Drohendes Berufsverbot bei Laseranwendung - NEIN ZUM FACHARZTVORBEHALT (NISV)!

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Tattoo- und Permanent Make-up Entfernung sowie kosmetisch, ästhetische Laser Therapien sollen auch weiterhin von gewerblichen Laseranwendern mit Sachkundeprüfung durchgeführt werden dürfen.


Forderung:

Mit dieser Petition wird gefordert, dass nicht-medizinische/ gewerbliche Lasertherapeuten in ganz Deutschland weiterhin ihrer Arbeit nachgehen und mit Absolvierung einer einheitlichen geplanten Sachkundeprüfung Tätowierungen und Permanent Make-Up sowie ästhetische Anwendungen mittels Laser entfernen dürfen.

Begründung:
Ab dem 01.01.2019 soll ein neues Strahlenschutzgesetz (Artk4 NiSV) in Kraft treten, in dem geregelt wird, dass NUR noch Hautärzte und Fachärzte für Plastische Chirurgie selbst Tätowierungen mittels kosmetischer Lasertherapie entfernen dürfen. Dies gilt auch für andere mit dem Laser durchgeführte kosmetisch/ästhetische Anwendungen. Das Kabinett unserer Bundesregierung hat dem vom
Bundesministerium für Umwelt, Landwirtschaft und nukleare Sicherheit (BMU) überarbeiteten Entwurf bereits im Kabinett Richtung Bundesrat durchgewunken. Das hat massive Folgen für mehrere Märkte.

Folgen für Kunden:

• Jeder einzelne Kunde, der sich aktuell oder in Zukunft ein Tattoo entfernen lassen will oder muss, oder eine kosmetisch/ästhetische Anwendung wünscht wird große Schwierigkeiten haben, überhaupt einen Termin bei einem Laserarzt zu bekommen.
• Kunden sind in Ihrer Entscheidung bei der Wahl ihres Laseranbieters nicht mehr frei.
• Als Gesetzlich-Versicherter wartet man heute schon monatelang auf einen Termin beim Hautarzt. Lukrative kosmetische Laserbehandlungen werden GKV-Untersuchungen und Heilbehandlungen noch mehr verdrängen.
• Die Anzahl der praktizierenden Hautärzte und Plastischen Chirurgen ist in Deutschland sehr begrenzt (ca. 5000), was die effiziente Logistik zu geschätzten 12 Mio. Laserbehandlungen im Jahr quasi unmöglich macht.
• Mit einem Facharztmonopol für die Laser-Tattooentfernung oder eine kosmetisch/ästhetische Anwendung werden Behandlungspreise für viele potenzielle Laserkunden unerschwinglich werden.

Folgen für Studiobetreiber:

• Gewerbliche Laseranwender müssen ihre auf Laser-Tattooentfernung und ästhetische Anwendungen spezialisierten Studios & Praxen bis zum Ende einer Übergangsfrist von 3 Monaten zum 31.03.2019 schließen.
• Teuer angeschaffte und oft geleaste oder über mehrere Jahre finanzierte Lasersysteme verfallen in ihrem Wert und sind unverkäuflich, da Käufermärkte außerhalb der Dermatologie und Plastischen Chirurgie nicht mehr existieren.
• Laufzeit-Mietverträge für Studiostandorte und Praxen können aufgrund fehlender gewerblicher Einnahmen nicht mehr bedient werden. Werden hier nicht rasch Nachmieter gefunden, kommt es zu Mietausfällen.
• Das neue Strahlenschutzgesetz und der darin befindliche Artikel 4 der NiSV, der einen Facharztvorbehalt für gewerbliche Laseranwendungen trägt, kommt einem Berufsverbot gleich, was in Deutschland nach deutschem Recht verfassungswidrig ist.

Folgen für den Laser-Markt:

• Zwei Käufermärkte (Kosmetik & Tattoo) brechen für Laserhersteller- und Vertriebe in Deutschland zusammen.
• Hinzu kommen Einbußen für Zulieferer von Verbrauchmaterialien und Studio- und Praxis Ausstattungen.
• Es besteht die Gefahr, dass Laser-Anwender ihre Standorte ins nahe europäische Ausland (Tschechien, Polen, Österreich, Holland, ff.) verlegen, wie wir es bereits von Zahnarztpraxen und Kosmetischen Praxen kennen, die unter massiven Patiententourismus leiden.

Folgen für den Staat:

• Die Qualität und Quantität der medizinischen Versorgung im Fachbereich Dermatologie und Plastische Chirurgie wird durch das neue Gesetz drastisch verschlechtert.
• Ein Berufsverbot für gewerbliche Laseranwender beinhaltet einen Einbruch der Gewerbesteuer an den jeweiligen Studio-Standorten.
• 2014 bereits repräsentativ nachgefragte 700.000 potenzielle Laserkunden nur zur Tattoo Entfernung (heute sicherlich ein Vielfaches mehr) werden ein spürbares Umsatzloch in den Kassen hinterlassen.
Durch den Wegfall aller gewerblichen Laseranwendungen werden qualifizierte und sichere Arbeitsplätze in momentan noch nicht zu definierender Höhe verloren gehen.

 



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