Petition updateBitte holen Sie Familie Bardhoku sofort zurück!Signale der Solidarität
Thomas Nowotny83071 Stephanskirchen, Germany
Aug 13, 2017
Liebe Unterstützer/innen, Mehr als 12 Tage schon sind die drei Kinder der Familie Bardhoku - ebenso wie die schwerkranke Mutter - in einer Situation, die ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen akut gefährdet. Im Bayerischen Rundfunk war dazu heute diese gut recherchierte und engagierte Reportage zu hören: http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/interkulturelles-magazin/kritik-abschiebung-albanien-100.html Hier der O-Ton der Sendung: http://www.br.de/radio/b5-aktuell/programmkalender/ausstrahlung-1155508.html Ich möchte allen danken für ihre Anteilnahme und ihre Solidarität und einige Beispiele dafür vorstellen: Das Foto entstand bei einer nächtlichen Protestaktion u.a. gegen die Behandlung dieser Familie, kurz nach ihrer Abschiebung. Das Gebäude der Zentralen Ausländerbehörde in München wurde als Projektionsfläche für die Menschenrechte genutzt - wohl auch in der Hoffnung, dass sie künftig nicht mehr ganz so unterbelichtet ist. Die Aktivisten schrieben dazu auf Facebook: https://www.facebook.com/nodeportation.nowhere/posts/778526022320511 || Brutale Abschieberealität in Bayern || Am Morgen des 1. August wurde eine Frau mit ihren drei Kindern aus dem Lager in Ingolstadt/Manching abgeholt und direkt nach Albanien abgeschoben. Fassungslos macht dabei das Vorgehen der Behörden: ❗Die Familie wurde auseinandergerissen, der Vater befand sich zu dem Zeitpunkt zufällig nicht im Lager, er blieb allein zurück in Deutschland. ❗Für die Frau liegen Atteste vor, die eine psychische Krankheit und eine Reiseunfähigkeit bescheinigen, diese wurden als "Gefälligkeitsgutachten" abgetan. ❗Sie wurde getrennt von ihren Kindern mit einem Krankentransport (!) zum Flughafen gebracht. ❗Die Frau und der 14-jährige Sohn wurden an Händen und Füßen gefesselt. Die Frau war die gesamte Dauer über gefesselt, ihre Arme sind übersäht mit blauen Flecken. ❗Dies war bereits der 3. gewaltsame Abschiebeversuch für die Familie, die beiden vorangegangenen wurden jeweils von Ärzt*innen im letzten Moment am Flughafen gestoppt. Durch diese Versuche wurden die Mutter und die 2-jährige Tochter schwer traumatisiert und der Rest der Familie stand unter Schock. In Reaktion auf diese brutale Abschiebung wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. August die Zentrale Ausländerbehörde von Oberbayern (ZAB) in München mit Bildern und Filmen belichtet. Eine Projektion mit dem Schriftzug „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ sowie der Musikclip „borders“ der Sängerin M.I.A. die in ihrem Lied auf die aktuelle Situation von Menschen auf der Flucht aufmerksam macht*, zierten kurzfristig die Fassade der Behörde. Die Regierung von Oberbayern entscheidet hinter den Wänden der ZAB täglich über die Leben von Menschen. Entzieht sich allerdings oft der Verantwortung, wenn es um die Verletzung von Menschenrechten durch die zuständigen Institutionen geht. Mit der Kunstaktion letzte Nacht sollten die Akteur*innen des Abschieberegimes Bayern beleuchtet werden. Das ehemalige und aktuelle Gebäude der ZAB wurden symbolisch für alle Institutionen gewählt, die für die rigorose Abschiebepolitk in Deutschland verantwortlich sind oder waren. Das Projektionskollektiv Bunt statt Grau erklärt: „Wir sind wütend. Was ist das für eine Praxis, in der Familien getrennt, minderjährige und kranke Menschen an Händen und Füßen gefesselt werden, um sie gegen ihren Willen mit Polizeigewalt zurück in ihre Herkunftsländer abzuschieben wo sie lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt sind.“ Sie verlangen mehr Verantwortungsbewusstsein von Behörden und Institutionen, die mit asylsuchenden Menschen arbeiten. Mit der Aktion in der Nacht vom dritten August wurden unter anderem Forderungen nach der Rückkehr gewaltsam auseinandergerissenen Familien, einem allgemeinen Abschiebestopp sowie der Anerkennung ärztlicher Atteste gestellt. * Hier ist der Clip an der Wand der ZAB: https://www.dropbox.com/s/gmocjwk7q6h9ioo/NEUE%20ZAB%20MIA%20MENSCHEN.mp4?dl=0 Hier ist der Clip mit Ton: https://www.youtube.com/watch?v=r-Nw7HbaeWY und hier eine kultursensible Übersetzung für die ältere Generation (so Leute wie mich): http://www.spiegel.de/kultur/musik/videoclip-borders-m-i-a-als-fluechtlingshelferin-a-1064967.html Viele Menschen haben mir ihre E-mails an die verantwortlichen Behörden geschickt... und gefragt, was sie noch tun können. Also zum Beispiel... ...Seehofer direkt ansprechen - gar nicht so schwierig: http://www.seehofer-direkt.de/unterwegs/ ...selbst Frau Merkel ist nicht unerreichbar, denn es ist Wahlkampf: https://www.cdu.de/kalender Und aus demselben Grund sind Abgeordnete und Kandidaten in allen Regionen ansprechbar. Der BR-Beitrag und/oder diese Petition sind ein guter Anlass, bei ihnen nachzufragen. Viel Erfolg!
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