Wir fordern von der Politik den Missbrauch der Leiharbeit abzustellen!

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Wir fordern von der Politik den Missbrauch der Leiharbeit abzustellen!

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Bernd Krause hat diese Petition an Deutscher Bundestag gestartet.

Problem:
Mit ‪‎Leiharbeit‬ sollen Firmen Auftragsspitzen abfangen - das war ursprünglich die Idee. In Wahrheit sparen ‪Unternehmen damit ‪‎Lohnkosten! In der ‎Leiharbeit‬ sind derzeit über 800.000 Menschen beschäftigt. In den letzten 10 Jahren ist ihre Zahl damit auf das Zweieinhalbfache, in den letzten 20 Jahren auf das Siebenfache angestiegen! Kaum eine Berufsgruppe bleibt mittlerweile von der Leiharbeit verschont, selbst gefragte Fachkräfte wie Krankenschwestern und Altenpfleger müssen sich mittlerweile der systematischen Lohndrückerei aussetzen. Der Verdienst bei gleicher Arbeit ist in der Leiharbeit im Durchschnitt 43% geringer gegenüber direkt Angestellten einer Firma. Jede/r dritte Arbeitslose wird von der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeit vermittelt. In Zahlen: Von den 262000 Arbeitslosen, die von Dezember 2013 bis November 2014 vermitteltet wurden, landeten rund 81000 (31 Prozent) in Leiharbeit! Sowohl bei den Zugängen in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung als auch bei den Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit hat die Zeitarbeit einen hohen Anteil an der Gesamtsumme der Zu- bzw. Abgänge. Hier spiegelt sich die überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterfluktuation der Branche wider. 
Somit wird Leiharbeit seiner eigentlichen Funktion nicht mehr gerecht: Produktionsspitzen auszugleichen. Immer mehr wird Leiharbeit als Kostenersparnis entdeckt - auf dem Rücken der Beschäftigten.

Lösung:
Als bestes Beispiel dient Frankreich: Ab dem allerersten Tag im Entleihbetrieb steht allen Leiharbeitnehmerinnen und –arbeitnehmern der gleiche Lohn zu wie ihren festangestellten Kollegen. Und damit nicht genug. Als Aufwandsentschädigung für die Befristung des Arbeitsverhältnisses müssen die Entleihbetriebe sogar 10 Prozent Aufschlag zahlen. Es lohnt sich der Einsatz von Leiharbeit also nur, um bei Engpässen vorrübergehend über mehr Arbeitskraft zu verfügen. Zur kurzfristigen Senkung von Personalkosten taugt Leiharbeit nicht. Derartiger „Missbrauch“ wird zusätzlich durch eine Begrenzung der Einsatzdauer verhindert. Grundsätzlich gilt eine maximale Verleihfrist von 18 Monaten. 

Für Beschäftigte in Frankreich bedeutet Leiharbeit also zwar immer noch mehr Unsicherheit als eine Festanstellung. Diese wird jedoch nicht noch verschärft durch schlechtere Bezahlung, wie hierzulande. Im Gegenteil, Unternehmen müssen die gewonnene Flexibilität durch eine Art „Prekaritätsprämie“ von 10 Prozent über den jeweiligen Tariflohn abgelten.

Kritiker haben keine Chance: Durch diese Regulierung kam es in Frankreich zu keinen Beschäftigungsrückgang!

Desweiteren wäre es eine WIN-WIN-Situation da ohne diese Lohndrückerei die Leiharbeiter endlich gerecht entlohnt würden, mehr Sozialleistungen in die Kassen gespült würden, weniger Sozialleistungen für Aufstocker geleistet würden und gleichzeitig die Kaufkraft angekurbelt würde - was wiederum steuerliche Mehreinnahmen bedeutet!

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