

Menschenleben retten! - Erlaubnis für betreute Drogenkonsumräume in Sachsen-Anhalt!
Das Anliegen
Liebe alle,
im Jahr 2022 gab es in Deutschland 1.990 Todesfälle durch Drogenkonsum.
Dieser Wert markiert den höchsten Wert der letzten 20 Jahre - und der Trend geht immer weiter nach oben.
Diese Zahl allein sollte uns alle aufhorchen lassen und uns dazu bewegen, die aktuellen drogenpolitischen Strategien unseres Landes zu hinterfragen.
Die Drogenpolitik in Deutschland ist nachweislich gescheitert. Es ist an der Zeit, die Strategie zu ändern und "den Kampf gegen die Drogen" in einen Kampf für und mit Menschen zu wandeln.
Ein Angebot der niedrigschwelligen Drogenhilfe, welches leider viel zu wenig politische Aufmerksamkeit und Zuspruch erhält, sind Drogenkonsumräume.
In aktuell 9 von 16 Bundesländern (davon sind alle - abgesehen von Berlin - im Westen Deutschlands!) sind Drogenkonsumräume bereits erlaubt und etabliert.
Die Entscheidungsmacht, ob das Einrichten eines Drogenkonsumraums in einem Bundesland erlaubt wird, wird durch das bundeseinheitliche Rahmengesetz §10a Betäubungsmittelgesetz an die jeweiligen Landesregierungen übertragen.
Somit hängt die Entscheidung zunächst allein vom politischen Willen der Landesregierung ab.
Doch was ist ein Drogenkonsumraum überhaupt?
Drogenkonsumräume ermöglichen es Konsumierenden, ihre mitgebrachten Drogen unter ärztlicher Aufsicht und unter hygienischen Bedingungen sicher zu konsumieren.
Das Fachpersonal vor Ort überwacht den Konsum und steht für direkte Gespräche, Safer-Use-Beratungen und Notfallmaßnahmen sofort zur Verfügung.
Konsumierende erhalten vor Ort kostenfrei sterile Konsumutensilien wie bspw. Spritzen und Kanülen, welche nach der Benutzung direkt fachgerecht entsorgt werden.
Die Ziele umfassen die Sicherung des Überlebens, die Stabilisierung der Gesundheit und psychosozialen Situation, die Unterstützung eines selbstverantwortlichen und kontrollierten Drogenkonsums sowie die individuelle Herauslösung aus der Drogenszene und individuellen Abhängigkeitsstrukturen.
Zudem sorgt die Verlagerung der Szene von der offenen Straße in die Konsumräume für mehr Sicherheit in den Städten.
Drogenkonsumräume retten Leben!
Zahlreiche (auch internationale) Studien beweisen die positiven Effekte eines Drogenkonsumraums.
Ein Beispiel dafür ist eine Evaluation aus dem Jahr 2009 über 6 Monate, an der 13 Einrichtungen aus 11 Städten teilnahmen - dort wurde festgestellt, dass innerhalb der 6 Monate 124 lebensbedrohliche Drogennotfälle durch das Eingreifen des Fachpersonals in den Konsumräumen sofort behandelt werden konnten.¹ 124 Leben wurden somit gerettet.
Die Forderung von Sozialarbeitenden, Suchtberatenden und Ärzt*innen ist klar:
Wir fordern die Erlaubnisverordnung für Drogenkonsumräume in Sachsen-Anhalt!
Lasst uns nicht vergessen, dass hinter den Zahlen und Statistiken Menschenleben stehen. Menschen, die unsere Unterstützung brauchen und ein Recht auf Gesundheit und Würde haben.
Diese Petition wird der Landesregierung Sachsen-Anhalt vorgelegt mit genannten Forderungen.
Mit Deiner Unterschrift kommen wir der Erlaubnisverordnung einen Schritt näher!
Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die sich die Zeit genommen haben diesen Text zu lesen und zu unterschreiben.
Euer Engagement rettet Menschenleben!
¹ akzept e.V. (2011): Drogenkonsumräume in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme des AK Konsumraum. S. 24. URL: https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2019/10/DKR07web.pdf
Petition geschlossen.
Das Anliegen
Liebe alle,
im Jahr 2022 gab es in Deutschland 1.990 Todesfälle durch Drogenkonsum.
Dieser Wert markiert den höchsten Wert der letzten 20 Jahre - und der Trend geht immer weiter nach oben.
Diese Zahl allein sollte uns alle aufhorchen lassen und uns dazu bewegen, die aktuellen drogenpolitischen Strategien unseres Landes zu hinterfragen.
Die Drogenpolitik in Deutschland ist nachweislich gescheitert. Es ist an der Zeit, die Strategie zu ändern und "den Kampf gegen die Drogen" in einen Kampf für und mit Menschen zu wandeln.
Ein Angebot der niedrigschwelligen Drogenhilfe, welches leider viel zu wenig politische Aufmerksamkeit und Zuspruch erhält, sind Drogenkonsumräume.
In aktuell 9 von 16 Bundesländern (davon sind alle - abgesehen von Berlin - im Westen Deutschlands!) sind Drogenkonsumräume bereits erlaubt und etabliert.
Die Entscheidungsmacht, ob das Einrichten eines Drogenkonsumraums in einem Bundesland erlaubt wird, wird durch das bundeseinheitliche Rahmengesetz §10a Betäubungsmittelgesetz an die jeweiligen Landesregierungen übertragen.
Somit hängt die Entscheidung zunächst allein vom politischen Willen der Landesregierung ab.
Doch was ist ein Drogenkonsumraum überhaupt?
Drogenkonsumräume ermöglichen es Konsumierenden, ihre mitgebrachten Drogen unter ärztlicher Aufsicht und unter hygienischen Bedingungen sicher zu konsumieren.
Das Fachpersonal vor Ort überwacht den Konsum und steht für direkte Gespräche, Safer-Use-Beratungen und Notfallmaßnahmen sofort zur Verfügung.
Konsumierende erhalten vor Ort kostenfrei sterile Konsumutensilien wie bspw. Spritzen und Kanülen, welche nach der Benutzung direkt fachgerecht entsorgt werden.
Die Ziele umfassen die Sicherung des Überlebens, die Stabilisierung der Gesundheit und psychosozialen Situation, die Unterstützung eines selbstverantwortlichen und kontrollierten Drogenkonsums sowie die individuelle Herauslösung aus der Drogenszene und individuellen Abhängigkeitsstrukturen.
Zudem sorgt die Verlagerung der Szene von der offenen Straße in die Konsumräume für mehr Sicherheit in den Städten.
Drogenkonsumräume retten Leben!
Zahlreiche (auch internationale) Studien beweisen die positiven Effekte eines Drogenkonsumraums.
Ein Beispiel dafür ist eine Evaluation aus dem Jahr 2009 über 6 Monate, an der 13 Einrichtungen aus 11 Städten teilnahmen - dort wurde festgestellt, dass innerhalb der 6 Monate 124 lebensbedrohliche Drogennotfälle durch das Eingreifen des Fachpersonals in den Konsumräumen sofort behandelt werden konnten.¹ 124 Leben wurden somit gerettet.
Die Forderung von Sozialarbeitenden, Suchtberatenden und Ärzt*innen ist klar:
Wir fordern die Erlaubnisverordnung für Drogenkonsumräume in Sachsen-Anhalt!
Lasst uns nicht vergessen, dass hinter den Zahlen und Statistiken Menschenleben stehen. Menschen, die unsere Unterstützung brauchen und ein Recht auf Gesundheit und Würde haben.
Diese Petition wird der Landesregierung Sachsen-Anhalt vorgelegt mit genannten Forderungen.
Mit Deiner Unterschrift kommen wir der Erlaubnisverordnung einen Schritt näher!
Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die sich die Zeit genommen haben diesen Text zu lesen und zu unterschreiben.
Euer Engagement rettet Menschenleben!
¹ akzept e.V. (2011): Drogenkonsumräume in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme des AK Konsumraum. S. 24. URL: https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2019/10/DKR07web.pdf
Updates zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 17. Juli 2023 erstellt