Hape Kerkeling statt Ilse Aigner: Für einen unabhängigen Bundespräsidenten!

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Das Anliegen

Die reißerische Art eines Markus Söder & Co., eine Linksregierung in Berlin zu verhindern, die Linke mit der AfD gleichzusetzen, in der Verfassung verankerte Grundgesetze über den Haufen zu werfen, den Länderfinanzausgleich auszuhebeln (Bayern selbst war 36 Jahre lang Nehmerland), ist inakzeptabel! Die Schwesterparteien CSU und CDU hängen ihr Fähnchen gerne in den Wind: Wo es ihnen passt, als Brüderchen und Schwesterchen aufzutreten, gibt man eitel Sonnenschein vor. Wo einer Schwesterpartei das Gehabe des Geschwisterchens aber nicht in den Kram passt, zeigen sie tunlichst ihre größtmöglichen Unterschiede auf. Das mache ich mir nun auch zunutze:

Diese Schwesterparteien haben selbst genug Dreck am Stecken: Wie viele ehemalige NSDAP-Mitglieder es wohl in der Nachkriegszeit in ihren Reihen gab, die ihre neue Heimstatt als Parteimitglied in der CSU resp. CDU gefunden haben? In Sachsen-Anhalt tat sich ein veritabler Gau auf, da ein CDU-Mitglied entgegen seiner Fraktionsentscheidung, bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Gänze den Saal zu verlassen, diesem Aufruf aus persönlichen Gründen nicht folgen wollte. Die CDU selbst hat Clan-Chef Issa Remmo im Januar 2025 innerhalb einer parlamentarischen Führung mittels Einladungsliste (!) durch das Berliner Abgeordnetenhaus geführt und gibt heute vor, ihn damals „nicht gekannt“ zu haben. Die Erinnerungslücken so mancher Politiker sind heutzutage ja gang und gäbe.

Aber nun so zu tun, als ginge mit einer Linken-Regierung in Berlin erneut das Abendland unter, nachdem es mindestens bereits zweimal dem Untergang geweiht war, ist scheinheilig: einmal, als Klaus Wowereit unter „Rot-Rot“ fast 14 Jahre lang Regierender Bürgermeister von Berlin war, und ein andermal, als Bodo Ramelow zum ersten linken Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt wurde und dies mit kurzer Unterbrechung im Jahre 2020 von 2014 bis 2024 blieb. Und die Erde dreht sich immer noch.

Nun will ein Markus Söder inmitten seines Geschreis gegen links und rechts – womit er die Linke mit der AfD gleichsetzt – eine Ilse Aigner zur Bundespräsidentenkandidatin küren! Wir haben einen exzellenten Gegenkandidaten – sein Name: Hans-Peter Wilhelm Kerkeling. Er ließ zuletzt mit zwei vielbeachteten und durchaus staatstragenden Reden aufhorchen: die eine im Jahr 2024 in der Düsseldorfer Synagoge, als er die Laudatio auf Marie-Agnes Strack-Zimmermann hielt, und die andere erst kürzlich bei einer Landtagsanhörung zu einem AfD-Verbotsverfahren. Er ist politisch neutral und damit ein Bundespräsident, wie man ihn sich nicht besser vorstellen könnte. Sein komödiantisches Talent ist unbestritten und er hat Anhänger quer durch alle Parteien. Alleine hierdurch könnte er auf eine sofortige Wahl im ersten Wahlgang hoffen. Es wird argumentiert, dass diesmal zum ersten Mal eine Frau als Staatsoberhaupt gewählt werden sollte. Ich halte dagegen: Ob nun eine politisch erfahrene, ledige und kinderlose Frau als CSU-Mitglied oder ein politisch neutraler, schwuler Mann – ich halte beide Persönlichkeiten für gleichermaßen progressiv.

Wolodymyr Selenskyi war Schauspieler, Komiker, Regisseur, Fernsehmoderator, Filmproduzent und Drehbuchautor, bevor ihn die herausfordernde Rolle als Präsident der Ukraine regelrecht ereilte. In diesem Amt behauptet er sich bis heute und verteidigt sein Land seit mehr als fünf Jahren höchst erfolgreich gegen die Angriffe und Aggressionen einer militärisch vermeintlichen Weltmacht namens Russland.

Hape Kerkeling bringt nahezu dieselben beruflichen Attribute mit in die Waagschale wie Selenskyi. Er müsste als Bundespräsident – möglichst neutral – nur Reden halten, Hände schütteln und repräsentieren. Und jedes Mal wäre man neugierig, welche verbalen Spitzen er wohl durchblitzen ließe. Ich bin überzeugt, dass er ebenso an seiner Aufgabe wachsen würde wie der Präsident der Ukraine.

Es gilt nun, Ilse Aigner als Kandidatin für das höchste Staatsamt zu verhindern – nicht, um ihr zu schaden (ich halte sie persönlich für sehr sympathisch), sondern um anderen das eigene Schulterklopfen und Sätze wie „Ich würde es MIR [Ilse Aigner als Staatsoberhaupt] von Herzen gönnen“ auszutreiben.

Vielen Dank für Ihre Zeit und, wenn möglich, für Ihre Stimme!

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Bernhard BehrPetitionsstarterin/Petitionsstarter

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