Petition updateEntfernen Sie die Wittenberger Judensau! (German)Initiative zur "Judensau" Mahnwachen plus Protestaktion

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Oct 26, 2017
Wittenberg -
Sie haben Wort gehalten und nach einer „Sommerpause“ ihre stillen Mahnwachen zur Abnahme der „Judensau“ von der Stadtkirche Wittenberg auf dem zentralen Marktplatz wieder aufgenommen. Jetzt geht der Leipziger Pfarrer Thomas Piehler, der zusammen mit den Darmstädter Marienschwestern die Initiative maßgeblich anführt und prägt, noch einen Schritt weiter: Für kommenden Sonnabend kündigt er von 14 bis 16 Uhr eine „Protest-Kundgebung“ auf dem Markt an.
Dabei unterstützt wird der evangelische Theologe von Michael Düllmann, laut Piehler ein jüdischer Aktivist. Gemeinsam rufen sie zu einer 40-tägigen Fastenzeit auf, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Unterstützt werden sie vom „Bündnis zur Abnahme der Judensau im Jubiläumsjahr 2017“. „Zeichenhaft“ wollen sie die Fastenaktion auf dem Marktplatz beginnen.
Über die für den 28. Oktober angekündigte Protest-Kundgebung schreiben die Initiatoren, das Schandmal sei der bildhafte Ausdruck „einer immer noch verbreiteten und oft mit gewalttätigen Angriffen verbundenen Beschimpfung wie z. B. ,Saujude’“. Zugleich verweisen sie darauf, dass Martin Luther mit seiner antijüdischen Schmähschrift „Ha-Schem Ha-Mephorasch“ von 1543 dem Sandsteinrelief an seiner Predigtkirche „eine theologische Weihe gegeben“ habe.
Gestartet wurden die Mahnwachen zur Abnahme der „Judensau“ wie berichtet im Mai 2017. Ende Juni hatte sich Wittenbergs Stadtrat, auch unter Hinweis u. a. auf das von der Stadtkirchengemeinde initiierte Mahnmal, für den Verbleib des Spottbildes ausgesprochen. (mz)
– Quelle: https://www.mz-web.de/28641510 ©2017
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