Keine Doppelbesteuerung von Renten und Gehältern

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Das Anliegen

An den Petitionsausschuss des Bundestages

 

meine Petition betrifft die Doppelbesteuerung von Renten und Gehältern für Menschen, die nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiter einer Berufstätigkeit nachgehen, bei der sie mehr als 70 Tage im Kalenderjahr arbeiten /oder mehr als das Entgelt einer geringfügigen Beschäftigung monatlich verdienen.

Begründung:

·        Die Renten in Deutschland sind im Vergleich zum europäischen Ausland nach Abzug der Stuer eher gering

·        Das Renteneintrittsalter ist im Vergleich zum europäischen Ausland sehr hoch

·        Die Besteuerung der Gehälter ist in Deutschland ebenfalls im Vergleich zu anderen Ländern im obersten Bereich angesiedelt

·        Dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen erfahrene Arbeitskräfte in allen Sektoren

·        Die Situation in vielen Bereichen, besonders in sensiblen wie dem Gesundheitswesen, ist nur noch eingeschränkt möglich, die Versorgung gefährdet und in Teilbereichen nicht mehr gegeben.

·        Die Folgen für die Wirtschaft sind bekannt, es herrscht Mangelversorgung, es drohen Kapazitäten-Abbau und Schließungen, was sich wiederrum negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Steuereinnahmen auswirken dürfte. 

Darum jetzt handeln!

Sollte es eine Verminderung der Steuerlast auf die nach der Berentung geleistete Arbeit geben, werden mehr Arbeitnehmer darüber nachdenken, ihre Lebensarbeitszeit zu verlängern. 

Ältere Menschen sind eine wertvolle Ressource in Industrie, Gesundheitswesen und Dienstleistungsgewerbe. Schon jetzt sind sie aus vielen Bereichen nicht wegzudenken. Erfahrene Ärzte decken im Gesundheitswesen zum Beispiel einen großen Teil der Nacht- und Wochenend-Dienste ab, so dass die ärztlichen Kollegen und Kolleginnen am Tage verfügbar bleiben.

Was jedoch bisher fehlt, ist eine staatliche Gratifikation dieser Sonderleistung älterer Arbeitnehmer*innen, die Industrie, Gesundheitssektor und Gewerbe am Laufen halten. Die steuerliche Berücksichtigung ist eine längst überfällige Gegenleistung des Staates. Ich denke, dass noch viel mehr Menschen über eine Weiterführung ihrer beruflichen Tätigkeit nachdenken würden, wenn sie wüssten, dass ein Teil ihrer Einnahmen unversteuert bleibt. 

Die CDU hat bereits den ersten Schritt getan, indem sie zumindest 2000 € steuerfrei stellen will. Dies reicht jedoch nicht, denn das würde sich vor allem für hochqualifizierte Besserverdienende nicht rentieren. Die SPD ist bisher dagegen, doch wird sie sich nach Ablegen ideologischer Vorannahmen sicherlich diesem pragmatischen und zielführenden Ansatz nicht verwehren. Herr Lindner würde meiner Einschätzung nach ebenfalls zustimmen, denn seine Partei gehört zu denen, die Leistung belohnen möchten. Nicht zuletzt haben die Arbeitnehmer*innen die sozialen Systeme mit ihren Beiträgen und Steuern am Leben gehalten. Eine Wertschätzung ist längst überfällig.

 

Dr. med. Irmela Eckerlin-Wirths

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