Neuigkeit zur PetitionSexkauf bestrafen, Prostitution abbauen!Dr. Gail Dines und Simon Häggström in München!
Dr. Ingeborg KrausDeutschland
21.09.2018

Liebe abolitionistische MitstreiterInnen, 

ich möchte sie auf zwei Veranstaltungen im November in München aufmerksam machen: 

Pornografie brutalisiert die Gesellschaft.

Vortrag von Dr. Gail Dines, USA: Mittwoch, 21. November ab 18.00 Uhr.

Gail Dines, Professorin für Soziologie und Frauenstudien am Wheelock College in Massachusetts und radikale Anti-Porno-Aktivistin mit der Kampagne stoppornculture und dem Projekt Culture Reframed hat das Buch veröffentlicht: Pornland. Wie die Pornoindustrie uns unserer Sexualität beraubt („pornography has hijacked our sexuality“). Hier beschreibt sie, welch unglaublich brutale Bilder produziert werden, die Frauen extrem erniedrigen und auf jede erdenkliche Weise real quälen. Die heutige Jugend wird, warnt Gail Dines, „in ein niemals endendes Universum aus verwüsteten Anus, ausgedehnten Vaginen und samenverschmierten Gesichtern katapultiert. Wenn sie zu den Geschichten, Szenen und Erzählungen solcher Pornos in einem Stadium erhöhter Erregung masturbieren, wird ein Schwall an Informationen über Frauen, Männer, Beziehungen und Sex an das Gehirn gesendet.“ Diese extremen Bilder schauen sich in steigenden Maße bereits Kinder an; nach Schulschluss z.B. steigt die Suche auf pornografischen Seiten ums tausendfache an.

Dr. Gail Dines klärt unermüdlich darüber auf, was sich in der Pornografie wirklich abspielt und welche verheerende Rolle sie spielt für die Verrohung in der Einstellung von Männern gegenüber Frauen und für die Auflösung der Erfolge im Abbau der Geschlechterhierarchie. Pornographie bezeichnet sie als Krise der öffentlichen Gesundheit (public health crisis).
Anmeldung im Kofra, Ukb. 7€ In Kooperation mit StopSexkauf! und AUFF (Autonomes Feministisches Forum)

KOFRA, Baaderstr. 30, 80469 München, Tel: 2010450, kofra-muenchen@mnet-online.de, www.kofra.de
Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München.

Die Freierbestrafung in Schweden.

Vortrag des Polizeiinspektors Simon Häggström: Montag, 26. November, 14.00 -16.00 Uhr.

Der schwedische Kriminalinspektor Simon Häggström arbeitet seit über 10 Jahren in der Antiprostitutionseinheit in Stockholm, die das schwedische Gesetz der Freierbestrafung konkret umsetzt, das 1999 eingeführt wurde. Er sagt: „Das Gesetz ist jetzt seit 20 Jahren in Kraft und es hat die gesamte Gesellschaft beeinflusst. Sex zu kaufen ist heute eine der schambelastetsten Verbrechen, für die man verhaftet werden kann. Wenn das öffentlich wird, riskiert man alles zu verlieren: Job, Familie, das gesamte soziale Netzwerk.“

In seinem Buch „Shadow ́s Law“ hat er alles aufgeschrieben, was er und seine KollegInnen bei der Verfolgung von Sexkäufern, der Umsetzung des schwedischen Gesetzes zur Freierbestrafung seit 1999, erleben. Es macht ihm große Sorge, dass "junge Männer mit einer Mentalität erzogen werden, nach der du nur dafür bezahlen musst, wenn du Sex haben willst. Natürlich beeinflusst das die Art und Weise, wie wir uns allgemein gegenseitig als Menschen wahrnehmen, und genauer, wie wir Frauen wahrnehmen - weil sie als Objekte angesehen werden, als Dinge, die man konsumieren kann. Deswegen glauben wir, dass Prostitution der gesamten Gesellschaft schadet."

Ukb. 10€

Ort: Ev. Stadtakademie, Herzog-Wilhelmstr. 24, München.
In Kooperation mit StopSexkauf! und dem Autonomen Feministischen Forum

Anmeldung im KOFRA, Baaderstr. 30, 80469 München, Tel: 2010450, kofra-muenchen@mnet-online.de, www.kofra.de


gefördert durch die LH München, Sozialreferat, Stadtjugendamt

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