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Abschiebung und Abschiebehaft von Justin stoppen! Aufenthalt und medizinische Behandlung sichern!

Diese Petition hat 14.761 Unterschriften erreicht


Justin braucht Eure Unterstützung! Unterzeichnet diesen Aufruf, sodass wir die gesammelten Unterschriften noch vor seinem Abschiebetermin weiterleiten können.

Justin sollte vor einigen Tagen umfänglich und unabhängig untersucht werden. Sein gesundheitlicher Zustand ist mehr als bedenklich. Durch eine Abschiebung am gleichen Tag wäre diese wichtige und überlebenswichtige Untersuchung verhindert worden. Durch zunehmenden Druck - auch durch diese Petition - wurden Abschiebehaft und die Abschiebung selbst zunächst ausgesetzt. Doch die Gefahr für Justin besteht weiterhin!

Justin Woachi Patoupe verließ 2010 mit Hilfe seines systemkritischen und politisch aktiven Vaters mit 22 Jahren Kamerun. Er erhielt eine Studienzulassung für Architektur in der Ukraine 2010. Durch seine finanzielle Situation und des Todes seines Vaters musste er das Studium abbrechen und verließ 2012 die Ukraine Richtung Slowakei. Dort stellte er einen Asylantrag und bekam nach einem Jahr eine Arbeitserlaubnis und einen Job.

Da sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte und er keine adäquate Gesundheitsversorgung erhielt, konnte er seinen Job nicht mehr ausüben. So wurde ihm lt. eigenen Aussagen Hepatitis C, Leber- oder Nierenkrebs sowie Wirbelsäulenschäden attestiert. Seine Bewegungsmöglichkeiten, insbesondere der Beine, waren stark einschränkt. Da eine angemessene medizinische Behandlung in der Slowakei nicht möglich gewesen sei, versuchte er nach Frankreich zu gelangen.

An der österreichsich-deutschen Grenze wurde er festgenommen, zu einem Asylantrag gezwungen und in die Erstaufnahme-Einrichtung Eisenhüttenstadt geschickt. Eine notwenige, vollumfängliche medizinische Untersuchung und Behandlung scheint es dort aber nicht oder nur teilweise gegeben zu haben. Nach der Ablehnung seines Asylantrages und einiger abgelehnter Eilanträge (das Hauptverfahren ist noch anhängig) mit Bezug auf Dublin III und der folgenden Abschiebeaufforderung, suchte Justin weiterhin medizinische Hilfe.

Bei der geplanten Abschiebung vom Flughafen Berlin-Tegel nach Kosice (Slowakei) am 24.09. wurde Justin nicht angetroffen. Am 09.10.2014 wurde er am Bahnhof Karlsruhe festgenommen und in Abschiebehaft nach Eisenhüttenstadt überstellt. Laut Beschluss des Amtsgerichtes Karlsruhe sollte er am 21.10. über den Flughafen Leipzig in die Slowakei zurückgeschoben werden.

Das tragische: Am gleichen Tag sollte Justin einer umfänglichen medizinisch Behandlung unterzogen werden. Diese wichtige Untersuchung fiel jetzt auf den gleichen Tag wie die geplante Abschiebung! Durch diese Petition konnte dies zunächst verhindert werden. Die Gefahr der Abschiebung besteht jedoch weiterhin. Die ultimativen Menschenrechte werden ihm so verwehrt. Dabei wird auch nicht berücksichtigt, dass die Lebenssituation insgesamt für Geflüchtete in der Slowakei keinesfalls unproblematisch, sondern durchaus prekär ist, was die folgenden Berichte von Amnesty International und Pro Asyl belegen.

Mehrfach hatte Justin darauf hingewiesen, nicht in die Slowakei zurück und lediglich sein Recht auf Freiheit und eine medizinische Behandlung wahrnehmen zu wollen („Ich hab Angst in der Slowakei zu sterben“). Seit letzten Mittwoch befindet er sich in der psychatrischen Station des Klinikums Frankfurt (Oder) u.a. wegen Suizidgefahr.

Wir, die Unterzeichner_innen, forderten zunächst, dass eine unabhängige und umfängliche medizinische Behandlung erfolgen kann. Zudem sollte vor dem Abschluss des Hauptsachverfahrens sowie der Entscheidung über derzeitig und folgende, eingereichte Rechtsmittel keine Abschiebung stattfinden! Eine Abschiebehaft ist bei Justins gesundheitlichem Zustand unzumutbar. Niemand ist illegal! Abschiebungen und Dublin II + III abschaffen!

Link: Brief an alle von Justin aus der Abschiebehaft

(alle Angaben leider unter Vorbehalt der richtigen Widergabe bzw. Übersetzung)



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