Petition updateLasst Roohi und die wundervolle Familie Uzbek in Leibnitz bleiben !

EINE WUNDERVOLLE FAMILIE IN GEFAHR

Border Crossing Spielfeld
6 Mar 2017
Für alle, die (noch) nicht das Glück hatten Roohi und seine Familie kennenzulernen, hier eine kurze Vorstellung: Die afghanische Familie Uzbek ist, seitdem sie am 25.11.2015 über die Balkanroute nach Österreich geflüchtet war, in der südsteirischen Gemeinde Leibnitz gut aufgenommen worden. Beide Eltern werden von ehrenamtlichen UnterstützerInnen in Deutsch unterrichtet, beide Söhne sind überdurchschnittlich erfolgreiche Schüler. Der ältere Sohn Roohullah (19) war im Iran zuerst als Küchenjunge ausgebeutet worden, später als Koch und besucht nun die HLW-Schrödingergasse in Graz, eine Ausbildung, die seinem Können und seinen Interessen entspricht. Das gutes Halbjahreszeugnis zeugt von seinen Begabungen. Im Vorjahr absolvierte er mit gutem Erfolg die HTL-Übergangsklasse in Leibnitz. Roohullah ist vor allem wegen seines zuvorkommenden und fröhlichen Wesens in seiner Klasse und in seinem Sportclub äußerst beliebt und ein positiver Faktor in jeder Gemeinschaft," so eine Freundin der Familie. "Er hat auch einen Rot-Kreuz-Kurs gemacht und möchte als Freiwilliger beim Roten Kreuz mitarbeiten, sobald sein Aufenthaltsstatus es ihm gestattet. Besonders berührend ist, wie liebevoll und sorgsam er mit seiner Mutter umgeht." Der jüngere Sohn Atahulla (14) besucht das Polytechnikum in Leibnitz, spricht fließend Deutsch und hat ein gutes Halbjahreszeugnis. "Vom Wesen her ist er ruhiger als sein großer Bruder, sehr lerneifrig und ein begabter Deutschlehrer für seine Mutter", schildert Anna Aldrian, die sich seit mehr als einem Jahr in Leibnitz für Schutzsuchende aus Afghanistan, Syrien und dem Irak engagiert. Vater Ahmed hatte in seiner Heimat eine Landwirtschaft mit Schwerpunkt Obstbau- Weinbau-und Gartenbau. "Er ist ein leidenschaftlicher Gärtner und leidet sehr darunter bis jetzt sich nicht darin betätigen zu können", so Aldrian, die in ihrer Freizeit nicht nur Deutsch unterrichtet, sondern mittlerweile auch eine enge Freundschaft mit der Familie pflegt. "Mutter Zubaide ist ein liebevolle, stille Frau, die ausgezeichnet kocht (ein Talent, das ihr großer Sohn geerbt hat) und uns schon oft mit erstklassigen Gerichten überrascht hat." Anna Aldrian hat sich auch intensiv mit der Geschichte und dem Herkunftsgebiet der Uzbeks auseinandergesetzt: "Die uzbekische Volksgruppe in Afghanistan wird von den Taliban besonders grausam verfolgt, weil man diesen Menschen unterstellt, dass sie für einen Anschluss ihres Siedlungsgebietes an Uzbekistan einsetzen würden. Als die Taliban über das Dorf der Familie herfiel und alle Bewohner töteten, bliebe niemand von der Familie des Vater und niemand von der Familie der Mutter am Leben. Die Familie Uzbek war zu diesem Zeitpunkt nicht im Dorf anwesend und flüchtete nach dem Massaker in den Iran. Afghanische Flüchtlinge haben dort aber kein Aufenthaltsrecht und werden als billige Arbeitskräfte ausgenutzt. Dabei besteht immer die Gefahr, dass sie bei Polizeirazzien festgenommen werden und auf unmenschliche Weise zurück nach Afghanistan geschoben werden. Diese Transporte fordern immer wieder Todesopfer. Als die Familie erfuhr, dass eine solche Razzia in ihrer Unterkunft angesetzt war, flohen sie in die Türkei und von dort nach Griechenland und über die Balkanroute nach Österreich."
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