Wir fordern Netflix auf, die Dokumentation "Take Your Pills" aus dem Programm zu streichen

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Wir fordern Netflix auf, diese Dokumentation "Take Your Pills" ins richtige Licht zu rücken oder aus dem Sendeplan zu streichen! Dazu bitten wir, die Organisation "AD(H)S / AD(H)D International", auch unsere  Mitglieder sich an dieser Petition zu beteiligen. Denn wir nehmen keine Drogen, sondern notwendige Medizin als probates Mittel gegen unsere Störung!

"Take Your Pills" ist ein Dokumentarfilm der auf Netflix gezeigt wird. Er versucht den Gebrauch von ADHD/ADHS Medikamenten, wie Adderall oder Ritalin, darzustellen. Jedoch als Stimulanz für nicht Betroffene, wie z.B. Studenten oder im Berufsleben stehende Menschen, die Ihr Leistung steigern wollen.

Es ist nicht zu übersehen, dass die Menschen, die diese Medikamente wirklich benötigen, in dieser Doku kaum Annerkennung finden, da sich der Dokumentarfilm hauptsächlich auf den Missbrauch von Adderall oder Ritalin bei jungen Menschen in der Schule, am Arbeitsplatz und im Sport konzentriert, von denen die meisten diese Medikamente nicht verschrieben bekommen haben. Sofern AD(H)S Erwähnung findet, wird die Störung als Mittel zum Zweck dargestellt um die Substanzen erhalten- und um sich dann darüber glücklich schätzen zu können. Ansonsten streift die Doku nur dann Medikamente, die normalerweise als probate Mittel gegen die Störung verschrieben werden, wenn Negativbeispiele von Interesse erscheinen und gegen den drogenmissbrauch dieser Medikamente ein Argument liefern.

Es gibt viele Menschen, die ADD/ADS und ADHD/ADHS haben, die diese Medikamente wirklich brauchen und die müssen in diesem Dokumentarfilm von Netflix nun zusehen, dass damit der Missbrauch in den Vordergrund gestellt wird und Vorurteile suggeriert werden. Sie müssen zusehen wie Netflix unwissenden Zuschauern zeigt, das diese Medikamente scheinbar überwiegend als Droge missbraucht werden. Und es wird überwiegend darüber berichtet, wie "gesunde Menschen" davon profitieren. Nebenwirkungen nehmen nur einen geringen Platz ein. Das ist erschreckend. Tatsächlich Betroffene fragen sich, wie sie Ihrem Nachbarn, der diese Dokumentation sah, nun noch erklären soll, das man auf die Medikamente angewiesen ist.

Dieser Dokumentarfilm wurde nicht nur schlecht durchdacht, recherchiert und ausgeführt, er stellt auch die Medikamente, die von wirklich Betroffenen benötigt werden falsch dar, als Freizeitdroge. Er ist unempfindlich gegenüber denen, die es brauchen. Denn für diesen Dokumentarfilm wurde kaum Zeit investiert, den Betroffenen Menschen zu folgen und ihre Geschichten zu präsentieren. Insbesondere denen, die durch diese Medikamente ein lebenswertes Leben haben ohne "auf Droge" zu sein.

Wie die meisten verschreibungspflichtigen Medikamente ist Adderall und Ritalin hilfreich für diejenigen, die mit ADD/ADS und ADHD/ADHS diagnostiziert wurden. Medikamente dürfen nicht als Straßendroge für College-Studenten, Sportler und Menschen, die am Arbeitsplatz weiterkommen wollen, missbraucht werden. Es darf aber auch nicht einseitig darüber berichtet werden, nur für solche Zwecke geeignet zu sein.

Zu welchen Schlussfolgerungen sogar Filmrezensoren sich hinreißen lassen, die diese Doku gesehen haben, zeigt das folgende Zitat von der Plattform film-rezensionen.de (Link) von O. A rmknecht:
ZITAT:
"Ritalin ist eines dieser Mittel, die hier eingeworfen werden, als wären es kleine Naschereien für zwischendurch. Bekannt ist es in erster Linie als Medikament, das bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung eingesetzt wird – kurz ADHS. Also jener Erkrankung, an der sich die Geister scheiden, wie oft es sie denn nun wirklich gibt. Bedeutet die rasant steigende Zahl der Fälle, dass die Gesellschaft heute bewusster mit der Störung umgeht, während sie früher einfach ignoriert wurde? Oder handelt es sich vielmehr um ein Modelabel, in das die Kinder der Einfachheit halber eingekleidet werden, um Versagen an der Schule besser erklären zu können und Verantwortung abschieben zu können?"
ZITAT ENDE

Es zeigt eindrucksvoll, wie die Suggestionen im Film auf das Halbwissen Unbetroffener wirken, die u.U. von den gut platzierten Horrorgeschichten der Scientologen im Internet etwas gelernt haben wollen.

Die Organisation AD(H)S / AD(H)D International kämpft gegen solche Ansätze, die die Stigmatisierung von Betroffenen zur Folge haben.

Wir fordern Netflix auf, diese Dokumentation ins richtige Licht zu rücken oder aus dem Sendeplan zu streichen!

siehe https://www.netflix.com/de/title/80117831

Eine Initiative von AD(H)S / AD(H)D International:
http://www.adhs-international.de/netflix-streich



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