
Eine aktuelle OECD Studie dokumentiert erneut die ökonomische Schräglage in der Situiertheit von Haushalten mit Kindern versus Haushalte ohne Kinder. Der Leiter der Studie Scarpetta: "Die wirtschaftlichen Kosten und die langfristige finanzielle Unsicherheit von Haushalten mit Kindern beeinflusst die Bereitschaft zur Familienplanung massiv". So sank die Zahl der Geburten von 1960 von 3,3 auf 1,5 Geburten pro Frau in 2022. Das hat massive Auswirkungen insbesondere auf das Rentensystem.
Junge akademisch gebildete Frauen (und Männer) erkennen den Zusammenhang von Care-Arbeit und Armutsrisiko sehr genau und sind sehr zurückhaltend in der Familienplanung.
Die Zeitverwendungserhebung 2022 (Quelle Statistisches Bundesamt) hat ferner konstatiert, dass die wöchentliche Arbeitszeit in Haushalten mit Kindern im Mittel 60 Stunden umfasst pro erwachsener Person(Care-Arbeit plus Erwerbsarbeit), während in Haushalten ohne Kinder im Mittel 45 Stunden Arbeitszeit pro erwachsener Person investiert werden (Care-Arbeit plus Erwerbsarbeit).
Wir brauchen endlich eine Gleichstellung von Care-Arbeit und Erwerbsarbeit!!