Petition richtet sich an Firma Dubler AG

Schaumküsse müssen nicht rassistisch sein

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Dekolonisiert die Patisserie!!

Hartnäckig hält sich in der Schweiz rassistischer Sprachgebrauch, der direkt aus der Zeit der Kolonisierung stammt. Nur schon das Darauf-Aufmerksammachen, dass gewisse Alltagsgegenstände rassistische Namen tragen - wie ein Dessert, das in zweifacher Ausgabe denselben gewalttätigen Namen trägt, wird belächelt oder trivialisiert.
Diese Abwehrreaktion muss aufhören, wir müssen uns dem annehmen!

Ein Mohrenkopf - aussen schwarz, innen nichts als Schaum.
Das Wort „Mohr“, althochdeutsch "mor" (Bezeichnung für eine Person dunkler Hautfarbe) hat zwei etymologische Ursprünge: einerseits das griechische Wort „moros“, das „töricht“, aber auch „dumm“ bedeutet. Und andererseits das lateinische „maurus“, das für „schwarz“, „dunkel“ und „afrikanisch“ steht.
"Mohr" war also ganz eindeutig von Beginn weg eine rassistische Bezeichnung: dumm und Schwarz. Mit dem Zusatz "Kopf" wird noch eindeutig hervorgehoben, dass es sich um die Bezeichnung eines menschlichen Körperteils handelt. Mohrenkopf ist eine herabwürdigende Bezeichnung für den Kopf einer dunkelhäutigen Person.
Warum wird nun also diese Bezeichnung nach wie vor für ein Dessert benutzt? Warum will die Schweiz ihr Dessert gerne exotisch, sprich rassistisch, kolonialistisch halten?
Vielfach wird argumentiert, die Bezeichnung "Mohrenkopf" hätte ihre ursprüngliche rassistische Bedeutung längst verloren. Aber solange man in der Schweiz noch "wie ne Mohre" schwitzen und stinken kann, ist dies unglaubwürdig: Man weiss, was ein Mohr ist, man weiss, dass "man es nicht sagen sollte".
Also - warum sagt man es dann doch?
Warum besteht die Firma Dubler darauf, das einzige Produkt, das sie herstellt mit einem rassistischen Namen zu versehen? In den Grossverteilern werden nun Schokoküsse oder Schaumküsse verkauft, aber Dubler, der Marktführer, reagiert grundsätzlich nicht auf Kritik, mehrfache Nachfragen bezüglich der rassistischen Namensgebung bleiben seit Jahren unbeantwortet - und Dubler schreibt auf ihrer Homepage unter der Rubrik "Der Name "Mohrenkopf"" lediglich: "Zu diesem Thema existieren diverse Meinungen und Gerüchte" inklusive einem Link zu einer Srf-Radiosendung, in der die beiden (weissen) Moderatoren, den Rassismus des Mohrenkopfs zwar thematisieren, diesen aber dann weglachen und sagen: "Wer Böses denkt, ist selber Schuld."
Als wäre "das Böse" das Erkennen und Benennen des Rassismus, anstatt die rassistische Bezeichnung selbst.
Zusammengefasst lässt sich festhalten: Es gibt KEINEN Grund, ein Stück Patisserie mit einem rassistischen Namen zu bezeichnen.
Deshalb rufen wir die Firma Dubler und alle Bäckereien, sowie alle Verkaufsstellen der Dubler-Produkte dazu auf, ihre süssen Stückchen umzubennen in etwas nicht-rassistisches.

ad hoc Komitee gegen gewalttätige Süssigkeiten

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