Kioumars GolkarGöttingen, Allemagne
30 sept. 2026

DEUTSCH / ENGLISH

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DEUTSCH


Ein Tag hat nur 24 Stunden – und der rechtliche Weg geht weiter

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit einigen Tagen möchte ich dieses Update schreiben, aber immer wieder habe ich es verschoben. Nicht, weil nichts passiert – ganz im Gegenteil. In diesen Tagen nimmt die Fortsetzung des rechtlichen Verfahrens um Elsa und Diana einen großen Teil der Zeit in Anspruch, die mir zur Verfügung steht.

Wir alle haben nur 24 Stunden am Tag. Zeit, die wir zwischen Schlaf, Arbeit, Ausbildung, Einkäufen, alltäglichen Verpflichtungen und ein wenig Erholung aufteilen müssen. In meinem Leben ist zu diesen 24 Stunden noch etwas hinzugekommen: Gerichtsentscheidungen lesen, Unterlagen prüfen, mit Rechtsanwälten in der Ukraine und in Deutschland korrespondieren, Stellungnahmen vorbereiten, Übersetzungen überprüfen und immer wieder darauf achten, dass auf dem rechtlichen Weg zur Rückkehr meiner Töchter kein wichtiger Punkt übersehen wird.

Was ich hier veröffentliche, ist nur ein kleiner Teil dieses Weges. Der tatsächliche Umfang der Korrespondenz und der Unterlagen ist wesentlich größer als das, was ich auf Change.org zeigen kann. Darüber hinaus müssen bestimmte Informationen des Verfahrens zwischen mir, den Rechtsanwälten und den zuständigen Justizbehörden bleiben. Ich möchte nicht, dass durch die Veröffentlichung von Einzelheiten der weitere rechtliche Weg oder die rechtliche Strategie des Verfahrens vorhersehbar wird.

Deshalb werde ich vielleicht künftig, anstatt jedes Mal einen vollständig neuen und langen Text zu verfassen, gelegentlich Auszüge aus meiner tatsächlichen Korrespondenz mit Rechtsanwälten und den zuständigen Stellen mit Ihnen teilen – selbstverständlich erst, nachdem sensible Informationen daraus entfernt wurden. Vielleicht ist dies der beste Weg, um den Menschen, die diesen Fall verfolgen, einen Einblick darin zu geben, wie viel Arbeit hinter meinen gelegentlichen Phasen des Schweigens tatsächlich weitergeht.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei einem Unterstützer dieser Petition bedanken, der mir vor einigen Tagen eine sehr menschliche Nachricht geschrieben hat. Er erzählte mir von seinen eigenen Erfahrungen während einer Trennung und Scheidung und von einer schwierigen Zeit in seinem Leben. Er wünschte mir viel Kraft und schrieb am Ende, dass ich in einem weiteren Update darauf hinweisen solle, falls ich im weiteren Verlauf ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten bekommen sollte.

Diese wenigen Sätze waren für mich mehr als nur das Angebot möglicher Hilfe. Sie haben mich daran erinnert, dass sich auf der anderen Seite dieses Bildschirms echte Menschen befinden – Menschen, die einen Teil ihrer eigenen Erfahrungen, ihrer Zeit und ihres Mitgefühls mit jemandem teilen, dem sie vielleicht noch nie persönlich begegnet sind.

Über finanzielle Dinge zu sprechen, fällt mir nicht leicht. Die Wahrheit ist, dass es mir sogar schwerfällt, diese wenigen Sätze zu schreiben. Das rechtliche Verfahren geht weiter – und damit bestehen auch die damit verbundenen Rechts- und Verfahrenskosten weiterhin.

Gleichzeitig bin ich froh, dass ich durch meine eigene Arbeit und berufliche Tätigkeit meine Töchter und insbesondere Elsa, soweit es mir möglich ist, unterstützen und einen Teil ihrer Bedürfnisse selbst abdecken konnte.

Für mich geht es dabei jedoch nicht nur um Geld. Vater zu sein bedeutet für mich nicht nur, Dinge zu kaufen oder Kosten zu übernehmen. Ein Kind braucht ebenso die Anwesenheit seines Vaters, seine Aufmerksamkeit, den Kontakt zu ihm und seine emotionale Unterstützung.

Und vielleicht ist genau das einer der schmerzhaftesten Teile dieses Weges: Manche Dinge kann man nicht in ein Paket legen und seinem Kind schicken.

Ich möchte in diesem Update keinen bestimmten Betrag nennen. Ebenso möchte ich hier nicht erneut Angaben zu Überweisungsmöglichkeiten oder Bankverbindungen veröffentlichen. Wer diesen Weg bereits länger verfolgt, kann die entsprechenden Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten in meinen früheren Updates finden.

Wenn jemand tatsächlich die Möglichkeit und den Wunsch hat, mich bei der Fortsetzung dieses rechtlichen Weges zu unterstützen, nehme ich diese Hilfe mit großem Respekt und großer Dankbarkeit an.

Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Für mich genügt es, dies einmal ruhig und ohne jede Erwartung auszusprechen.

Aber etwas anderes möchte ich sehr deutlich sagen:

Unterstützung bedeutet für mich nicht nur finanzielle Unterstützung.

Jeder Mensch, der diese Petition unterschrieben hat, der eines meiner Updates bis zum Ende gelesen hat, der es mit jemand anderem geteilt hat, der Elsa und Diana Sicherheit gewünscht hat oder der sich einige Minuten Zeit genommen hat, mir eine ermutigende Nachricht zu schreiben, ist ein Teil dieses Weges geworden.

Für all diese Formen der Unterstützung empfinde ich großen Respekt und tiefe Dankbarkeit.

Hinter jeder Unterschrift auf dieser Seite steht ein wirklicher Mensch. Ein Mensch, der von denselben 24 Stunden, die ihm selbst jeden Tag zur Verfügung stehen, einige Minuten der Geschichte zweier Kinder gewidmet hat.

Das ist für mich keine Kleinigkeit.

Wenn ich manchmal eine Zeit lang nichts auf dieser Seite schreibe, verstehen Sie dieses Schweigen bitte nicht als Zeichen dafür, dass das Verfahren stillsteht.

Manchmal schreibe ich gerade deshalb hier nichts, weil ich an einem anderen Ort für Elsa und Diana schreibe: an eine Rechtsanwältin, an ein Gericht oder an eine zuständige Behörde.

Der rechtliche Weg geht weiter.

Und ich möchte weiterhin alles dafür tun, dass ich eines Tages vor meinen Töchtern stehen kann und – wenn sie mich fragen:

„Papa, gab es noch einen anderen rechtlichen Weg, den du nicht versucht hast?“

ihnen mit ruhigem Gewissen antworten kann:

„Nein. Jeden rechtlich möglichen Weg, den ich finden konnte, habe ich versucht.“

Von Herzen danke ich allen Menschen, die bis heute an der Seite von Elsa und Diana geblieben sind.

Kioumars

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ENGLISH

A Day Has Only 24 Hours — and the Legal Path Continues

Dear supporters,

For several days, I have wanted to write this update, but I kept postponing it. Not because nothing is happening — quite the opposite. These days, continuing the legal proceedings concerning Elsa and Diana takes up a large part of the time available to me.

We all have only 24 hours in a day. Time that has to be divided between sleep, work, education, shopping, everyday responsibilities, and a little rest. In my life, something else has been added to those 24 hours: reading court decisions, reviewing documents, corresponding with lawyers in Ukraine and Germany, preparing explanations and statements, checking translations, and constantly making sure that no important point is overlooked on the legal path toward the return of my daughters.

What I publish here is only a small part of this journey. The actual volume of correspondence and documents is far greater than what I can show on Change.org. In addition, certain information concerning the proceedings must remain between me, the lawyers, and the relevant judicial authorities. I do not want the publication of details to make the next legal steps or the legal strategy of the case predictable.

For this reason, in the future, instead of writing an entirely new and lengthy text every time, I may occasionally share excerpts from my actual correspondence with lawyers and the relevant authorities — of course, only after sensitive information has been removed. Perhaps this is the best way to give those who follow this case an idea of how much work continues behind my occasional periods of silence.

At this point, I would especially like to thank one supporter of this petition who wrote me a deeply human message a few days ago. He shared some of his own experiences during a separation and divorce and spoke about a difficult period in his own life. He wished me strength and wrote at the end that, if I should face serious financial difficulties as this process continues, I should mention it in a future update.

Those few sentences meant more to me than simply an offer of possible help. They reminded me that on the other side of this screen there are real people — people who share a part of their own experiences, their time, and their compassion with someone they may never have met in person.

Talking about financial matters is not easy for me. The truth is that even writing these few sentences is difficult. The legal proceedings are still continuing — and with them, the related legal and court costs also remain.

At the same time, I am grateful that through my own work and professional activity, I have been able, as far as possible, to support my daughters, especially Elsa, and to provide for some of their needs myself.

For me, however, this is not only about money. Being a father does not simply mean buying things or covering expenses. A child also needs the presence of a father, his attention, communication with him, and his emotional support.

And perhaps that is one of the most painful parts of this journey: some things cannot be placed inside a package and sent to your child.

I do not want to name a specific amount in this update. Nor do I want to publish bank details or information about ways to transfer money again. Those who have been following this journey for some time can find the relevant information about ways to offer support in my previous updates.

If someone genuinely has the possibility and the wish to support me in continuing this legal path, I accept that help with great respect and gratitude.

I do not want to say more than that. For me, it is enough to say it once, quietly and without any expectation.

But there is something else I want to make very clear:

Support, to me, does not mean financial support alone.

Every person who has signed this petition, who has read one of my updates to the end, who has shared it with someone else, who has wished Elsa and Diana safety, or who has taken a few minutes to write me an encouraging message has become part of this journey.

I have great respect and deep gratitude for every one of these forms of support.

Behind every signature on this page is a real person. A person who, from the same 24 hours they themselves have each day, has given a few minutes to the story of two children.

That is not a small thing to me.

If there are times when I do not write anything on this page for a while, please do not interpret that silence as a sign that the proceedings have stopped.

Sometimes the reason I am not writing here is precisely because I am writing somewhere else for Elsa and Diana: to a lawyer, to a court, or to a responsible authority.

The legal path continues.

And I want to continue doing everything I can so that one day I can stand before my daughters and, if they ask me:

“Papa, was there another legal path that you did not try?”

I can answer them with a clear conscience:

“No. I tried every lawful path I could find.”

From the bottom of my heart, I thank everyone who has remained by Elsa and Diana’s side until today.

Kioumars

 

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