Kulturstandort "Schlachthof" in Eisenach erhalten!

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Das Anliegen

Was wäre Eisenach ohne den Schlachthof?

Seit vielen Jahren ist der Schlachthof Eisenach weit mehr als nur ein Veranstaltungsort. Er ist ein Ort der Begegnung, der Musik und der kulturellen Vielfalt. Ob Punk, Rock, Metal, elektronische Musik, alternative Tanzveranstaltungen oder Lesungen – hier findet Kultur statt, die andernorts in der Region kaum noch eine Bühne hat.

Auch die traditionelle Abschlussveranstaltung des Eisenacher Kulturherbstes gehört für viele Kultur- und Musikbegeisterte zu den besonderen Höhepunkten des Jahres.

Doch genau dieser Ort steht vor einer ungewissen Zukunft.

Aufgrund brandschutztechnischer Auflagen mussten bereits mehr als 15 Veranstaltungen bis zum Jahresende abgesagt werden. Damit verschwinden nicht einfach nur ein paar Konzerte aus dem Veranstaltungskalender. Es entsteht eine kulturelle Lücke, die andere Einrichtungen in Eisenach kaum schließen können.

Denn Kultur lebt von Vielfalt. Und gerade die unabhängige, nichtkommerzielle Kulturszene braucht Räume, in denen sie stattfinden und sich entwickeln kann.

Natürlich ist Brandschutz wichtig. Niemand sollte die Sicherheit von Besucher:innen und Mitwirkenden infrage stellen. Aber muss die Konsequenz zwangsläufig sein, dass eine über Jahrzehnte gewachsene Kulturstätte ihre Türen auf unbestimmte Zeit schließen muss?

Es braucht dringend eine gemeinsame, rechtlich tragfähige Übergangslösung, die einen sicheren Veranstaltungsbetrieb zumindest in begrenztem Umfang wieder ermöglicht.

Denn ohne Veranstaltungen fehlen die Einnahmen. Ohne Einnahmen können laufende Verpflichtungen, insbesondere die Miete, nicht mehr erfüllt werden. Und damit droht aus einer vorübergehenden Schließung das endgültige Aus für einen der letzten unabhängigen Veranstaltungsorte dieser Art in der Region.

Die Stadt Eisenach und Oberbürgermeister Christoph Ihling sind deshalb gefragt, gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Bühne Schlachthof Eisenach e. V., den Verantwortlichen und den vielen ehrenamtlich Engagierten nach einer Lösung zu suchen.

Es geht dabei nicht um Sonderrechte oder darum, Sicherheitsvorschriften außer Kraft zu setzen. Es geht um die Frage, ob eine Stadt bereit ist, ihre gewachsene, vielfältige Kulturlandschaft aktiv zu erhalten.

Denn wenn solche Orte erst einmal verschwunden sind, kommen sie selten zurück.

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Janet ReinhardtPetitionsstarterin/Petitionsstarter

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