

Kein Windpark für Liebenburg/Döhren/Neuenkirchen
Das Anliegen

Aufforderung an den Rat der Gemeinde Liebenburg zur Verweigerung des gemeindlichen
Einvernehmens gemäß § 36 BauGB für den geplanten Windpark im Bereich VR WEN GS 01
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,
wir, die Bürgerinnen und Bürger der Dörfer Döhren, Liebenburg, Neuenkirchen und weiterer betroffener Ortschaften, fordern Sie hiermit auf, das gemeindliche Einvernehmen gemäß § 36 BauGB für den geplanten Windpark im Bereich VR WEN GS 01 zu verweigern. Die Gründe für
unsere Aufforderung sind vielfältig und betreffen sowohl den Schutz unserer Heimat als auch die Gesundheit der Bevölkerung und den Erhalt der Artenvielfalt.
1. Die Region
Unsere Region ist bereits stark mit Windrädern belastet. Sie prägen das Landschaftsbild, dominieren den Horizont und haben unser Dorf sowie die umliegende Natur bereits stark verändert. Weitere Anlagen würden Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen endgültig verunstalten und einen Lebensraum zerstören, der über Generationen gewachsen ist. Für uns ist dieser Ort nicht nur ein Punkt auf einer Landkarte – er ist unser Zuhause.
2. Unzumutbare Beeinträchtigung der Naherholung und des Landschaftsbildes
Die geplante Fläche von 240 ha zwischen Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bewohner der umliegenden Dörfer. Durch sie führen Rad-, Reit- und Wanderwege und sie zeichnet sich durch Ruhe, Natur und landschaftliche Schönheit
aus. Der Bau von bis zu 20 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 250 m würde dieses Gebiet massiv entwerten und die Erholungsfunktion vollständig zerstören.
3. Gesundheit
Wenn die Anlagen bei uns entstehen, wird es eine Reizüberflutung von den blinkenden Lichtern der neuen sowie der schon bestehenden Anlagen in Salzgitter und Beuchte geben. Der Lärm, den die Windräder machen, wird uns nachts keine Ruhe lassen. Schlafstörungen, Stress und
gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein. Wie man schon von vielen anderen Regionen hört, klagen viele der Bewohner über das WT-Syndrom. Zu den Symptomen des WTS gehören u.a. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Übelkeit,
Tinnitus und Reizbarkeit. Zusätzlich entsteht durch die Erosion der Rotorblätter eine Belastung der Umwelt mit Mikroplastik, Glas- und Carbonfasern. Laut Fraunhofer–Institut werden pro Anlage jährlich 5–11 kg Abrieb freigesetzt, der in Böden, Grundwasser und Lebensmittel gelangen kann.
4. Gefährdung streng geschützter Arten
• Rotmilan: Unsere Region ist überregional bekannt für ihr Rotmilanvorkommen. Diese streng geschützte Art ist besonders gefährdet durch Windkraftanlagen, da sie kein Meideverhalten zeigt und ein hohes Schlagopfer-Risiko besteht.
• Kranich: Nachweislich gibt es Kranichrastplätze im Planungsgebiet. Auch der Kranich gilt als windenergie-sensibel.
• Fledermäuse: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Quartier für Fledermäuse, deren Population in Deutschland stark rückläufig ist und besonderen Schutz genießt.
5. Größter Arbeitgeber der Region und dessen Patienten
Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Klinik Dr. Fontheim, ein umfassendes Versorgungszentrum für mentale Gesundheit in unserer Region. Die Klinik bietet medizinische und pflegerische Behandlungen und Therapien für unterschiedliche Schweregrade
psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Gerade diese Patienten sind besonders schutzbedürftig gegenüber Lärm, visuellen Reizen und dauerhafter Unruhe. Ein weiterer Ausbau von Windkraftanlagen in unmittelbarer Umgebung würde die therapeutische Umgebung
erheblich beeinträchtigen und den Heilungsprozess der Betroffenen gefährden. Ruhe, Sicherheit und eine naturnahe Umgebung sind hier kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit.
6. Bundeswehr
Die Region ist ein Übungsraum der Bundeswehr für Tiefflugmanöver. Solche Trainingsflüge werden hier regelmäßig abgehalten. Auch dieser Punkt muss bei der Planung zwingend berücksichtigt werden. Die aktuelle Weltlage erfordert auch eine stark trainierte Bundeswehr.
7. Wertverlust von Immobilien
Studien belegen einen Wertverlust von Immobilien in der Nähe von Windparks zwischen 7 % und 23 %. Dies stellt eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für die betroffenen Bürger dar.
8. Zerstörung des Straßennetzes
Für eine Windkraftanlage benötigt man ca. 1.000 m³ Beton, das bedeutet 11 Fahrten eines 90 m³ LKW sowie ca. rund 15 Schwerlasttransporte für die Einzelteile der Anlage. Das bedeutet: Bei den möglichen 20 Anlagen sind es ca. 600 Fahrten nur für den Beton und ca. 400 Fahrten für Schwerlasttransporte. Darunter werden die Straßen stark leiden.
9. Übermäßige Belastung der Gemeinde
Unsere Gemeinde hat bereits einen erheblichen Beitrag zur Energiewende geleistet. Das vorgegebene Soll für Windkraft und Photovoltaik ist erfüllt. Weitere Anlagen würden eine unverhältnismäßige Belastung darstellen.
Unsere Haltung:
Wir sagen Ja zur Energiewende – aber nicht rücksichtslos. Die Sorgen und Ängste der Landbevölkerung dürfen nicht ignoriert werden. Die Energiewende darf nicht auf ihrem Rücken
umgesetzt werden.
Wir fordern daher:
Den sofortigen Stopp der Planungen der Windkraftanlagen zwischen Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen und somit
- den Schutz unseres Dorfes und unserer Naturräume,
- den Erhalt des Lebensraums für Mensch und Tier,
- den besonderen Schutz des größten Arbeitgebers der Region und seiner Patienten,
- sowie die Berücksichtigung der Nutzung des Gebietes durch die Bundeswehr.
Bitte hören Sie auf die Stimmen der Menschen vor Ort.
Geben Sie unserer Heimat eine Zukunft – lebenswert, ruhig, gesund und naturnah.
1.270
Das Anliegen

Aufforderung an den Rat der Gemeinde Liebenburg zur Verweigerung des gemeindlichen
Einvernehmens gemäß § 36 BauGB für den geplanten Windpark im Bereich VR WEN GS 01
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,
wir, die Bürgerinnen und Bürger der Dörfer Döhren, Liebenburg, Neuenkirchen und weiterer betroffener Ortschaften, fordern Sie hiermit auf, das gemeindliche Einvernehmen gemäß § 36 BauGB für den geplanten Windpark im Bereich VR WEN GS 01 zu verweigern. Die Gründe für
unsere Aufforderung sind vielfältig und betreffen sowohl den Schutz unserer Heimat als auch die Gesundheit der Bevölkerung und den Erhalt der Artenvielfalt.
1. Die Region
Unsere Region ist bereits stark mit Windrädern belastet. Sie prägen das Landschaftsbild, dominieren den Horizont und haben unser Dorf sowie die umliegende Natur bereits stark verändert. Weitere Anlagen würden Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen endgültig verunstalten und einen Lebensraum zerstören, der über Generationen gewachsen ist. Für uns ist dieser Ort nicht nur ein Punkt auf einer Landkarte – er ist unser Zuhause.
2. Unzumutbare Beeinträchtigung der Naherholung und des Landschaftsbildes
Die geplante Fläche von 240 ha zwischen Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bewohner der umliegenden Dörfer. Durch sie führen Rad-, Reit- und Wanderwege und sie zeichnet sich durch Ruhe, Natur und landschaftliche Schönheit
aus. Der Bau von bis zu 20 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 250 m würde dieses Gebiet massiv entwerten und die Erholungsfunktion vollständig zerstören.
3. Gesundheit
Wenn die Anlagen bei uns entstehen, wird es eine Reizüberflutung von den blinkenden Lichtern der neuen sowie der schon bestehenden Anlagen in Salzgitter und Beuchte geben. Der Lärm, den die Windräder machen, wird uns nachts keine Ruhe lassen. Schlafstörungen, Stress und
gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein. Wie man schon von vielen anderen Regionen hört, klagen viele der Bewohner über das WT-Syndrom. Zu den Symptomen des WTS gehören u.a. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Übelkeit,
Tinnitus und Reizbarkeit. Zusätzlich entsteht durch die Erosion der Rotorblätter eine Belastung der Umwelt mit Mikroplastik, Glas- und Carbonfasern. Laut Fraunhofer–Institut werden pro Anlage jährlich 5–11 kg Abrieb freigesetzt, der in Böden, Grundwasser und Lebensmittel gelangen kann.
4. Gefährdung streng geschützter Arten
• Rotmilan: Unsere Region ist überregional bekannt für ihr Rotmilanvorkommen. Diese streng geschützte Art ist besonders gefährdet durch Windkraftanlagen, da sie kein Meideverhalten zeigt und ein hohes Schlagopfer-Risiko besteht.
• Kranich: Nachweislich gibt es Kranichrastplätze im Planungsgebiet. Auch der Kranich gilt als windenergie-sensibel.
• Fledermäuse: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Quartier für Fledermäuse, deren Population in Deutschland stark rückläufig ist und besonderen Schutz genießt.
5. Größter Arbeitgeber der Region und dessen Patienten
Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Klinik Dr. Fontheim, ein umfassendes Versorgungszentrum für mentale Gesundheit in unserer Region. Die Klinik bietet medizinische und pflegerische Behandlungen und Therapien für unterschiedliche Schweregrade
psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Gerade diese Patienten sind besonders schutzbedürftig gegenüber Lärm, visuellen Reizen und dauerhafter Unruhe. Ein weiterer Ausbau von Windkraftanlagen in unmittelbarer Umgebung würde die therapeutische Umgebung
erheblich beeinträchtigen und den Heilungsprozess der Betroffenen gefährden. Ruhe, Sicherheit und eine naturnahe Umgebung sind hier kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit.
6. Bundeswehr
Die Region ist ein Übungsraum der Bundeswehr für Tiefflugmanöver. Solche Trainingsflüge werden hier regelmäßig abgehalten. Auch dieser Punkt muss bei der Planung zwingend berücksichtigt werden. Die aktuelle Weltlage erfordert auch eine stark trainierte Bundeswehr.
7. Wertverlust von Immobilien
Studien belegen einen Wertverlust von Immobilien in der Nähe von Windparks zwischen 7 % und 23 %. Dies stellt eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für die betroffenen Bürger dar.
8. Zerstörung des Straßennetzes
Für eine Windkraftanlage benötigt man ca. 1.000 m³ Beton, das bedeutet 11 Fahrten eines 90 m³ LKW sowie ca. rund 15 Schwerlasttransporte für die Einzelteile der Anlage. Das bedeutet: Bei den möglichen 20 Anlagen sind es ca. 600 Fahrten nur für den Beton und ca. 400 Fahrten für Schwerlasttransporte. Darunter werden die Straßen stark leiden.
9. Übermäßige Belastung der Gemeinde
Unsere Gemeinde hat bereits einen erheblichen Beitrag zur Energiewende geleistet. Das vorgegebene Soll für Windkraft und Photovoltaik ist erfüllt. Weitere Anlagen würden eine unverhältnismäßige Belastung darstellen.
Unsere Haltung:
Wir sagen Ja zur Energiewende – aber nicht rücksichtslos. Die Sorgen und Ängste der Landbevölkerung dürfen nicht ignoriert werden. Die Energiewende darf nicht auf ihrem Rücken
umgesetzt werden.
Wir fordern daher:
Den sofortigen Stopp der Planungen der Windkraftanlagen zwischen Döhren, Liebenburg und Neuenkirchen und somit
- den Schutz unseres Dorfes und unserer Naturräume,
- den Erhalt des Lebensraums für Mensch und Tier,
- den besonderen Schutz des größten Arbeitgebers der Region und seiner Patienten,
- sowie die Berücksichtigung der Nutzung des Gebietes durch die Bundeswehr.
Bitte hören Sie auf die Stimmen der Menschen vor Ort.
Geben Sie unserer Heimat eine Zukunft – lebenswert, ruhig, gesund und naturnah.
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Petition am 12. Januar 2026 erstellt