Massentierhaltung stoppen, artgerechte Tierhaltung per Gesetz, stopp dem Billigfleischwahn

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Der Umbau der Nutztierhaltung muss jetzt beginnen!


Weltweit werden rund 320 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr produziert. In Deutschland allein, werden pro Jahr rund 750 Millionen Tiere geschlachtet. Diese Mengen erfordern auch einen industrialisierten Prozess bei der Haltung und Schlachtung. Dadurch spielt das Tier als Lebewesen keine Rolle mehr, sondern ist nur noch ein Konsumprodukt mit Kosten und Margen. Es ist ein Umgang, der sich seit Jahrzenten in die falsche Richtung entwickelt.
Mit dieser Petition möchten wir auf die vielfältigen und gravierenden Probleme aufmerksam machen, die mit der Massentierhaltung verbunden sind und ein Umdenken einleiten!
Zentrale Probleme und Herausforderungen sind:

1. Die Marktkonzentration von wenigen Schlachtbetrieben:

Durch das stetige Wachstum des Fleischkonsums werden immer mehr Großbetriebe gefördert und Kleinbetriebe haben kaum noch eine Chance sich auf dem Markt zu behaupten. Mittlerweile fallen 50 % des Schlachtwerts auf nur drei Großkonzerne: Tönnies, Vion und Westfleisch.

2. Der Anbau von Futtermitteln:

Die wachsende Fleischproduktion erfordert auch die entsprechende Menge an Futtermitteln für die Masttiere. Heute werden bereits 70% unserer Felder nur für den Anbau von Soja, Mais und Weizen genutzt, um damit das Mastviehs zu füttern. Diese Felder fehlen in der Landwirtschaft für andere Lebensmittel.

3. Der Einfluss auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen

Die Unmengen an Gülle, die von den Masttieren produziert wird, verwenden die Bauern zur Düngung ihrer Felder. Dadurch gelangt mehr Nitrat in die Böden, als von den Pflanzen aufgenommen werden kann und landet schließlich in unserem Grundwasser. Außerdem gelangen über die Gülle der Tiere auch Reste von Tierarzneimitteln (Antibiotika, Hormone) in die Umwelt, weil die Tiere sie nicht komplett abbauen können. Sie belasten dann vor allem Böden und Oberflächengewässer. Daneben führen auch die massenhaften Tiertransporte zu steigenden CO2 Emission. Dies alles hat massive Folgen für die Gesundheit und die Umwelt der Menschen.

4. Export von Fleisch aus Massentierhaltung

Die Großkonzerne produzieren mittlerweile so viel Billigfleisch, dass sie Schweinefleisch in andere Länder exportieren. Dadurch bringen sie die Märkte dieser Länder ins Ungleichgewicht und sorgen in Deutschland gleichzeitig dafür, dass immer mehr kleinbäuerlichen Betriebe vom Markt verschwinden. Diese Konzerne haben ihre Produktionskosten auf so einem Minimum heruntergefahren, das sogar viele Firmen der Nachbarländer ihr Nutzvieh zum Schlachten nach Deutschland fahren. Trotzdem werden gerade die Großkonzerne und deren Export, weiter vom Staat bezuschusst, um die wirtschaftliche Leistung zu sichern und anzukurbeln.

5. Arbeitsbedingungen der Angestellten in Schlachthöfen 

Viele ArbeiterInnen in den deutschen Schlachthöfen kommen aus dem Ausland, vor allem aus Osteuropa. Meistens werden sie über Werkverträge bei Subunternehmen zu Dumpinglöhnen angestellt. Dadurch können sie sich weder organisieren, noch für ihre Rechte eintreten, ohne die fristlose Kündigung befürchten zu müssen. Bei ihrer Arbeit müssen sie die Tiere oft im Akkord schlachten, wodurch es häufig zu nicht tiergerechten Schlachtungen kommt.

6. Das Quälen von Lebewesen
Durch diese Fehlentwicklungen und massenhafte Herstellung von Fleisch, kommt es auf allen Lebensstationen der Tiere zu qualvollen Prozessen. Bei der Haltung haben sie zu wenig Platz und Auslauf und befinden sich oft in ihren eigenen Exkrementen. Bei dem Transport werden sie oft verletzt und bekommen nicht genug Wasser. Bei der Schlachtung passieren aufgrund der Akkordarbeit Fehler, wodurch Tiere noch lebendig geschlachtet werden.
Aufgrund dieser Probleme fordern wir ein Umdenken und zwar sofort! Wir brauchen umgehend eine Trendumkehr in der Agrarpolitik! Wir wollen Taten sehen, wir brauchen Veränderungen und zwar Jetzt!

Wir fordern deshalb:
1. Massentierhaltung stoppen!
Das bedeutet eine artgerechte Tierhaltung per Gesetz; den Billigfleischwahn zu stoppen; bessere Kontrolle der Industrialisierung der Fleischmittel Industrie, Fleischexporte stoppen, Tierleid stoppen!

2. Kleinbäuerliche Betriebe stärken!
Da heißt insbesondere die Tierhaltung in kleineren Einheiten und ökologischen, deutschen Kleinbetrieben wieder stärker zu fördern und zu unterstützen!

3.Fleischkonsum reduzieren !
Wir müssen unseren Fleischkonsum drastisch senken und sofort damit aufhören Billigfleisch zu kaufen und dürfen die Großkonzerne nicht unterstützen. So kommen wir schneller zu einer artgerechten Haltung zurück und fördern unsere Umwelt und unsere Gesundheit! Wir müssen andere Aufklären, wir müssen zusammenrücken und zusammenarbeiten, dann können wir was bewegen!

4. Eine Überarbeitung der „Nutztierhaltungsstrategie“!
Die vom Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegte "Nutztierhaltungsstrategie" enthält zwar viele richtige Ansatzpunkte, geht aber nicht weit genug, um die oben aufgeführten Probleme richtig anzugehen. In Sachen Finanzierung, Zeitplan und Verbindlichkeit ist sie bisher viel zu vage und unpräzise. Die Einführung eines rein freiwilligen Tierwohl-Labels ist völlig unzureichend und es sind klare gesetzliche Regelungen notwendig. Nur durch eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte können sich Verbraucher*innen bewusst für mehr Tierwohl und Umweltschutz entscheiden.
In dem Papier fehlt bisher auch der Entwurf eines Modells einer zukunftsfähigen Tierhaltung in Deutschland. Die Umweltprobleme, die die Tierhaltung verursacht, oder die Problematiken der gegenwärtigen Haltungsbedingungen werden zwar aufgezeigt, jedoch ohne Lösungsansätze. Und wir werden dafür auch keine Lösung finden, wenn nicht ein Umdenken gegenüber der Billig-Fleisch-Produktion eingeleitet wird.
Zum Umbau der Tierhaltung gehören deutliche Verbesserungen in den Ställen und das mehr Tiere auf den Weiden gehalten werden. Darüber hinaus aber vor allem eine Reduzierung des Tierbestandes und des Konsums tierischer Lebensmittel insgesamt. Dieser Zusammenhang wird vom BMEL im Strategiepapier zu wenig angesprochen!


Wir wollen dem unendlichen, qualvollen Leid der Tiere nicht mehr zusehen müssen! Helft mir diese Petition zu verbreiten, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen!

Vielen Dank Cosima Schilling

 



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