Studium Humanmedizin - Wir fordern eine garantierte Übergangsregelung für alle Wartenden!!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Ausgang für die Petition, mit Bitte um Veröffentlichung, ist Forderung des Bundesverfassungsgerichts Karlsruhe über Neuregelung für die Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin vom 19.12.2017.

Wer sind die Betroffenen?

Betroffen sind Studienplatzbewerber im Fach Humanmedizin über die Wartezeitquote. 20 % der Medizinstudienplätze werden jedes Semester über die Wartezeitquote vergeben. Über diese Quote werden Bewerber ausgewählt, die aktuell eine Wartezeit von 15 Semestern vorweisen können. Während dieser Wartezeit ist es den Bewerber nicht gestattet einen Studiengang einer Hochschule bzw. Universität anzutreten, andernfalls wird keine Wartezeit angerechnet.

Worin liegt die Kernproblematik?

Das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe hat festgestellt, das u.a. die Regelung der Wartezeitquote im aktuellen Zulassungsverfahren verfassungswidrig ist, da die Wartezeit von 15 Semestern die Regelstudienzeit von 6 Jahren und 3 Monaten überschreitet. Außerdem schließen Langzeitwartende das Studium häufiger nicht ab oder brauchen zumindest länger. In der Pressemitteilung Nr.112/2017 vom 19. Dezember 2017 des Bundesverfassungsgerichts wird dies deutlich:“ Denn ein zu langes Warten beeinträchtigt erheblich die Erfolgschancen im Studium und damit die Möglichkeit zur Verwirklichung der Berufswahl. Sieht der Gesetzgeber demnach zu einem kleineren Teil auch eine Studierendenauswahl nach Wartezeit vor, ist er von Verfassungswegen gehalten, die Wartedauer auf ein mit Blick auf ihre negativen Folgen noch angemessenes Maß zu begrenzen. Dies gilt ungeachtet dessen, dass die verfassungsrechtlich gebotene Beschränkung der Wartedauer dazu führen mag, dass viele Bewerber am Ende keinen Studienplatz über die Wartezeitquote erhalten können.“

Nun könnte die Wartezeit also durch den Gesetzgeber abgeschafft oder verkürzt werden. Im Raum stand eine Verkürzung der Wartezeit auf 8 Semester. Eine Verkürzung könnte jedoch für Wartende mit beispielsweise 10 Semestern bedeuten, dass sie die Wartezeit deutlich überschreiten. Und sie werden 15 Wartesemester nicht erreichen, da gegen Ende des Jahres 2019 die Neuregelung eintritt. 

Was ist die Forderung?

Die Kultusministerkonferenz muss eine Übergangsregelung für Abiturienten des Jahrgangs 2012 und 2013 in Aussicht stellen und im Staatsvertrag festhalten. Die „Altwarter“ sollten auch wie ihre Vorgänger mit gleicher Wartezeit noch einen Platz erhalten, schließlich haben sie sich seit 5 Jahren auf die Informationen der Stiftung für Hochschulzulassung und bis dato geltendes Recht verlassen. Diese scheinen nach neuer Regelung gegenüber Ihren Wartezeitvorgängern benachteiligt, obwohl sie exakt wie diese dieselben Kriterien erfüllen.

Karriereplan Medizin in Gefahr

Alle im Jahrgang 2012 und 2013 Betroffenen mussten darauf verzichten sich in einer deutschen Hochschule bzw. Universität einzuschreiben, um nicht wartezeitschädlich zu handeln. Nicht selten beginnen sie eine medizinnahe Ausbildung, um möglichst nah am Traumberuf zu arbeiten und die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken. Sie haben die letzten 5 Jahre Lebensplanung nach Altregelung ausgerichtet. Leider gibt es seit Forderung einer Neuregelung des BVG keine Garantie mehr auf einen Studienplatz für diese Jahrgänge.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und mit freundlichen Grüßen 

Markus Kuhlmann, Marc Freier und Phil Pendt.

 

Foto von Alessandra Schellnegger.



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