Untersuchung der Zustände in der Universitätsklinik für Kleintiere in Leipzig

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Am 12. Oktober 2017 brachte ich meinen Hund Wilma gegen 16.30 Uhr in die Notaufnahme der Universitätsklinik Leipzig für Kleintiere. Dort waren wir vom Haustierarzt als Notfall angemeldet. Als einzige Patientin mußte ich mit meinem Hund, der unter Atemnot, Fieber und einer schweren Lymphdrüsenentzündung litt, ca. eine Stunde warten. Der diensthabende Tierarzt unterhielt sich während dieser Zeit in der gut einsehbaren Anmeldung. Nach zweimaligem Drängen wurde ich von drei Studentinnen in den Behandlungsraum gebeten. Nach weiterer Wartezeit kam der Tierarzt, um mir einen Kostenvoranschlag über 1500,00 € vorzulegen, ohne meinen Hund zu untersuchen. Er sagte, dass an diesem Tag keine Untersuchung mehr laufen würde, da das Personal schon außer Haus wäre. Als ich meine Enttäuschung darüber äußerte, wurde mir gesagt, wenn ich den Hund jetzt nicht stationär lassen würde, bekäme er am nächsten Tag keine MRT-Untersuchung. Diese war notwendig, um die Ursache für den schlechten Zustand meines Hundes herauszufinden.

Wir sollten am Folgetag telefonisch über die Untersuchungsergebnisse und die weiteren Schritte informiert werden. Wir bekamen erst am Nachmittag einen Anruf, da hatte man meinen Hund bereits operiert. Die Ärztin sagte: "Ihr Hund hat heute eine Odyssee hinter sich". Vier Tage nach der stationären Aufnahme bekamen wir wieder einen Anruf. Die Nierenwerte hatten sich massiv verschlechtert. Es wäre ein selten auftretender Narkoseschaden. Nach weiteren fünf qualvollen Tagen mit unnötigen Untersuchungen wurde unser Hund aufgrund eines kompletten Nierenversagens eingeschläfert. Als wir ankamen, um bei unserem Hund zu sein, mussten wir wieder sehr lange warten, bis einer der Ärzte unseren Hund von der Intensivstation holen konnte. Dort hatte sich unser Hund trotz seines schlechten Zustandes den Blasenkatheter gezogen. Auf dieser Intensivstation, die 98,00 € pro Tag (ohne weiter anfallende Behandlungskosten) kostet, ist offensichtlich niemand, der die Tiere überwacht.

Nach einigen Tagen erhielten wir die Rechnung. Anhand der Rechnung mussten wir schockiert feststellen, dass unser Hund in den ersten Tagen keinerlei adäquate Behandlung erfahren hatte. Man hatte ihn einfach liegengelassen. Alle Maßnahmen, mit der die Klinik auf Ihrer Internetseite wirbt, wurden bei unserem Hund nicht angewendet. Am Aufnahmetag keine einzige Infusion (aber der Hinweis, dass die Uniklinik Leipzig eine "renommierte Klinik" sei), am nächsten Tag ohne Blutuntersuchung und ohne dringend notwendige Infusionen operiert. An diesem Tag und an den nächsten zwei Tagen ein Minimum an Infusion trotz Kontrastmittelgabe und vielen Medikamenten, die sicher die Niere schädigen.

Am Samstag wurden Nierenwerte bestimmt, es zeigte sich ein angehendes Nierenversagen, am Sonntag nur noch 10 % Nierenfunktion messbar. Keine Reaktion der Ärzte. Am Montag waren die Nieren unseres Hundes kaputt.

Wir legten Beschwerde ein, über Wochen und Monate keine Reaktion. Erst als unser Haustierarzt intervenierte, gab es eine Konferenz, und am selben Tag das Eingeständnis der Klinik. Man hatte die Infusionen leider zu spät "angepasst".

Wir würden den Rechnungsbetrag in Höhe von 4100,00 € zurückbekommen und könnten auch noch Fragen stellen. Bis heute wurde keine unserer Fragen beantwortet.  Wir haben uns an die Klinikleitung Herrn Prof. Dr. Oechtering gewendet, an den Dekan und die Kanzlerin der Universität - nur Schweigen.

Wir haben uns an das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als Dienstherren der Klinik gewendet, der Bürgerbeauftrage sagte uns zu, die Klinik müsste eine Stellungnahme an das Ministerium abgeben. Seitdem auch vom Ministerium nur Schweigen. Der so genannte Bürgerbeauftragte ist unter der auf der Homepage des Ministeriums angegebenen Telefonnummmer NIE zu erreichen, Mails werden auch nicht mehr beantwortet.

Eine Mail an den sächsischen Landtag, Frau Dr. Eva-Maria Stange persönlich - keine Antwort.

Unser Hund wurde dort über vier Tage so vernachlässigt, dass er keine Überlebenschance hatte. Es war keine Operation, die leider mißglückt war, sondern man hat ihn ohne Skrupel in ein Nierenversagen laufen lassen. Eine Oberärztin soll abschließend geäußert haben, der Hund wäre sowieso gestorben, während man uns in der Klinik immer wieder sagte, nur die Nieren müssen wieder arbeiten, dann wird Ihr Hund gesund wie vorher.

Heißt das nun, man hat unseren Hund neun Tage behandelt, um sich 4100,00 € zu verdienen?

Man hat uns in dieser Klinik belogen und getäuscht. Es kann nicht sein, dass man ein krankes Tier einer hervorragend ausgestatteten und sicher auch von Steuergeldern finanzierten Klinik anvertraut, und das Tier wird dort vernachlässigt und stirbt.

Tierärzte und Personal in einer Tierklinik müssen für die Tiere da sein - das ist ihr Beruf - und nicht dafür, die Kassen der Universitätsklinik zu füllen.

Ich bin überzeugt davon, dass unser Tier kein Einzelfall war.

WAS HABEN SIE MIT UNSEREM HUND GEMACHT?????

Ich erwarte von Frau Dr. Eva-Maria Stange, umgehend die Zustände in dieser Klinik zu prüfen und Konsequenzen zu ziehen.

 

Maike Markowski

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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