Petition updateSPIEGEL: Stoppt die Verharmlosung von Gewalt an kurdischen Frauen!

4.359 Stimmen & die Absage des Presserats: Jetzt erst recht!

Alaan SadoHamburg, Germany
6 Oct 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

mehr als 4.359 Menschen stehen hinter dieser Petition. Das ist ein starkes, unübersehbares Signal. Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Solidarität!

Heute müssen wir über einen Meilenstein sprechen, der uns zeigt, wie schwer es zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland haben, wenn sie etablierte Leitmedien zur Rede stellen wollen:

 Die Entscheidung des Presserats: Wir haben offiziell Beschwerde eingelegt. Nun liegt der Beschluss vor – der Beschwerdeausschuss hat die Beschwerde formal als unbegründet abgewiesen (wenngleich es im Gremium immerhin eine kritische Gegenstimme gab).

 Die Begründung: Der Presserat sieht im Rahmen der Selbstregulierung keinen formellen Verstoß. Der SPIEGEL darf seine fragwürdigen Recherchen, die Täter-Opfer-Umkehr und Formulierungen wie „wohl falscher Zopf“ demnach als „zulässige redaktionelle Wertung“ im Rahmen der Pressefreiheit verbuchen. Ein konkretes, namentlich bekanntes Opfer vor Ort konnte im kriegsgebeutelten Syrien schließlich nicht zweifelsfrei dokumentiert werden – und genau das wird nun als Freifahrtschein genutzt.

Machen wir uns nichts vor: Dieses Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen von Krieg und geschlechtsspezifischer Gewalt. Es schützt den Journalismus der Mächtigen, während die Stimmen von Opfern, Frauenrechtsorganisationen und der kurdischen Zivilgesellschaft abgetan werden.

Aber eines macht dieser Rückschlag glasklar: Wir geben nicht auf!

Der SPIEGEL hat diesen Artikel bis heute nicht gelöscht oder korrigiert. Solange Medien glauben, sie könnten mit der Verharmlosung von extremistischen Kriegstrophäen und diskriminierendem Framing ungeschoren davonkommen, müssen wir laut bleiben.

Wie wir jetzt Druck machen:

1. Teilen Sie dieses Update und den Link zur Petition: Zeigen wir, dass uns bürokratische Hürden nicht stoppen. Jede neue Unterschrift bricht das Schweigen.

2. Die Debatte weitertragen: Unsere 80-seitige detaillierte Gegenrecherche liegt auf dem Tisch. Wir werden diesen Fall weiter dokumentieren und dafür sorgen, dass er in Medienkreisen nicht vergessen wird.

Gewalt an Frauen und die Verhöhnung von Kriegsopfern dürfen im Journalismus keinen Platz haben – egal, um welches Medium es geht.

Vielen Dank, dass Sie diesen Weg weiter mitgehen. Jede Stimme zählt!

Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen

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