Frau Eralp, Bitte enteignen Sie alle Bordelle in Berlin!


Sehr geehrte Frau Bürgermeisterkandidatin Eralp,
ich gratuliere Ihnen zum Wahlerfolg in Berlin! Ihr Vorhaben, die Wohnungen von großen Konzernen zu vergesellschaften, um bezahlbare Mieten zu erzielen, finde ich grundsätzlich in Ordnung. Es gibt aber eine noch dringendere Mietproblematik in Berlin, die sie als Erstes angehen sollten: die sexuelle und ökonomische Ausbeutung von Frauen in Bordellen! Frauen, die in Bordellen tätig sind, zahlen zwischen 120,-€ und 200,-€ Miete pro Tag! Sie müssen 5 bis 7 Freier täglich bedienen, um überhaupt erst anfangen zu können, etwas zu verdienen. Im Monat müssen die Frauen bis zu 6.000,-€ Miete für ein kleines Zimmerlein ohne Bad, Küche und Balkon zahlen. Finden Sie das in Ordnung? Die Frauen haben keine Wahl. In Bordellen herrschen andere Gesetze, die es den Frauen unmöglich machen, sich zu wehren. Bordell-Betreiber, die meistens mit der organisierten Kriminalität zusammenarbeiten, bereichern sich über sie. Das ist Ausbeutung der vulnerabelsten Frauen in höchster Vollendung! Bitte schließen Sie sofort alle Bordelle in Berlin. Enteignen Sie die Besitzer und machen Sie daraus etwas anderes: z.B. Schutzhäuser für Frauen oder Zimmer für Studentinnen. Helfen Sie den prostituierten Frauen mit Ausstiegshilfen aus der Prostitution! Das wäre eine progressive Politik für Berlin, die Frauen zugutekommen würde.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich als Expertin zur Verfügung.
Mit feministischen Grüßen
Dr. Ingeborg Kraus