Entlassung der saudischen Aktivistinnen: Samar Badawi, Aziza alYousef, Loujan alHathloul

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Mehrere saudische Frauen haben sich für Freiheitsrechte in ihrem Land eingesetzt und wurden deshalb festgenommen nur gut einen Monat vor dem Ende des Frauenfahrverbots in Saudi-Arabien.

Recherchen von Amnesty International und Human Rights Watch zufolge werden mehrere Aktivistinnen und ihre männlichen Mitstreiter in einem Gefängnis nahe der Hafenstadt Dschidda nicht nur gegen ihren Willen und ohne Anklage ihrer Freiheit beraubt, sondern bei Verhören mit Gewalt systematisch drangsaliert und gequält.

Beobachter sehen die Gründe für die Festnahmen in der Sorge Riads vor dem Eindruck, die Proteste der Aktivistinnen hätten zur Aufhebung des Frauenfahrverbots geführt. Nach Angaben von Human Rights Watch werfen die Sicherheitsbehörden den Inhaftierten unter anderem vor, sie hätten „verdächtige Kontakte zu ausländischen Mächten“. Eine Anklageschrift gibt es bisher nicht. Aber die staatlichen Medien haben bereits ein Urteil gefällt: schuldig. In einer regelrechten Diffamierungskampagne werden die Aktivistinnen und Aktivisten als „Verräter“ und „Agenten“ verunglimpft.

Zum Thema fordern wir eine klare Stellung von unseren Politikern und die sofortige Entlassung dieser saudischen Aktivistinnen.