Direkt versichert - Direkt verarscht!

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„Ich kann für meine Person sagen, dass es eine der schöneren Nächte in meinem Leben war“ Horst Seehofer (CSU), Verhandlungsführer der Union

„Ich habe natürlich schon viele schöne Nächte erlebt“ Ulla Schmidt (SPD), Bundesgesundheitsministerin

Das war im Juli 2003 und beschrieb die Atmosphäre beim Ausarbeiten der damaligen Gesundheitsreform (GMG = Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung).

Was geradezu einer Verhöhnung gleichkommt, angesichts der Tatsache, dass zukünftig ausgerechnet EINE Gruppe zu den großen Verlierern dieser Reform gehören würde - nämlich die Rentner, die als ehemalige Arbeitnehmer über eine durch den Arbeitgeber abgeschlossene "Direktversicherung" für sich und ihre Familien eine zusätzliche Altersvorsorge aufgebaut haben.

Denn beschlossen wurde, dass auf deren "Zusatz- und Betriebsrenten der volle Kassenbeitrag zu entrichten ist".

Und damit sich das auch lohnt, wurde dieses Gesetz nicht nur für Neuverträge gemacht, sondern es wurde im Handstreich auch allen Verträgen, die vor dem Jahr 2003 abgeschlossen wurden, übergestülpt. 

Pacta sunt servanda (lat.; dt. Verträge sind einzuhalten)???
Das galt damals offensichtlich nicht für Frau Schmidt und Herrn Seehofer, obwohl dies "das Prinzip der Vertragstreue im öffentlichen und privaten Recht ist."  Und nicht nur das: "es handelt sich um den wichtigsten Grundsatz des öffentlichen ebenso wie des privaten Vertragsrechts."

Aber wie gesagt, das scherte die Beiden nicht. Also lautete das Ergebnis dieser "heißen" Nacht:
Auch alle DIREKTVERSICHERUNGEN, die zwar über den Arbeitgeber abgeschlossen wurden (übrigens ein von der Politik seinerzeit stark angepriesenes Modell zur eigenverantwortlichen Altersvorsorge), aber von den Arbeitnehmern SELBST, also ohne Zuschuss des Arbeitgebers, bezahlt wurden, wurden auf einmal zu "Betriebsrenten" und NACH Auszahlung des Versicherungsbetrages noch 10 (!!!) Jahre lang mit monatlichen Beiträgen an Kranken- und Pflegeversicherungen belegt.

Was in den meisten Fällen bedeutet: der Arbeitnehmer zahlt 20 bis 25 Jahre monatlich einen festen Betrag in die "Direktversicherung" ein und sobald er die Versicherungssumme erhält - meist kurz vor oder in der Rente - beginnt er noch einmal, 10 (!!) Jahre lang monatlich einen, dann von der Krankenkasse festgelegten, nicht viel niedrigeren Betrag zu bezahlen. Ca. 20% des Auszahlungsbetrages gehen dadurch für den Rentner und seine Familie verloren.
Das ist völlig absurd und muss dringend und sofort geändert werden!

Denn dies ist definitiv eine von der Politik verursachte, d.h. staatlich verordnete Rentenkürzung und damit Bestrafung der Bemühungen von Arbeitnehmern, eigenverantwortlich private Altersvorsorge zu betreiben.

Zusammengefasst: das ist ein Skandal!

Auch weil 
=> zu keiner Zeit weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber über die Risiken & Nebenwirkungen dieser Gesundheitsreform informiert wurden;
=> nur gesetzlich Versicherte bzw. Arbeinehmer/Rentner mit Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze zur Kasse gebeten werden;      
=> sich der Grund für die Reform, nämlich die damals marode Kassenlage der Krankenkassen, mittlerweile erledigt hat;
=> das Vertrauen von mehr als 6 Millionen Betroffener in die Handlungsfähigkeit der Politik dadurch massivst beschädigt wurde und wird.     

Denn Fakt ist: die meisten erfahren von diesem "Coup" der Politik erst dann, wenn die Versicherung nach vielen, vielen Jahren zur Auszahlung kommt und die entsprechende Gesellschaft sie auffordert, ihre Krankenkasse zu benennen. Dann aber ist es für ein Umsteuern natürlich längst zu spät.

Wie immer also die Regierung des neu gewählten 19. Bundestages nach dem 24. September 2017 zusammengesetzt sein wird, mein Appell lautet:


BITTE ÜBERPRÜFEN SIE DIE IM NOVEMBER 2003 GETROFFENE ENTSCHEIDUNG UND BEENDEN SIE SOFORT DIE DOPPELVERBEITRAGUNG VON DIREKTVERSICHERUNGEN! 

6 Millionen schockierte und enttäuschte Geschädigte und deren Familien haben einen Anspruch darauf.


       

 

 

 

 

 



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