

Ich überlasse euch einen Absatz des Briefes.
Macht euch selbst Gedanken dazu:
,,Furchtlos und treu" ist ein eindrückliches Exempel für die Karriere eines Terminus,
der von Anfang an württembergische Identität auf einen zugkräftigen Begriff bringen sollte. Daß „Furchtlos und treu" alle politischen Umbrüche in Württemberg seit 1817 schadlos überstand, belegt, wie anschlußfähig das semantische Potential dieses Wahlspruchs war:
Es diente sowohl in der konstitutionellen Monarchie wie auch in
den beiden demokratischen Perioden württembergischer Geschichte als Devise, um die sich diejenigen scharen konnten, die ihrem Bekenntnis zu Württemberg Ausdruck verleihen wollten.
Unter dem NS - Regime stand diese Parole nicht mehr hoch im Kurs, weil sie sich nicht als mottohafte Kurzform eines aggressiven Nationalismus mit dezidiert rassistischen Zielen eignete.
Die strukturelle Deutungsoffenheit von
„Furchtlos und treu" läßt sich nach 1945 unter anderem an der Wiederbegründung der
freimaurerischen Bewegung in Stuttgart ablesen.
Die Geschichte von „Furchtlos und treu" belegt eine enorme diskursive Dynamik - die Bewohner Württembergs haben den semantischen Gehalt dieser Parole immer wieder neu akzentuiert und für sich entdeckt."
Grundsätzlich bewerten wir unseren Claim und unser Messaging regelmäßig neu.