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Corona: Kita-Erzieher müssen früher geimpft werden

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Nach der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums sollen Erzieher und Erzieherinnen in Kindertagesstätten erst in Gruppe drei (erhöhte Priorität) gegen eine Corona-Infektion geimpft werden. Dies ist zu spät, diese Berufsgruppe muss deutlich früher durch eine Impfung geschützt werden.

Erzieher sind derzeit die einzige Berufsgruppe in Deutschland, die in ihrem Berufsalltag weder ganztägig Maske tragen noch Abstand zu den Kindern halten können. Beides ist mit einer kindgerechten Betreuung nicht vereinbar und auch im Alltag in den Kindertagesstätten nicht möglich.

Dadurch ist das Personal in den Kitas besonders stark gefährdet. Nach einer aktuellen Untersuchung von AOK und Barmer Krankenkasse ist die Berufsgruppe der Erzieher am häufigsten von Krankschreibungen wegen Covid-19 betroffen, noch vor medizinischen Fachangestellten oder dem Pflegepersonal. Erzieher sind demnach 2,2 mal häufiger coronabedingt erkrankt, als der Durchschnitt der anderen Berufsgruppen. Die Infektion erfolgt in den Einrichtungen oft unbemerkt, weil Kinder keine oder kaum Symptome zeigen und selten getestet werden, wie eine aktuelle Studie der Universität Wien nach Massentests an Kindern zeigt.

In Rheinland-Pfalz sind die Kindertagesstätten weiterhin im "Regelbetrieb bei dringendem Bedarf" geöffnet, ebenso wie auch in einigen anderen Bundesländern. Dies begrüßen wir als Eltern sehr. Die Öffnung der Einrichtungen für Familien aus allen Berufsgruppen ist aus unserer Sicht als Eltern richtig und wichtig, da es uns ohne die Betreuung der Kindergartenkinder nicht möglich ist, unseren beruflichen Verpflichtungen nachzukommen.

Umso wichtiger muss es dann aber sein, die Erzieher als besonders gefährdete Berufsgruppe vorrangig durch eine Impfung zu schützen, und das auch unabhängig davon, ob sie im Regel- oder Notbetrieb arbeiten. Ihre Arbeit ist systemrelevant – und es ist ethisch nicht vertretbar, sie weiterhin unter kindgerechten Bedingungen, also ohne Abstand und ohne Maske, arbeiten zu lassen und ihnen zugleich die Impfung noch monatelang vorzuenthalten

Der Elternausschuss der Kita der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Mainz fordert daher alle Verantwortlichen und politischen Entscheidungsträger dazu auf, die Impfung des Kita-Personals kurzfristig vorzuziehen – und die Berufsgruppe der Erzieher im Impfranking zu priorisieren.



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