Stoppt den geplanten Kalksteinbruch Hengen der Fa. Schaefer Kalk in der Gemeinde Beselich

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Wir wollen den Kalksteinbruch verhindern, denn sonst entstehen irreparable Schäden an der Natur.

Denn geplant ist ein Kalksteinabbau zur Gewinnung von Kalk in unmittelbarer Nähe eines Landschaftsschutzgebietes, eines ausgewiesenen Wasserschutzgebietes und in geringer Entfernung (max. 750 m) zu verschiedenen Ortschaften. Auf einer Fläche von ca.33ha (entspricht 46 Fußballfelder) sollen etliche Felder, Wiesen und Bäche zerschnitten und verunreinigt werden. In diesem Naherholungsgebiet sollen ein Förderband zum Abtransport des gebrochenen Kalks bis zum Verarbeitungswerk Steeden gebaut werden und dies quer durch Felder, Wiesen und Wälder. Außerdem ist eine zusätzliche LKW-Trasse geplant die ebenfalls durch Ackerflächen, Wiesen und Waldstücke geführt werden soll. Diese soll "vertieft" in die Landschaft gebaut werden! Hier werden dann unmittelbar durch das geplante Steinbruchgelände als auch durch die geplanten Abtransportwege Rückzugsgebiete für Niederwild und für andere Tierarten bzw. Insekten, sowie Rastplätze für Vögel auf dem Vogelzug unwiederbringlich zerstört. Es ist eine Flora und Fauna betroffen die es so kaum mehr gibt und/ oder dessen Bestände sehr bedroht sind. Somit steigt die Gefährdung geschützter bzw. seltener Tierarten wie: Salamanderarten, Kröten/Frösche, Libellen, Rot oder Schwarz Milane, Fasane, Dachse u.v.m. . (https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_92/43/EWG_(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)

Durch mögliche Absenkung des Grundwasserspiegels, auf Grund der Tiefe des Tagebaus bis zu 120m (in vergleichbaren Kalksteinbrüchen der Fa. Schaefer Kalk), folgt die Austrocknung der Böden und gefährdet somit den angrenzenden Wald- und Wiesenbestand und beeinträchtigt die gesamte Umgebung. Desweitern besteht die Gefahr der Verunreinigung des Grundwassers, des Wassermangels in Ortsteilen von Beselich und die Gefahr der Austrocknung des angrenzenden Kerkerbachtals, welches als Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet gilt (https://de.wikipedia.org/wiki/Kerkerbach

Durch die exponierte Lage des geplanten Kalksteinbruchs auf dem Berg "Hengen" (261m) steigen Lärmbelästigungen durch bis zu drei geplanten Sprengungen pro Woche, Brechen der Gesteine und dessen Abtransport mit 60 Tonnern und Förderbändern in einem Umkreis von ca. 5-6 km. Der Abbau erfolgt im Zwei-Schicht-System von 6.00-22.00 Uhr mit dem entsprechenden Lärm und Verkehr. Der Hengen ist aufgrund der besonderen Topographie des Lahntals und dessen Umgebung die höchste Erhebung zwischen Limburg, Hadamar, Runkel und der Gemeinde Beselich und somit für uns alle etwas Besonderes. Durch die geplante Abtragung des Berges würde er uns allen genommen. 

Die erhöhte Feinstaubentwicklung, schädigt die umliegende Natur und durch den meist wehenden Süd-West-Wind wird dieser direkt zum Ort Schupbach der Gemeinde Beselich getragen und könnte dadurch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der dort lebenden Bevölkerung haben. Auch entsteht eine Schädigung des vorhandenen Tourismus in der Region Beselich, welche schon negativ belastet ist durch die große Kreisabfalldeponie Beselich mit Kompostieranlage. Dies hat zur Folge, dass es negative Auswirkungen auf dessen regionale Wirtschaft gibt. Der Verlust von Arbeitsplätzen im Tourismus wie z.B. in der Gastronomie und Hotelbranche, Reiterhöfen etc. oder sogar Schließung dessen sind durchaus denkbar. 

Weiterhin befürchten wir eine Abwanderung gerade von jungen Familien und eine Vergreisung der ländlichen Gegend. Der derzeitige Kinderzuwachs würde sich umkehren und die geschaffenen Arbeitsplätze wegfallen.


Begründung:
Weil es um den Erhalt der Natur geht. Weil Wildtiere auch Rechte haben. Weil es unsere Pflicht ist die Natur vor finanziellen Interessen zu Schützen. Weil es ein einzigartiger Berg ist. Weil es bereits genügend Standorte gibt, die genügend und gutes Material liefern bzw. andere Bereiche gibt die erschlossen werden könnten. Weil es in 45 Jahren, ein halb gefüllter See, nicht wieder gut machen kann, was hier zerstört wurde.

Wer sich bereits an der schriftlichen Petition beteiligt hat, braucht die Online Petition nicht ausfüllen, da doppelte Eintragungen nicht zählen.


Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Beselich, 10.09.17



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