Kein Rechtspopulismus unter dem Deckmantel der Sprachpflege!

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Wertschätzung der deutschen Sprache? Auf jeden Fall!

Förderung von Sprachbewusstsein und Sprachkompetenz? Unbedingt!!

Aber: Kein Rechtspopulismus unter dem Deckmantel der Sprachpflege!!!

„Die Kinder mit arabischen oder türkischen Wurzeln werden von ihren Eltern nicht zum Lernen angehalten. Aber es sind nicht nur die Eltern, die ihre Kinder vom Lernen abhalten, sondern vor allem die Imame in den Moscheen […]. Das deutsche Bildungsangebot ist ihnen vor allem deshalb entbehrlich, weil es in absehbarer Zeit abgelöst werde von Instanzen des Koran, dem absoluten Leitmedium. Wozu dann Anstrengungen für Minderwertiges?“    (J. Kraus, Sprachnachrichten 78/2018: 5)

„Das Binnen-I oder das Gender-Sternchen und andere orthografische Eingriffe etwa sind unorganisch, nicht zu sprechen und eine wahre Pest. Und zu einem sprachlichen Krebsgeschwür scheint sich die angestrebte Verstümmelung in Richtung der Mehrgeschlechtlichkeit auszuwachsen. [...] so kommt es, dass sich eine ganze Republik von ein paar Dutzend durchgeknallten Geschlechtsneurotikern wie ein Bär am Nasenring durch die Manege ziehen lässt.“   (W. Krämer, Sprachnachrichten 79/2018: 2)

„[EU-Technokraten] einigten sich […] auf das blasse und aseptische Kunstwort Euro. […] Und kaum eine der Blondinen jenseits der Tresen und hinter den Scanner-Kassen lässt es sich nehmen, das „C“ des Wortes „Cent“ akustisch zu einem „S“ umzuformen.“           (G. Goldmann, Sprachnachrichten 80/2018: 31)

Äußerungen wie diese sind leider keine Seltenheit in den „Sprachnachrichten“, dem publizistischen Organ des Vereins Deutsche Sprache (VDS): Das Beharren auf wissenschaftlich nicht haltbaren Glaubenssätzen, Schwarz-weiß-Denken und Propagierung einfacher Lösungen sowie das Szenario einer von außen bedrohten Kultur (Sprachverfall) samt Selbstinszenierung als rettende Instanz prägen einen Verein, der nicht ohne Grund schon 2016 als „Sprach-Pegida“ bezeichnet wurde; vgl.

https://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/sprach-pegida-und-der-dhv/ sowie

https://uebermedien.de/7099/die-pegidahaftigkeit-des-vereins-deutsche-sprache/

Als SprachwissenschaftlerInnen und an Sprache Interessierte rufen wir die UnterstützerInnen des Vereins Deutsche Sprache (VDS) dazu auf,

·  sich in aller Form von der wissenschaftsfeindlichen, unseriösen und sprachnationalistisch geprägten Darstellung sprachlicher Zusammenhänge in den Beiträgen des VDS zu distanzieren,

·  dagegen zu protestieren, dass Andersdenkende, Mehrsprachige oder bildungsferne Schichten unter dem Deckmantel der Sprachpflege diffamiert werden,

· gewissenhaft abzuwägen, ob ihnen die Unterstützung des VDS – in Form von Mitgliedschaft, Spende oder Mitwirkung – wirklich vertretbar erscheint, und diese ggf. zu beenden.

Prof. Dr. Christine Dimroth (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Trudel Meisenburg (Universität Osnabrück)

Dr. Nathalie Nicolay (Universität Osnabrück)

Dr. Karsten Schmidt (Universität Osnabrück)



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