Petition updateNeurodivergente für ein AfD -Verbot!Laut sein für Demokratie
Barbara HahnleinEbern, Germany
Feb 14, 2026

Laut sein für die Demokratie – Gerade jetzt!
Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt nicht von Sonntagsreden, nicht von wohlklingenden Programmen und auch nicht allein vom Kreuz auf dem Wahlzettel. Sie lebt von Menschen, die den Mut haben, für sie einzustehen – besonders dann, wenn es unbequem wird.
Mit Blick auf die Landtags- und Kreistagswahlen 2026 stehen wir in einer Phase intensiver politischer Auseinandersetzung. Wahlkampf bedeutet Zuspitzung, Profilierung, manchmal auch Polarisierung. Doch gerade in solchen Zeiten darf eines nicht zur Verhandlungsmasse werden: unser demokratisches Fundament.
Warum wir jetzt laut sein müssen -
Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und demokratiefeindliche Narrative sind keine Randphänomene mehr. Sie versuchen, sich als „normale Meinung“ zu inszenieren, verschieben Grenzen des Sagbaren und stellen Grundwerte infrage: die Würde des Menschen, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Freiheit des Einzelnen.
Wer in politischen Ämtern oder Positionen Verantwortung trägt, steht besonders im Licht der Öffentlichkeit. Ja, klare Worte können Gegenwind erzeugen. Ja, Haltung kann Stimmen kosten. Doch politische Verantwortung bedeutet mehr als strategisches Taktieren – sie bedeutet Schutz der demokratischen Ordnung.
Schweigen aus Angst vor Unbeliebtheit ist keine Neutralität. Es ist ein Risiko.
Demokratie braucht Haltung – auch im Wahlkampf
Wahlkampf darf kein Vorwand sein, Grundwerte zu relativieren oder klare Abgrenzung zu vermeiden. Wer um Mandate wirbt, wirbt um Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nicht durch opportunistisches Wegsehen, sondern durch glaubwürdige Haltung.
Für Demokratie einzustehen heißt:
Menschenwürde konsequent zu verteidigen
Rechtsextremen Ideologien klar zu widersprechen
Solidarität mit Bedrohten und Angegriffenen zu zeigen
demokratische Institutionen und Verfahren zu stärken
Das gilt für Mandatsträgerinnen und Mandatsträger ebenso wie für Kandidierende, Parteimitglieder, zivilgesellschaftliche Akteure – und für jede Bürgerin und jeden Bürger.
Unbeliebt sein ist manchmal der Preis für Integrität
Demokratie ist kein Beliebtheitswettbewerb. Sie ist ein Werteversprechen. Wer politische Verantwortung übernimmt, muss bereit sein, auch dann Position zu beziehen, wenn es Kritik, Shitstorms oder kurzfristige Nachteile bedeutet.
Geschichte zeigt: Demokratien geraten nicht zuerst durch laute Extremisten in Gefahr – sondern durch zu viele, die aus Kalkül oder Bequemlichkeit schweigen.
Haltung zeigt sich nicht, wenn Applaus sicher ist. Haltung zeigt sich, wenn Widerspruch sicher ist.
Warum es gerade jetzt zählt
Die Landtagswahlen 2026 sind mehr als regionale Abstimmungen. Sie sind Gradmesser für den Zustand unserer demokratischen Kultur. Sie entscheiden darüber, wie Parlamente zusammengesetzt sind, wie Gesetze gestaltet werden und wie klar die Grenze zu extremistischen Kräften gezogen wird.
Jetzt ist die Zeit,
demokratische Werte sichtbar zu verteidigen,
klare Linien gegen Rechtsextremismus zu ziehen,
junge Menschen für demokratische Beteiligung zu begeistern,
und zu zeigen, dass politische Verantwortung mehr ist als Machterhalt.
Demokratie braucht Menschen, die laut sind, wenn andere einschüchtern. Die widersprechen, wenn Hass normalisiert wird. Die Haltung zeigen, wenn es leichter wäre zu schweigen.
Unser Auftrag
Laut sein für die Demokratie heißt nicht, andere niederzuschreien. Es heißt, klar, entschlossen und sichtbar für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit einzustehen.
Gerade in Wahlkampfzeiten entscheidet sich, ob wir Demokratie als taktisches Instrument begreifen – oder als unverrückbaren Wert.
2026 ist kein gewöhnliches Wahljahr. Es ist ein Prüfstein für unsere demokratische Reife.
Darum:
Seien wir laut.
Seien wir klar.
Seien wir mutig.
Für die Demokratie. Jetzt.

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