Unterstützen Sie bitte die Anerkennung von Aamir Saaed Murad als Flüchtling!

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Wenn Aamir nicht am 3.8.2014 um ca. 9:00 Uhr morgens mit seiner Frau und Kindern aus seinem Heimatdorf Snuny, Irak geflüchtet wäre, wäre er mit großer Sicherheit jetzt tot, grausam ermordet wegen seines Glaubens!

Die Mitglieder der Asylgruppe der Johanneskirchengemeinde Rissen (Hamburg) und der Runde Tisch Blankenese unterstützen diese Petition mit dem Ziel offiziell anerkennen zu lassen, dass Herrn Aamir Saeed Murad aus religiösen Gründen flüchten musste.

Am 3.8.2014 überrannte der IS das von der religiösen Minderheit der Jesiden bewohnte Gebiet um Sindschar, Irak. Im Dorf Kocho wurden 600 Männer enthauptet oder erschossen, tausend Frauen und Kinder wurden versklavt, teilweise sind sie bis heute verschollen. Dorf Kocho

Warum?

Weil die Jesiden, eine der ältesten monotheistischen Religionen, von den örtlichen Mehrheitsreligionen als „unrein“ und „ungläubig“ angesehen werden. Über die Jahrhunderte sind die Jesiden schon vielen Pogromen in der Region ausgesetzt worden.

Wie hat Aamir den 3. August 2014 erlebt?

Er schildert: „In der Nacht hörten wir gegen 02:00 Uhr Schüsse und Mörserexplosionen aus dem Gebiet südlich des Berges Sindschar. Ich rief eine Reihe von Freunde an, die im Süden von Sindschar im Dorf Karzirk lebten. Sie erzählten mir, dass die jesidischen Dörfer im Süden von Sindschar vom DAESH (IS/Daesh) angegriffen werden. Eine unbeschreibliche Angst vor dem Terror ergriff unsere Herzen, Frauen und Kinder schrien und eine allgemeine Verunsicherung machte sich breit. Am Sonntagmorgen, dem 3. August 2014 begaben wir uns angsterfüllt zu Fuß auf die Flucht. Wir flüchteten Hals über Kopf aus unserem Heimatdorf Snuny und haben es seitdem nicht wieder gesehen.“

 

Aamir wusste was auf seine Familie zukam: Er hatte schon auf der Uni in Mosul im April 2007 sein Studium abbrechen und fliehen müssen, als er morgens von Plakaten an den Hauswänden überrascht wurde, die zur „Tötung der ungläubigen Jesiden“ aufforderten. Ein jesidischer Student (Herr Aaziz Khanem Hassan), der nicht aus Mossul flüchtete, wurde von IS/Daesh-Anhängern getötet. Ein Cousin wurde am 13.6.2014 an einem Straßenkontrollpunkt von IS/Daesh-Anhängern ermordet. Sein Personalausweis wies, wie bei allen irakischen Staatsangehörigen (auch heute noch), die Religionszugehörigkeit aus, in diesem Fall als Jeside. Wenige Minuten vor Fluchtbeginn am 3.8.2014 erfuhr Aamir von Freunden via Telefon was sich gerade im vom IS überrannten südlichen Gebiet ereignete: bestialische Tötung von jesidischen Männern und Verschleppung von Frauen und Kindern. Die Gefahr für ihn und seine Familie war somit real und akut, eine Flucht die einzige Alternative.

Die heute noch andauernden Gräueltaten gegenüber den Jesiden im Irak sind vielfältig dokumentiert. So haben die Vereinten Nationen, nicht zuletzt durch das Schicksal von Frau Nadia Murad alarmiert, eine Kommission eingesetzt, um die fortdauernden Verbrechen (UN: „genocide“) an der Jesidischen Bevölkerung im Irak zu erfassen und zu dokumentieren.
UN: Ongoing genocide
Nadia Murad

Das Auswärtige Amt warnt heute noch vor Reisen in den Irak, auch vor Reisen in die Region um Dohuk und Kurdistan, wohin das BAMF Herrn Saeed Murad auffordert auszureisen:

„Vor Reisen nach Irak wird gewarnt. Dies gilt mit Einschränkungen auch für die Region Kurdistan-Irak (Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah/Halabja).“

Auswärtige Amt Warung

Wurde das Recht auf Asyl im Grundgesetz nicht explizit als Reaktion auf die Verfolgung religiöser Minderheiten geschaffen? Hat Deutschland nicht die Genfer Konvention für Flüchtlinge ebenfalls unterschrieben?

Wir bitten um Ihre Hilfe für Herrn Aamir Saaed Murad, der gegen den Negativbescheid des BAMF vor dem Verwaltungsgericht Hamburg  (AZ: 8 A 5999/17) geklagt hat und jetzt seit 2,5 Jahren auf einen positiven Bescheid hofft, während seine Frau und Kinder in einem primitiven Flüchtlingscamp im Nord-Irak zwischen den Fronten der Krieg führenden al-Kaida, IS, PKK, YPG und Peschmerga unwürdigen Bedingungen ausgesetzt sind.

 Aamir könnte in Deutschland schon sehr bald in seinen ehemaligen Beruf in der Gastronomie zurückkehren: Ihre Unterstützung könnte es ermöglichen!

Bitte unterschreiben auch Sie diese Petition!



Heute: Christian verlässt sich auf Sie

Christian Kohler benötigt Ihre Hilfe zur Petition „julia cordt: Unterstützen Sie bitte die Anerkennung von Aamir Saaed Murad als Flüchtling!”. Jetzt machen Sie Christian und 475 Unterstützer/innen mit.