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Denkmalschutz für das ICC Berlin

Sehr geehrte Frau Lüscher,

Ich bitte Sie, als Senatsbaudirektorin und Verfechterin der architektonischen Vielfalt und Geschichte in dieser Stadt, das Gesicht des Internationalen Congress Centrums Berlin zu wahren.

In Berlin aufgewachsen, war mir von klein auf bewusst, dieses gigantische Bauwerk ist etwas Besonderes. Es polarisiert. Nicht nur durch die Größe und den prominenten Standort, besonders auch durch die Architektursprache. Es repräsentiert den Zeitgeist der späten 60er Jahre.

Mein Studium für Architektur und Städtebau in Potsdam lehrt mich unter anderem meinen Blick für Details zu Schärfen und den Unterschied zwischen austauschbarer Zweckarchitektur und Baukunst zu erkennen.
Ich sehe ein architektonisches Gesamtkunstwerk welches bedroht ist.

Das Desinteresse am Erhalt des Gebäudes in seiner bestehenden Form lässt erahnen wie bei einer Sanierung voraussichtlich mit der Bausubstanz umgegangen wird. Dies gilt es zu verhindern. Dafür stehe ich und viele die diese Stadt lieben und ihre Vielfalt schätzen.

Dit „Raumschiff“ oder och „Panzerkreuzer Charlottenburg“, wie es vom Berliner liebevoll und großzügig betitelt wird, muss nach unserer Auffassung eine Stimme bekommen!


Diejenigen unter Ihnen, die das „festliche Präludium“ Op. 61 von Richard Strauß, gespielt von der Berliner Philharmoniker und dirigiert unter der Leitung von Herbert von Karajan, zu der Eröffnung 1979 des Internationale Congress Centrums vernehmen durften, empfanden diese Komposition eines Meisters wohl treffend zu solch einem Meisterbauwerk.

Kein anderes Bauwerk in Berlin steht für die Technische Moderne wie das ICC. Architektenidee und Ingenieurskunst, Parameter die in 4 Jahren Bauzeit fusioniert wurden und somit ein denkmalwürdiges Objekt geschaffen haben. Die Vollendung in Funktionalität, Architektur, Innendesign bis hin zum Leitsystem stellt ein großartiges Gesamtkunstwerk dar, welches seines Gleichen sucht.
Nicht umsonst wurde das ICC 2009 zum wiederholten Male mit dem „World Travel Award“ ausgezeichnet. Dieser Award wird von den Wahlberechtigten, in Zahlen: 167.000 Fachleuten, weltweit aus der Tourismusbranche kommend, verliehen. Ihrerseits mit der Begründung, dass das ICC eine besondere Architektur aufweist und mit seiner räumlichen Vielfalt außergewöhnlich ist. Mit Verlaub, aus unserer Sicht – selbstredend.

Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler haben mit diesem Bauwerk, nicht nur für die Berliner, sondern für die ganze Welt, atemberaubende Architekturgeschichte geschrieben. Sie haben nicht nur eines der größten Kongresshäuser gebaut, sondern auch ein Antlitz der Nachkriegsgeschichte hinterlassen und das gilt es zu schützen!

Das vergleichbare Centre Pompidou, welches man in Paris begutachten kann, und auch das Uniklinikum Aachen haben das, was unser ICC noch benötigt.
Ein schnellstmöglicher Denkmalschutz ist zwingend notwendig um das ICC vor unsensiblen Eingriffen zu schützen.

Gemessen an den Gesichtspunkten Originalität, Alter, Qualität und Symbolwert sind, unserer Auffassung nach, alle Voraussetzungen vorhanden.

 


Frau Lüscher, wir hoffen wir können auf sie bauen.

 

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Dear Mrs. Lüscher,

I appeal to you, who is the Director of Urban Development and a known advocate for architectural pluralism and this city´s history, to protect and preserve the face of the International Congress Centrum Berlin (ICC).

Growing up in Berlin, I always knew this gigantic example of architecture was special. It surely polarizes. Not only its sheer size and the salient location, but especially its architecture. It represents the Zeitgeist of the late 1960s and is an architectural masterpiece.

The current lack of interest in preserving this building suggests what might happen to the ICC once redevelopment starts. It is on us now, who love this city and its architectural diversity, to intervene.

No other building in Berlin stands for Technische Moderne like the ICC does. Architectural idea and art of engineering, parameters that were fused in four years of construction time and finally created a historically significant structure. The consummation of functionality, architecture, interior design and guide-system embodies a Gesamtkunstwerk beyond comparison. It is not for nothing that the ICC was awarded the “World Travel Award”, a price that is being granted by a committee of 167.000 experts from the tourism industry.

Ursulina Schüler-Witte and Ralf Schüler wrote architectural history, not only for Berlin but for the whole world with their ICC. Not only did they create one of the biggest congress houses, but also a token of post-war history that we need to preserve!

The comparable Centre Pompidou in Paris and the Uniklinikum in Aachen already have what we need for the ICC. Monumental protection is what the ICC needs as quickly as possible to protect it from encroachments.

Measured by aspects of originality, age, quality and symbolic value, the ICC matches all requirements to get its monumental protection granted.

 

Mrs. Lüscher, we hope we can count on you.

This petition was delivered to:
  • Senatsbaudirektorin Regula Lüscher

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