden, es werden auch Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren. Einige werden sich vielleicht auch gleich überlegen, besser zuhause zu bleiben, statt berufstätig zu sein, da letztlich kaum etwas übrig bleibt. Und das trifft dann auch Krankenpfleger, Hebammen und all die anderen, denen wir doch letztes Jahr noch applaudiert haben. Es ist schon absurd, kaum ein Mensch bekommt seinen Lohn, wenn nicht auch eine Leistung erbracht wird.
 
Uns allen ist klar, dass die Pandemie große Löcher in die kommunalen Haushalte gerissen hat. Diese dürfen jedoch nicht wieder auf Kosten der Familien gefüllt werden. Auch in Hilden hingen in den letzten Jahren bei den verschiedensten Anlässen Plakate von fast allen Parteien, die fest versprochen haben, sich für die Interessen von Familien und Kindern einzusetzen. Ist es wirklich so? Können wir der Politik und ihren Repräsentanten so wenig vertrauen? Wird in letzter Konsequenz dann doch die Konsolidierung des Haushaltes auf dem Rücken der Familien ausgeführt, statt eine gleichmäßige Verteilung der Belastung über die Breite der Gesellschaft in Angriff zu nehmen?
 
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie inständig, Ihre Pläne zur Satzungsänderung noch einmal zu überdenken.
Uns ist klar, dass Ihnen all diese Umstände bekannt sind. Wir müssen dennoch darauf hinweisen, da Sie offenbar im Begriff sind, wieder eine Entscheidung zu treffen, die erneut zur Lasten der Schwächsten der Gesellschft geht, derer, die Sie angeblich schützen und fördern wollen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Meike und Linus Swertz
Stefanie und Daniel Pasing
Christina und Michael Oelmann
Angelika und Sebastian Krawiec
Caroline und Lukas Piechotta
Marina und Andy Bülow
Nadja und Kai Hülser
Kathleen und Leonardo Beadoy
Melanie und Frank Müschenich
Aline und Jonas Czogalla
Jörg Veddeler
Bianka und Markus Römer
Natascha und Manuel Porcel Mora
Melanie Lemaire
Danijela und Nikola Bozic
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Meike SwertzPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Stadtverwaltung Stadt Hilden
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Petition am 15. November 2021 erstellt