Keinen Zusammenschluss der Haupt- und Realschule Lüdinghausen


Keinen Zusammenschluss der Haupt- und Realschule Lüdinghausen
Das Problem
Sekundarschule, nein danke!
Wie ihr wisst, sollten – wenn es nach unseren Politikern geht – ab dem nächsten Schuljahr, die Haupt- und Realschule keine Schüler mehr aufnehmen, da eine Sekundarschule in Lüdinghausen entstehen soll. In vielen Gemeinden (z.B. Velbert, Lünen-Brambauer, Meschede, Senden) wurde jedoch der Prozess zur Neugründung von Sekundarschulen wieder abgebrochen, wie man auch der Presse entnehmen kann.
Die bereits existierenden Sekundarschulen der Nachbarstädte werden politisch als erfolgreich bezeichnet, die Betroffenen (Eltern, Schüler, Lehrer) hat jedoch niemand befragt.
Das heißt in den nächsten fünf Jahren werden die Realschule – eine Schule mit langer Tradition und gutem Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus – und ebenfalls die Hauptschule, schrittweise „beerdigt“. Vor Ort gibt es im Februar vorerst nur die Wahl zwischen zwei Schulformen: Gymnasium oder Sekundarschule (Eliteschule oder „Resteschule“). Dabei haben die Eltern das verbriefte Recht, zwischen dem dreigliedrigen Schulsystem (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) und der Sekundarschule zu wählen.
Was gegen die neue Schulform Sekundarschule spricht, ist, dass für die neue Schulform wenig fest steht:
-Welches pädagogische Konzept?
-Welche Lehrer mit welchen Qualifikationen?
-Können gegebene Versprechen, wie mehr Zeit, mehr Lehrer und mehr Bildung überhaupt gehalten werden?
Und, wie geht es mit den „alten“ Schulen weiter?
-Kann der erfolgreich erprobte Stundentakt von 67 min beibehalten werden? (Realschule)
-Welche Lehrer bleiben? (weniger Lehrerstellen, weniger Vertretung, mehr Unterrichtsausfall?)
-Welche Räume stehen diesen Schulen nach und nach noch zur Verfügung?
-Wird das Lehrerraumprinzip weiterhin realisierbar sein?
Wir möchten auf diesem Wege der Stadt zeigen, dass viele mit ihrer Entscheidung nicht einverstanden sind!
Die Einführung der Sekundarschule würde die Stadt finanziell stark belasten – Geld, das in bereits erfolgreich arbeitenden Schulen sinnvoller investiert ist.
Dazu kommt, dass es ein Bildungsexperiment auf Kosten der jetzigen Kinder und der folgenden Generation ist (z.B. die Sekundarschule in Werne wurde von der Schuldezernentin Elke Kappen als „ein reines Abenteuer“ bezeichnet). Das liegt mitunter an unerreichbaren Zielen. Eine Integration von wenigen wird auf Kosten von vielen gehen, denn es steht kein entsprechend geschultes Lehrpersonal zur Verfügung und eine Klassengröße von weiterhin 30 Schülern (statt versprochenen 25 Schülern!) ist die Regel, so Erfahrungsberichte von bereits existierenden Sekundarschulen.
So wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, so wird es sich auch mit dem Bildungsniveau verhalten.
Das Bildungsniveau sinkt, denn Differenzierungsunterricht wird erst ab Klasse 7 und nur in den Hauptfächern angeboten. Der Mischmasch von Grund- und Erweiterungskursen und differenzierten Leistungsanforderungen, wird die in den vorhandenen Schulen gesicherte Qualität – so auch wieder Erfahrungsberichte – nicht erreichen. In einer zusammengewürfelten Klasse mit der ganzen Bandbreite der Leistungen und Begabungen (vom Förderschüler bis zum leistungsstarken Schüler) ist eine individuelle Förderung nicht möglich.
Sind Schüler an den geschlossenen Ganztag gebunden, gibt es einerseits automatisch weniger Möglichkeiten der individuellen Freizeitgestaltung, was andererseits zur Folge Problematiken in den Vereinen (Vereinssterben) mit sich bringt. Außerdem haben die Schüler weniger Zeit für Familie und Freunde.
Die Städtische Realschule leistet gute Arbeit. Ihre Entlassschüler erlangen fast ausnahmslos Qualifikationen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben oder anschließende Weiterbildung. Für die Realschule gab es bislang immer hohe Anmeldezahlen durch Eltern von Grundschulkindern. Die Hauptschule hat auch aktuell noch ausreichend hohe Anmeldezahlen. Es besteht kein zwingender Grund, das gut funktionierende dreigliedrige Schulsystem in Lüdinghausen aufzugeben.
Eltern, die ihre Kinder an der Realschule oder Hauptschule anmelden wollen, können dies auch unter der derzeitigen Beschlusslage tun. Dafür muss zunächst die Anmeldefrist für die geplante Sekundarschule abgewartet werden. Dadurch wird jedoch leider mit der Angst der Eltern gespielt („Was mache ich, wenn mein Kind nicht mehr in LH angenommen wird und es doch eine Sekundarschule gibt? Kann ich nachmelden oder muss ich mein Kind in eine der umliegenden Realschulen schicken?“) Die neue Schulform braucht für die Eingangsstufe 75 Anmeldungen. Wird diese Zahl durch die anmeldenden Eltern erreicht, werden Haupt- und Realschule zum Bedauern vieler aufgelöst – es liegt also nur noch in der Hand der Eltern der 4. Klässler, über die Zukunft der Schullandschaft in Lüdinghausen zu entscheiden.
Wer glaubt, sein Kind könne in einer der vorhandenen Schulen (Real- und Hauptschule) besser gefördert werden, sollte sich gegen die Anmeldung an der geplanten Sekundarschule entscheiden! Wenn nicht genügend Anmeldungen (75) für die geplante Sekundarschule eingehen, könnte die Realschule und Hauptschule eine neue Jahrgangsstufe 5 bilden und ihre erfolgreiche Arbeit zu mindestens vorläufig fortsetzten.
Danke für Ihre und Eure Unterstützung!
Das SV-Team der Realschule Lüdinghausen
Das Problem
Sekundarschule, nein danke!
Wie ihr wisst, sollten – wenn es nach unseren Politikern geht – ab dem nächsten Schuljahr, die Haupt- und Realschule keine Schüler mehr aufnehmen, da eine Sekundarschule in Lüdinghausen entstehen soll. In vielen Gemeinden (z.B. Velbert, Lünen-Brambauer, Meschede, Senden) wurde jedoch der Prozess zur Neugründung von Sekundarschulen wieder abgebrochen, wie man auch der Presse entnehmen kann.
Die bereits existierenden Sekundarschulen der Nachbarstädte werden politisch als erfolgreich bezeichnet, die Betroffenen (Eltern, Schüler, Lehrer) hat jedoch niemand befragt.
Das heißt in den nächsten fünf Jahren werden die Realschule – eine Schule mit langer Tradition und gutem Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus – und ebenfalls die Hauptschule, schrittweise „beerdigt“. Vor Ort gibt es im Februar vorerst nur die Wahl zwischen zwei Schulformen: Gymnasium oder Sekundarschule (Eliteschule oder „Resteschule“). Dabei haben die Eltern das verbriefte Recht, zwischen dem dreigliedrigen Schulsystem (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) und der Sekundarschule zu wählen.
Was gegen die neue Schulform Sekundarschule spricht, ist, dass für die neue Schulform wenig fest steht:
-Welches pädagogische Konzept?
-Welche Lehrer mit welchen Qualifikationen?
-Können gegebene Versprechen, wie mehr Zeit, mehr Lehrer und mehr Bildung überhaupt gehalten werden?
Und, wie geht es mit den „alten“ Schulen weiter?
-Kann der erfolgreich erprobte Stundentakt von 67 min beibehalten werden? (Realschule)
-Welche Lehrer bleiben? (weniger Lehrerstellen, weniger Vertretung, mehr Unterrichtsausfall?)
-Welche Räume stehen diesen Schulen nach und nach noch zur Verfügung?
-Wird das Lehrerraumprinzip weiterhin realisierbar sein?
Wir möchten auf diesem Wege der Stadt zeigen, dass viele mit ihrer Entscheidung nicht einverstanden sind!
Die Einführung der Sekundarschule würde die Stadt finanziell stark belasten – Geld, das in bereits erfolgreich arbeitenden Schulen sinnvoller investiert ist.
Dazu kommt, dass es ein Bildungsexperiment auf Kosten der jetzigen Kinder und der folgenden Generation ist (z.B. die Sekundarschule in Werne wurde von der Schuldezernentin Elke Kappen als „ein reines Abenteuer“ bezeichnet). Das liegt mitunter an unerreichbaren Zielen. Eine Integration von wenigen wird auf Kosten von vielen gehen, denn es steht kein entsprechend geschultes Lehrpersonal zur Verfügung und eine Klassengröße von weiterhin 30 Schülern (statt versprochenen 25 Schülern!) ist die Regel, so Erfahrungsberichte von bereits existierenden Sekundarschulen.
So wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, so wird es sich auch mit dem Bildungsniveau verhalten.
Das Bildungsniveau sinkt, denn Differenzierungsunterricht wird erst ab Klasse 7 und nur in den Hauptfächern angeboten. Der Mischmasch von Grund- und Erweiterungskursen und differenzierten Leistungsanforderungen, wird die in den vorhandenen Schulen gesicherte Qualität – so auch wieder Erfahrungsberichte – nicht erreichen. In einer zusammengewürfelten Klasse mit der ganzen Bandbreite der Leistungen und Begabungen (vom Förderschüler bis zum leistungsstarken Schüler) ist eine individuelle Förderung nicht möglich.
Sind Schüler an den geschlossenen Ganztag gebunden, gibt es einerseits automatisch weniger Möglichkeiten der individuellen Freizeitgestaltung, was andererseits zur Folge Problematiken in den Vereinen (Vereinssterben) mit sich bringt. Außerdem haben die Schüler weniger Zeit für Familie und Freunde.
Die Städtische Realschule leistet gute Arbeit. Ihre Entlassschüler erlangen fast ausnahmslos Qualifikationen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben oder anschließende Weiterbildung. Für die Realschule gab es bislang immer hohe Anmeldezahlen durch Eltern von Grundschulkindern. Die Hauptschule hat auch aktuell noch ausreichend hohe Anmeldezahlen. Es besteht kein zwingender Grund, das gut funktionierende dreigliedrige Schulsystem in Lüdinghausen aufzugeben.
Eltern, die ihre Kinder an der Realschule oder Hauptschule anmelden wollen, können dies auch unter der derzeitigen Beschlusslage tun. Dafür muss zunächst die Anmeldefrist für die geplante Sekundarschule abgewartet werden. Dadurch wird jedoch leider mit der Angst der Eltern gespielt („Was mache ich, wenn mein Kind nicht mehr in LH angenommen wird und es doch eine Sekundarschule gibt? Kann ich nachmelden oder muss ich mein Kind in eine der umliegenden Realschulen schicken?“) Die neue Schulform braucht für die Eingangsstufe 75 Anmeldungen. Wird diese Zahl durch die anmeldenden Eltern erreicht, werden Haupt- und Realschule zum Bedauern vieler aufgelöst – es liegt also nur noch in der Hand der Eltern der 4. Klässler, über die Zukunft der Schullandschaft in Lüdinghausen zu entscheiden.
Wer glaubt, sein Kind könne in einer der vorhandenen Schulen (Real- und Hauptschule) besser gefördert werden, sollte sich gegen die Anmeldung an der geplanten Sekundarschule entscheiden! Wenn nicht genügend Anmeldungen (75) für die geplante Sekundarschule eingehen, könnte die Realschule und Hauptschule eine neue Jahrgangsstufe 5 bilden und ihre erfolgreiche Arbeit zu mindestens vorläufig fortsetzten.
Danke für Ihre und Eure Unterstützung!
Das SV-Team der Realschule Lüdinghausen
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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 16. Dezember 2014 erstellt