Über 2.000 Unterschriften in nur 48 Stunden!


Ein klares Bekenntnis der Mainzer Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Baumbestand!
Pressemitteilung (08.01.2021) - NABU Mainz und Umgebung
Der NABU Mainz und Umgebung ist völlig überwältigt vom Zuspruch für die gestartete Petition zum Erhalt des Wäldchens am Heiligenhaus und dankt schon jetzt allen Unterstützenden.
In nur 48 Stunden über 2.000 Unterschriften für die Mainzer Natur zu sammeln, zeigt deutlich, welchen Stellenwert die letzten Reste des innerstädtischen Grüns für die Bürgerschaft hat, stellt Christian Henkes, Vorsitzender des NABU Mainz und Umgebung, fest.
Und der Strom der Unterschriften reißt nicht ab. Der NABU möchte betonen: Wäre diese Petition ein wirkliches Verfahren zur Einreichung eines Einwohnerantrags nach der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung, dann hätten die Petition mit über 2.000 Stimmen bereits jetzt die nötige Stimmenzahl erreicht, sodass der Antrag im Stadtrat behandelt und abgestimmt werden müsste!
Die Mainzer Bürgerinnen und Bürger bringen klar zum Ausdruck, dass sie den Ausverkauf des städtischen Grüns nicht weiter hinzunehmen bereit sind. Für das berechtigte Interesse an bezahlbarem Wohnraum müssen andere Lösungen als die letzten Grünflächen und Baumbestände in der Stadt gefunden werden. Dies auch und gerade im Lichte des von der Stadt selbst beschlossenen Klimanotstands.
Der NABU fordert die Parteien im Stadtrat auf, diese Petition jetzt einfach mal als virtuellen Einwohnerantrag aufzufassen und diesen auf der Sitzung am 10.02.2021 zu behandeln und zu entscheiden.
"Der Ball liegt jetzt bei Ihnen", so Christian Henkes, Vorsitzender des NABU Mainz und Umgebung an die Adresse der Stadtratsmitglieder. "Handeln sie im Sinne der Natur, unterbinden sie den Verkauf und stellen sie das Biotop unter Schutz". Und zwar definitiv, ohne Vertagungs-, Prüf- oder Formelkompromisse.
Dem NABU - und allen Unterzeichnenden - ist nämlich durchaus bewusst, dass es vielleicht parteipolitische Interessen geben könnte, die Entscheidung zu vertagen und dadurch vor allem zeitlich hinter die Landtagswahl am 14.03.2021 zu schieben.
Ein solches Vorgehen wäre höchst unglücklich, da dadurch den Mainzer Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit genommen wird, sich auch anhand dieses wichtigen Präzedenzfalls ein ehrliches Bild vom Stellenwert der Natur bei den Parteien zu machen. Und die Optionen zur Entscheidung stehen ja allen klar vor Augen.
Viele Parteivertreterinnen und Parteivertreter haben sich ja schon persönlich zu Wort gemeldet, dies begrüßt der NABU sehr und dankt dafür. Einige der im Stadtrat vertretenen Parteien haben sich auch schon als Ganzes festgelegt - wenn auch noch nicht alle.
Der NABU hofft sehr, dass dies noch geschieht. Das klare Bekenntnis, das in den vielen Unterschriften der Petition zum Ausdruck kommt, sollte nun auch im Stadtrat zu einer gemeinsamen Haltung - und gemeinsamen Handeln! - führen. Am 10.02.2021.