Aberkennung des Bundesverdienstkreuz von D. Hanitzsch wegen antisemitischer Karikaturen.

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Ein Offener Brief

an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
der Karikaturist Dieter Hanitzsch ist, obwohl er sogar der Kriegsgeneration entstammt, schon in der Vergangenheit mit antisemitisch anmutenden Karikaturen aufgefallen.
Um so verwunderlicher ist es, dass ihm im Jahre 2014 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen wurde.
Man sollte meinen, dass eine derartige Auszeichnung mit einer besonderen moralischen Verpflichtung einhergeht.
In Zeiten, in denen sich schnöder Judenhass unter dem Deckmäntelchen der Israelkritik versteckt, in Zeiten in denen sich jüdische Männer aus Angst vor tätlichen Angriffen nicht mit Kippa auf bundesdeutsche Straßen trauen und jüdische Kinder in der Schule gemobbt werden, nur weil sie Juden sind, ist es besonders wichtig, dass es nicht nur zu Deutschlands Staatsräson gehört, Israels Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch jüdisches Leben in Deutschland zu schützen.
Und besonders wichtig ist es, den Versprechen der Bundesregierung durch Taten Gewicht zu verleihen.
Sehr geehrter Herr Steinmeier, ich kann niemanden zwingen Juden zu mögen, ich will auch niemanden daran hindern, konstruktive Kritik an Israel üben. Mit der Veröffentlichung der antisemitischen Karikatur des Bundesverdienstkreuz-Trägers (!) und „Künstlers“ Dieter Hanitzsch am 15. Mai in der „Süddeutschen Zeitung“ wurden allerdings Grenzen des Erträglichen überschritten.
Ist es möglich, dass sich Israel über die erfolgreiche Teilnahme an einem Musikwettbewerb freuen darf, ohne dass es dämonisiert wird?
Als Lena den ESC gewann, hat ihr Angela Merkel persönlich gratuliert und es war für uns alle selbstverständlich, dass die Regierungschefin ihre Freude über den Sieg im Namen des deutschen Volkes zum Ausdruck brachte.
Gewinnt Israel wirft eine Kommentatorin der „Süddeutschen Zeitung“ dem israelischen Premierminister vor, dass seine Gratulation einem politischen Mißbrauch gleichkäme.
Wissen Sie, es ist diese Art manipulativer, bösartiger Berichterstattung, die Judenhass schürt.
Es sind diese Doppelstandards, die nur auf Israel angewandt werden, die das Bild des Judenstaats aufs Unerträgliche verzerren und es ist für seriösen Journalismus schlichtweg verantwortungslos eine Karikatur abzudrucken, die einen unpolitischen Musikwettbewerb scheinheilig mit einer Kriegserklärung verbindet.
Natürlich tragen die Raketen den obligatorischen Davidstern und der Hinweis „Nächstes Jahr in Jerusalem“ soll das Bild des Kriegstreibers Israel, dass Judenhasser allzu gerne zeichnen, noch verstärken.

Dass diese Karikatur im „Stürmer -Niveau“ im Jahre 2018 in einer deutschen Zeitung veröffentlicht wurde, ist eine Schande.
Eine noch größere Schande wäre es allerdings, wenn einem Karikaturisten, der sein Unrecht weder einsieht, noch dass er sich entschuldigen will, das Bundesverdienstkreuz nicht aberkannt wird.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wir fordern Sie hiermit auf, das Ansehen Deutschlands in der Welt nicht damit zu beschmutzen, dass Judenhass in unserem Land nicht nur geduldet, sondern sogar honoriert wird.

Wir bitten Sie inständig, Juden in Deutschland vor Häme und Hass zu schützen.
Auch Juden sehen in Deutschland ihre Heimat und es kann und darf nicht sein, dass sie antisemitischen Angriffen schutzlos ausgesetzt sind!

Herr Bundespräsident, es reicht nicht aus die toten Juden staatsmännisch zu betrauern!
Jetzt und hier geht es um die lebenden Juden und die brauchen einen Bundespräsidenten, der sich klar und deutlich gegen Judenhass positioniert und durch konsequentes Handeln zeigt, dass es ihm ernst ist.
Erkennen Sie Dieter Hanitzsch das Bundesverdienstkreuz erster Klasse ab!


Beste Grüße und Shalom,

Malca Goldstein-Wolf

 



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