Aufhebung des Fütterungsverbotes für Tauben in der LH Hannover

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 2.500.


Vom Friedensboten zum Hassobjekt – Stadttauben brauchen unsere Hilfe

Seltsamerweise registriert kaum jemand, dass jeden Tag unzählige dieser Vögel vor unseren Augen ums Überleben kämpfen.

Niemand stört sich daran, dass sie auf behördliche Anordnung elend verhungern, dass sie wie Ungeziefer von jedem verscheucht und gejagt werden dürfen, geschwächte, abgemagerte Tiere, zum Teil mit grauenhaften Verletzungen und verkrüppelten Beinen, …und alle verzweifelt auf der Suche nach etwas Futter.

Tauben sind keine Wildtiere, ein Fütterungsverbot ist daher Tierquälerei

Wie Hunde und Katzen sind Stadttauben Haustiere oder deren Nachkommen. Sie wurden einst von Menschen gezüchtet, es sind verirrte oder erschöpfte Brieftauben, ausgesetzt, sich selbst überlassen und ohne den Mensch nicht überlebensfähig.

Tauben werden gern als Ungeziefer oder Plage bezeichnet, kämpfen sich meist durch ein viel zu kurzes Leben, das einzig von Angst, Hunger und Schmerzen geprägt ist; denn in den meisten Städten herrscht striktes Fütterungsverbot, eine Maßnahme, die nicht nur äußerst grausam ist sondern auch kontraproduktiv.

Etwa 40 g Futter am Tag benötigt eine ausgewachsene Taube zum Überleben. Viele Stunden sind sie täglich zu Fuß unterwegs, um etwas Nahrung zu finden. Dabei verfangen sich am Boden liegende Schnüre,Fäden, Plastikteile oder Haare an ihren Füßen und verschnüren sich dort, bis die Zehen oder komplette Füße abgestorben sind.

Ein monatelanger und sehr schmerzhafter Leidensweg. Tauben überleben in unseren Städten unter diesen erbärmlichen Lebensbedingungen selten länger als 2 Jahre,  obwohl sie 12 – 15 Jahren natürliche Lebenserwartung hätten.

Artgerechte Nahrung für diese Vögel  besteht nicht aus Essensresten sondern sie sind Körnerfresser. In unseren Innenstädten finden sie nicht einmal einen Bruchteil der benötigten Menge, also fressen sie  hungrig alles, was als Abfall auf den Straßen landet und weil das Meiste davon nicht bekömmlich ist, quittiert das Tier diese nicht artgerechte Nahrung mit dem sogenannten Hungerkot, den es in großen, flüssigen Klecksen absondert. Erhalten Tauben artgerechtes Futter setzen sie Kot in kleinen, festen Häufchen ab.

Entgegen der landläufigen Meinung, greift dieser steinartige Strukturen nicht an (Prüfbericht Techn. Universität Darmstadt, 2004).  Taubenkot ist zwar lästig aber zerstört nicht die Oberflächenstrukturen von Bausubstanzen wie Beton, Sandstein, Klinker, Ziegel oder Nadelholz. Es mutet fast ironisch an, wenn das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hierzu feststellt :

Weitaus gravierender sind die “indirekten Schädigungen” (an den Gebäuden). Aufgeführt werden dann Schäden, die erst durch Taubenabwehr entstehen, “Bohrungen für Taubenstifte, Taubennetze etc.

Der Ornithologe Prof. Dr. Jürgen Nicolai, rechnet totale Fütterungsverbote für Stadttauben sogar den Tötungsmethoden zu. Weil sie Tiere dem langsamen Hungertod ausliefern, stellen sie als Tierquälerei einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, denn : “Durch die Jahrhunderte lange Bindung an den Menschen und seine Städte sind Stadttauben in ihrem Nahrungserwerb völlig auf den Menschen angewiesen”.


In der Stadt findet sich für die hungrigen Vögel so gut wie kein natürliches Futterangebot, schon gar nicht im Winter.  Der angebliche Zusammenhang von hohem Nahrungsangebot und erhöhter Vermehrung, der von den Behörden und Taubenfeinden immer wieder als ein Grund für Fütterungsverbote angegeben wird, gilt einzig für Wildtiere. Diese können ihren Nachwuchs nach Nahrungsangebot steuern. Stadttauben brüten unabhängig von Jahreszeit und Nahrungsangebot. Eher vermehreren sie sich sogar mehr bei Hungerleid durch das Gefühl bedroht zu sein und den Trieb die Art erhalten zu wollen.


Hartnäckig haftet den Tieren auch das falsche Image des “gefährlichen Krankheitsüberträgers” an

Die im Taubenkot nachgewiesenen und oft zitierten Salmonellen-Erreger beispielsweise,  sind rein tierartspezifisch und auf den Menschen so gut wie nicht übertragbar.  Die Einstufung der Taube als “Schädling” (Bundesseuchengesetz 1966) wurde bereits 1989 aufgrund neuer Forschungsergebnisse zurückgenommen.

Nach wie vor versuchen viele Städte die Tiere durch Massentötungen zu reduzieren oder komplett auszurotten. Eine zu Recht oft scharf kritisierte Vorgehensweise.

Die  Tauben werden vergiftet,  abgeschossen, ausgehungert oder zur  “fachgerechten” Tötung (Spritze, Köpfen, Kopfabriss oder Genickbruch)  eingefangen.  Letzteres geschieht mit Netzen oder Käfigen (beispielsweise auf hohen Flachdächern), wo die Tiere mit Futter angelockt werden.  Zurück bleiben verwaiste, hilflose Jungtiere, die verhungern oder erfrieren.

Doch es geht es auch anders ! Wie man tierschutzgerecht handelt und trotzdem den Bestand erfolgreich reduziert, demonstrieren bereits einige Städte, wie Augsburg, Aachen, Witten, Karlsruhe, Stuttgart, Erlangen, Wuppertal oder Esslingen…und die Liste wächst beständig.

Bürger, Kommunen, Tierschutz und Medien arbeiten dort Hand in Hand.

In eigens eingerichteten und von ehrenamtlichen Helfern betreuten Taubenschlägen können die Stadttauben gezielt angesiedelt und deren Vermehrung  kontrolliert  werden.

Wenn Taubenschläge zur Verfügung stehen, ziehen die Vögel dorthin um.  Zusätzlich werden die übrigen Nistplätze unzugänglich gemacht und das Futterangebot an anderen Plätzen reduziert. Durch regelmäßige Fütterung werden die Tauben an diese Standorte gewöhnt und gebunden. Zusätzlich sollte es ein paar öffentliche Fütterungsplätze geben wo artgerecht gefüttert werden darf. So wie in Berlin schon positiv umgesetzt. 

Diese kontrollierte Fütterung bewirkt, dass die Tauben nicht mehr gezwungen sind, in den Innenstädten nach Futter zu suchen und zu betteln, ihr Allgemeinzustand sich deutlich verbessert und Krankheiten seltener auftreten. Tauben, die nun einen Heimatschlag haben, setzen  auch dort ihren Kot ab, der dann von  freiwilligen Betreuern regelmäßig entfernt wird. Auch die tier(schutz)gerechte Populationsverringerung ist durch diese Taubenhäuser möglich. Man tauscht die Taubeneier einfach gegen Gipseier aus. Eine Vorgehensweise, die hoffentlich noch viele Nachahmer findet.


Bitte unterschreiben Sie diese Petition gegen das Fütterungsverbot der Stadttauben, damit immer mehr Tierschützer dem Leid der  Stadttauben eine Stimme verleihen und wir erreichen , dass das Fütterungsverbot abgeschafft wird.

Diese hochintelligenten, sozialen und liebenswerten Tiere hätten es verdient!

 

 

 



Heute: Sabrina verlässt sich auf Sie

Sabrina Geier benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Landeshauptstadt Hannover : Aufhebung des Fütterungsverbotes für Tauben in der LH Hannover”. Jetzt machen Sie Sabrina und 1.591 Unterstützer/innen mit.