Neuigkeit zur PetitionKein Mandat für das „Forum Lebendiges Seckbach“Kein Mandat und keine neuen Steuermittel für das „Forum Lebendiges Seckbach“
Thomas DeichmannFrankfurt, Deutschland
01.03.2026

Ich bleibe bei meiner Position von Ende 2024 und erweitere Sie zum Abschluss dieses zweiten offenen Briefs ein wenig. Gleichzeitig hoffe ich, dass keine weiteren Steuergelder für den grünen Forumszirkus in unserem lebenswerten Stadtteil verausgabt werden.

Der hessische Wettbewerb „Ab in die Mitte“, auf dessen Profilbild das Forum etwas großspurig, aber werbewirksam das eigene Logo gesetzt hat, hat mit dem „Forum Lebendiges Seckbach“ nichts direkt zu tun. Die Fördergelder sind für bürgerschaftliches Engagement gedacht. Die Forumsgründung im Frühjahr 2024 ging hingegen auf eine parteipolitische Initiative eines Vorstandsmitglieds der Grünen im Frankfurter Osten zurück, zu dessen ersten Aktivitäten zählte, über diesen Wettbewerb Geld einzusammeln. Da es zu diesem Zeitpunkt noch gar kein lebendiges Forum gab, wurden die für 2024 bewilligten 7500 Euro über die „Interessengemeinschaft Seckbacher Vereine“ abgewickelt und einkassiert. Was dann anschließend mit diesem Steuergeld veranstaltet wurde, führte zu meiner Petition „Kein Mandat für das ‚Forum Lebendiges Seckbach‘“, die mittlerweile von rund 600 Personen unterzeichnet worden ist: Seckbach wurde 2024 Zeuge einer monatelangen grünen (Desinformations-) Kampagne mitsamt Straßensperre und Demonstrationszug für das verkehrstechnische Umkrempeln unseres Stadtteils mit dem Ziel einer Einbahnstraßenregelung auf der Wilhelmshöher und der Verlagerung der Verkehre in Nebenstraßen.

Parallel wurde dank „guter“ Kontakte bei den Behörden kräftig Lobby gemacht für diese Lösung und das Engagement des Forums gerne (fälschlicherweise) als die legitime Stimme der Seckbacher Bürgerschaft präsentiert. Die Einbahnstraßen- oder gar Fußgängerzonenlösung wird bis heute immer wieder ins Spiel gebracht, obwohl sich sehr viele Anwohner inklusive vieler, bzw. fast aller Gewerbetreibender eindeutig dagegen ausgesprochen haben. Aber das scheint die Forumsmacher wenig bis gar nicht zu interessieren.

Was wiederum nicht verwunderlich ist, denn aus denselben grünen Kreisen sind in den letzten Jahren immer wieder ähnliche Vorstöße zu beobachten gewesen, die allem Anschein nach vorrangig dem eigenen Weltbild genügen und engen Partikularinteressen dienen. Hier ein paar weitere Beispiele:

  • Neuerdings zu vermelden ist der Wegfall etlicher Parkplätze entlang der Gwinnerstraße im Anschluss der Leonhardsgasse, worüber nicht nur Anwohner, sondern auch Inhaber und Besucher unserer Gaststätten, der Bezirkssportanlage und anderer ansässigen Vereine und der Schrebergärten vor den Kopf gestoßen wurde.
  • Zuletzt wurden wir Zeuge einer absurden Einbahnstraßenaktion am kaum befahrenen Seckbacher Ried, um die kein Normalbürger gebeten, die aber bei vielen Kopfschütteln verursacht hat.
  • Oder man erinnere sich an die farbenprächtige Bepinselung der oberen Kruppstraße für Fahrradfahrer, die, wie auch die oben genannten Aktionen, die Stadt einen Haufen Geld gekostet und wohl vor allem grüne Seelen gestreichelt haben.

Das alles spielt sich übrigens zufälligerweise in ein und derselben Ecke Seckbachs rund um die Gelastraße ab, deren Durchfahrt zur Friesstraße zufälligerweise vor einigen Jahren gesperrt wurde und wo zufälligerweise heute die verkehrsberuhigte Postanschrift des mittlerweile gegründeten Fördervereins des Forums angesiedelt ist, in dessen Vorstand zufälligerweise drei grüne Parteifunktionäre vertreten sind.

Solches Verhalten, das viel mit der stadtbekannten grünen Dauergängelei autofahrender Bürgerinnen und Bürger zu tun zu haben scheint, leistet am Ende nur der Verdrossenheit gegenüber demokratischen Prozessen Vorschub, weil Menschen sich nicht mehr von ihren Volksvertretern ernst genommen fühlen, aber trotzdem die „Zeche“ für deren Abgehobenheit zahlen sollen. Und bei Gegenrede werden sie von Anhängern dieser Kampagnen gerne in die rechtspopulistische bis rechtsextreme Ecke zu stellen versucht – so erging es auch mir nach der Lancierung meiner Petition Ende 2024.

Abschließend ein paar Anmerkungen zur angekündigten und in meinen Augen überflüssigen Programmatik des Forums, sollten die hessischen Fördermittel fließen, was nicht zu hoffen ist:

  • Bäume für Seckbach: Wir leben in einem wunderschönen und an Bäumen reichen Stadtteil. Wer nicht einmal dies zur Kenntnis nimmt, dem scheint jeder Realitätsbezug abhanden gekommen zu sein. Dass viele Seckbacherinnen und Seckbacher die klobigen, grellgelben Baumkübel vor dem schönen, rosenberankten Fachwerkhaus mit Sitzbank für Passanten gegenüber unserer Metzgerei und unseren Apfelweinlokalen als wertvolle Bereicherung der Lebensqualität bezeichnen würden, ist fraglich.
  • Seckbacher Höfe: Eine solche Initiative gibt es in Seckbach seit Jahren, lange bevor es das Forum gab. Warum braucht es eine zweite und warum soll auf einmal Geld kosten, was früher mit nachbarschaftlichem Engagement möglich war?
  • Seckbacher Feste: Davon haben wir glücklicherweise reichlich, zuletzt kam das „Dorftreff“ unserer Metzgerei hinzu. Jeder Mensch ist auf diesen Festen willkommen. Aber auf die Dauerpräsenz steuergeldfinanzierter Kampagnentische des Forums würden womöglich viele gerne verzichten.
  • Treffpunkt Rathaus: Das Rathaus kann seit Jahr und Tag über die Saalbau gemietet werden. Wenn das Forum Ideen zur Belebung hat, dann raus mit der Sprache, für was hier (außer für eigene Veranstaltungen) Geld ausgegeben werden soll.
  • Einkaufen in Seckbach: Sofern es Vorschläge für die Verbesserung gibt, die nicht auf Einbahnstraße oder Fußgängerzone hinauslaufen, dann möge das Forum diese zur Diskussion stellen, statt zuerst wieder Steuermittel einzusammeln, um anschließend Kampagnen für eigene Ziele zu starten. Das hatten wir 2024 schon einmal und brauchen es nicht wieder.

 

Kein Mandat und keine neuen Steuermittel für das „Forum Lebendiges Seckbach“. Unser Stadtteil ist kein Experimentierfeld für grüne Partikularinteressen. Politik steht im Dienste der Allgemeinheit und ist kein Selbstbedienungsladen.

Wenn Sie das auch so sehen, dann unterstützen Sie die Petition „Kein Mandat für das ‚Forum Lebendiges Seckbach‘“. Und denken Sie daran: Augen auf bei der Kommunalwahl am 15. März 2026.

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