Обновление к петицииPRO ERHALT DES RAVENSBURGER KONTAKTLADENS "DIE I N S E L"
Mail an den Geschäftsführer des ehemaligen Trägervereins

Stefan Weinert88212 Ravensburg, Германия

15 нояб. 2016 г.
Lieber Jürgen,
gestern war ich zweimal im Kontaktladen (privat und als Vertreter der DIE LINKE) und bin froh, dich dort beim zweiten Besuch angetroffen zu haben. Vielen Dank für das gute, intensive und informative Gespräch. Anschließend war ich beim Stammtisch der LINKEN in der "Räuberhöhle".
Ich persönlich, aber auch die Partei DIE LINKE, finden es sehr gut und lobenswert, dass die INSEL auch im Jahr 2017 für die Klientel geöffnet bleibt. Das war ja wohl auch das Ergebnis des gestrigen Gespräches mit Frau Raedler, Stefan Goller-Martin und anderen. Relativ optimal (unter den gegebenen Umständen) wäre es, wenn noch ein dritter Tag hinzukäme. Bliebe es nämlich bei stundenweise montags und donnerstags, wäre das versorgungsvakante Wochenende für die Leute viel zu lang. Ich schlage deshalb vor, die INSEL in der Ravensburger Rosmarinstrasse an drei Tagen und zwar montags, mittwochs, freitags von jeweils 11-17 Uhr zu öffnen. Ich lasse daher die Petition (255 Unterschriften) weiterlaufen.
Da der Trägerverein praktisch aufgelöst ist, stellt sich die Frage, wie die ganze Geschichte mit der Aufrechterhaltung der INSEL geschäftlich, juristisch, steuerlich, sozialversicherungstechnisch usw. gehandhabt werden soll. Meiner persönlichen Meinung nach wäre es am unkompliziertesten, wenn Landratsamt, ZFP und Stadt Ravensburg aus ihrem "Sozialarbeiterpool" eine/n (1) Mitarbeiter*in mit jeweils 40 - 50 Prozent für die Betreuung des Kontaktladens freistellen/abstellen, um die Klientel in der Rosmarinstrasse zu betreuen und die administrative Arbeit leisten zu können.
Andernfalls müsste entweder ein Verein [INSEL e.V., INSEL 2.0 e.V. ...], oder wieder eine gGmbH gegründet werden. In beiden Fällen wäre ich mit dabei.
Bei meinen Besuchen vor zwei Wochen und gestern habe ich ja hautnah miterlebt, wie wichtig die Einrichtung INSEL ist. In der Zeitung las ich, dass der Kontaktladen keine Selbstverständlichkeit wäre und daher eine Weiterführung des Angebotes eben nicht zwingend notwendig. Das sehe ich persönlich bereits seit den 1990er Jahren ganz anders. Junkies und andere "verlorene Seelen" sind immer das Spiegelbild unserer "heilen" Gesellschaft.Das gilt auch für die Punker und "Trunkenbolde" am Holzmarkt. Es ist ganz im Gegenteil unsere Pflicht !! dafür zu sorgen, dass diese Leute nicht am Rande der Gesellschaft auch noch in den Abgrund stürzen, sondern weitesgehend ins Leben zurückgeholt werden. - Wo sonst bekommt ein Junkie einen Becher heißen Kaffee für 40 Cent? Wo kann er/sie sich eine mitgebrachte Seele samt Käse und Schinken aufbacken lassen? Wo kann er einen kompetenten Gesprächspartner für das aktuelle Problem finden? Wo darf er einen PC kostenlos benutzen? Wo einfach "verschnaufen"? All das habe ich bei meinen doch relativ recht kurzen Besuchen miterlebt.
Herzliche Grüße von Stefan Weinert
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