"Flüchtlingskrise" = Unwort des Jahres 2015

Das Problem

Der Terminus „Flüchtlingskrise“ soll Unwort des Jahres 2015 werden. Die Begriffsverwendung – insbesondere im politischen Kontext - richtet fälschlicherweise den Blick auf Flüchtlinge als Verursacher einer Krise. Man müsste aber von einer „Behördenkrise“ sprechen. Denn deutsche Behörden sind unzureichend auf die Anzahl der Menschen eingestellt, die Schutz suchen. Dass es zu einer Überforderung der Behörden in Deutschland kommen würde, ist intern schon lange bekannt. Die verschlafene Migrationspolitik trägt durch ihre Wortwahl „Flüchtlingskrise“ ihre Defizite auf dem Rücken schutzsuchender Menschen aus.

Die Verwendung des Begriffs „Flüchtlingskrise“ schlagen wir aus folgenden drei Gründen als Unwort des Jahres vor:

  1. Es handelt sich um eine negative Diskriminierung von Flüchtlingen. Das ist ein doppelter Schlag, da es sich hierbei um eine bereits diskriminierte Gruppe handelt. Sie hat eine lebensgefährliche Flucht auf sich genommen, um sich Diskriminierungen zu entziehen.
  2. Die Begriffsverwendung verschleiert die verdrängte Migrationspolitik Deutschlands.
  3. Der Interpretationsspielraum, „Flüchtlingskrise“ als Krise der Flüchtlinge im humanitären Sinne zu verstehen, steht dem kritischen Umgang mit dem Wort „Flüchtlingskrise“ im alltäglichen Sprachgebrauch im Wege.

In Zeiten vermehrter Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und steigender Popularität rechtsnaher Parteien, sollte Politik und Gesellschaft an einer sensiblen, eindeutigen Begriffsverwendung gelegen sein. 

 

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Sarah GerwingPetitionsstarter*in
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Das Problem

Der Terminus „Flüchtlingskrise“ soll Unwort des Jahres 2015 werden. Die Begriffsverwendung – insbesondere im politischen Kontext - richtet fälschlicherweise den Blick auf Flüchtlinge als Verursacher einer Krise. Man müsste aber von einer „Behördenkrise“ sprechen. Denn deutsche Behörden sind unzureichend auf die Anzahl der Menschen eingestellt, die Schutz suchen. Dass es zu einer Überforderung der Behörden in Deutschland kommen würde, ist intern schon lange bekannt. Die verschlafene Migrationspolitik trägt durch ihre Wortwahl „Flüchtlingskrise“ ihre Defizite auf dem Rücken schutzsuchender Menschen aus.

Die Verwendung des Begriffs „Flüchtlingskrise“ schlagen wir aus folgenden drei Gründen als Unwort des Jahres vor:

  1. Es handelt sich um eine negative Diskriminierung von Flüchtlingen. Das ist ein doppelter Schlag, da es sich hierbei um eine bereits diskriminierte Gruppe handelt. Sie hat eine lebensgefährliche Flucht auf sich genommen, um sich Diskriminierungen zu entziehen.
  2. Die Begriffsverwendung verschleiert die verdrängte Migrationspolitik Deutschlands.
  3. Der Interpretationsspielraum, „Flüchtlingskrise“ als Krise der Flüchtlinge im humanitären Sinne zu verstehen, steht dem kritischen Umgang mit dem Wort „Flüchtlingskrise“ im alltäglichen Sprachgebrauch im Wege.

In Zeiten vermehrter Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und steigender Popularität rechtsnaher Parteien, sollte Politik und Gesellschaft an einer sensiblen, eindeutigen Begriffsverwendung gelegen sein. 

 

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Sarah GerwingPetitionsstarter*in

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Politik und Gesellschaft
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Petition am 7. Dezember 2015 erstellt