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Größerer Etat für tierversuchsfreie Forschung, zukünfitges Verbot von Tierversuchen und beschleunigte Anerkennung neu entwickelter Verfahren

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In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilungsgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten »Tiermodellen«, d.h. künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen.
Menschen und verschiedene Tierarten verstoffwechseln Substanzen ganz unterschiedlich. Auf Ergebnisse aus Tierversuchen ist daher kein Verlass.

Beispiele von Medikamenten, die wegen schwerer unerwünschter Wirkungen vom Markt genommen werden mussten. Alle waren in ausgiebigen Tierversuchen für sicher befunden worden.

Avandia®
Diabetesmedikament
erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko

Lipobay®
Cholesterinsenker
Muskelzerstörung, Todesfälle

Vioxx®
Rheumamittel
Herzinfarkte, Schlaganfälle, Todesfälle

Trasylol®
Herzmittel
Nierenversagen

Acomplia®
Schlankmacher
psychische Störungen, Selbstmord

Die zahllosen, wegen schwerer, oft sogar tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommenen Medikamente sprechen eine deutliche Sprache. Lipobay, Vioxx, Trasylol
und Acomplia sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Allein in Deutschland gehen Hochrechnungen zufolge 58.000 Todesfälle pro Jahr auf das Konto von Arzneimittelnebenwirkungen.

Noch wichtiger!!!

Vermutlich weiß niemand, wie viele sinnvolle Medikamente nie auf den Markt gelangen, weil sie aufgrund von irreführenden Tierversuchen vorzeitig aussortiert werden.

Viele segensreiche Arzneien wie Aspirin, Ibuprofen, Insulin, Penicillin oder Phenobarbital wären uns vorenthalten geblieben, hätte man sich schon in früheren Zeiten auf den Tierversuch verlassen. Diese Stoffe rufen nämlich bei bestimmten Tierarten aufgrund unterschiedlicher Stoffwechselvorgänge gravierende Schädigungen hervor. Sie wären bei der heutigen Vorgehensweise der Wirkstofffindung durchgefallen.

Die Pharmaindustrie gibt vor, Tierversuche zum Wohle des Menschen durchzuführen, um neue Medikamente zu erforschen. Tatsächlich verfolgen die allermeisten, insbesondere die forschenden Pharmaunternehmen, eine ausschließlich gewinnorientierte Firmenpolitik.

Tierversuche werden in diesem Fall instrumentallisiert, um die Konsumenten in Sicherheit zu wiegen und als Absicherung benutzt, falls mit einem Produkt etwas schief geht.

Das die Entstehung von Krankheiten maßgeblich durch unsere Lebensweise beeinflusst wird, wurde durch Bevölkerungsstudien aufgedeckt. (Die China Study stellt z. B. einen kausalen Zusammenhang zwischen Ernährung und den uns bekannten Volkskrankheiten her)

Da die meisten menschlichen Krankheiten somit bei Tieren nicht vorkommen, werden die Symptome auf künstliche Weise in sogenannten “Tiermodellen“ nachgeahmt.

Ein Beispiel:

Affen, Ratten oder Mäusen wird ein Nervengift in das Gehirn injiziert wird, um Hirnzellen zu zerstören, um wiederum damit Symptome von Parkinson hervorzurufen. Beim Menschen wird Parkinson übrigens auf den Mangel von Dopamin (Botenstoff im Gehirn) zurückgeführt.

Durch solche Forschungsmethoden erhält man allenfalls durch Zufall ein wirksames Medikament und wenn, dann nur eines, dass Symptome lindert.

Es gibt noch viele weitere Beispiele, wie Hunde, Ratten, Mäuse, Katzen, Affen etc. auf grausame Art und Weise manipuliert werden, um ein menschliches Krankheitsbild zu entwickeln. Genau aus diesem Grund ist die Aussicht auf Heilung durch ein Medikament aus einer Tierversuchsreihe beinah utopisch.

Regelmäßig kündigt die tierexperimentelle Forschung jedoch trotzdem einen Durchbruch bei allen möglichen Krankheiten an. Im Tierversuch hätte sich diese oder jene Behandlungsmethode im Kampf gegen Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Krebs, Arterienverkalkung usw. als erfolgreich erwiesen. Doch die Hoffnungen der betroffenen Patienten werden so gut wie immer enttäuscht. Von den gefeierten Wundermitteln hört man nie wieder etwas.

Tierversuchsfreie Forschungsmethoden
In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde eine solche Fülle neuer tierversuchsfreier Verfahren entwickelt, dass eine umfassende Darstellung sehr mühselig ist. In diesem Artikel finden sich ein paar Beispiele, die einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der Forschung an schmerzfreier Materie gibt. https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tierversuchsfreie-forschung/110-forschung-ohne-tierleid

Nicht nur bloßer Ersatz

Tierversuchsfreie Forschung wird oft als Alternative beschrieben. Der Ausdruck “Alternative“ impliziert jedoch, dass ein Tierversuch durch etwas anderes ersetzt wird. Tatsächlich sind tierversuchsfreie Methoden aber nicht nur ein bloßer Ersatz, sondern sie stellen einen Fortschritt gegenüber Tierversuchen dar.

Zahlreiche Beispiele liefern den Beleg dafür, dass der Tierversuch nicht nur ethisch, sondern auch wissenschaftlich eine Sackgasse ist. Tierversuchsfreie Verfahren bieten eine Reihe unschlagbarer Vorteile. Würde man einen Rollentausch vollziehen und von Tierversuchen verlangen, dass sie sich an der tierversuchsfreien Methode messen müssen, würde kein Tierversuch es in behördliche Vorschriften schaffen. Wie Vergleichsstudien immer wieder gezeigt haben, liefern Tierversuche im Gegensatz zur entsprechenden tierversuchsfreien Methoden keine wiederholbaren Ergebnisse und würden somit nicht die Kriterien für eine behördliche Anerkennung erfüllen.

Welche Bedeutung haben In-vitro-Systeme im Vergleich zum Tierversuch?

Wissenschaftlich gut ausgearbeitete In-vitro-Systeme haben gegenüber Tierversuchen
eine Reihe von unschlagbaren Vorteilen.

Zuverlässigkeit:
Studien mit Zell- und Gewebekulturen bringen gut reproduzierbare und eindeutige
Ergebnisse, weil ausschnitthaft ein ganz spezieller Einfluss oder eine spezielle Veränderung untersucht werden können, während im Tierversuch üblicherweise der Gesamtvorgang, z.B. einer Vergiftung oder einer Schädigung, beurteilt wird. Dies gilt vor allem bei In-vitro-Studien mit Humanmaterial, weil die Verarbeitung (Metabolismus) einer Substanz zwischen Tier und Mensch sehr unterschiedlich sein kann.

Empfindlichkeit:
In-vitro-Systeme reagieren zum Teil wesentlich empfindlicher auf toxische
Einflüsse als das lebende Tier.

Kosten:
Studien mit Zellkulturen sind, wenn sie einmal etabliert sind, deutlich billiger als Tierversuche.

Dauer:
Studien mit In-vitro-Systemen bringen Ergebnisse im Verlauf von Stunden, während
tierexperimentelle Studien Wochen, Monate oder gar Jahre dauern können.

Anzahl:
Mit In-vitro-Systemen lässt sich z.B. bei toxikologischen Studien eine große Anzahl von
Pharmaka oder Chemikalien parallel untersuchen, während mit tierexperimentellen Systemen
die Möglichkeiten zahlenmäßig begrenzt sind.


Kostenvergleich

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über typische Kosten (in Euro) einzelner toxikologischer Tierversuche und der entsprechenden In-vitro-Methode.

Augenreizung
1.400 Tierversuch
750 In-vitro-Methode

Hautkorrosivität (Hautätzung)
1.400 Tierversuch
115 – 650 In-vitro-Methode

Hautreizung unter Lichteinfluss (Phototoxizität)
7.850 Tierversuch
1.000 In-vitro-Methode

Schädigung des Erbguts (Mutation)
23.900 Tierversuch
15.900 In-vitro-Methode

Schädigung des Erbguts (Schwesterchromatidaustausch)
17.500 Tierversuch
6.400 In-vitro-Methode

Schädigung des Erbguts (ungeplante DNS-Synthese)
25.500 Tierversuch
8.800 In-vitro-Methode

Pyrogentest (fieberauslösende Substanzen)
315 Tierversuch
85 In-vitro-Methode

Doch ein wirklicher Paradigmenwechsel lässt auf sich warten. Noch immer gilt der Tierversuch als der “Goldstandard“ in der Forschung, noch immer werden Tierversuchsprojekte mit Milliarden bezuschusst, während die moderne, tierversuchsfreie Forschung ein Schattendasein führt.

Almosen? Sauerei!!

Ungefragt und ob wir wollen oder nicht, subventionieren wir alle Tierversuche mit unseren Steuergeldern. Wie viele öffentliche Gelder von Bund, Ländern und der EU tatsächlich in die tierexperimentelle Forschung fließen, weiß niemand genau. Statistiken darüber gibt es nicht. Allein für die Baukosten einzelner neuer Tierlabors werden zweistellige Millionenbeträge ausgegeben.

Der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die in großem Maße Tierversuche im Hochschulbereich finanziert, steht jährlich ein Etat von rund 2,8 Milliarden Euro größtenteils aus der Staatskasse zur Verfügung. Demgegenüber muten die jährlich rund 4 Millionen Euro staatliche Unterstützung für die tierversuchsfreie Forschung wie ein Almosen an.

Unterstützt moderne Medizin und Forschung ohne Tierversuche!

Unterschreibt diese Petition und teilt sie mit euren Freunden und Familie!!!

Was ihr sonst noch tun könnt??

Informieren, um argumentieren zu können

Verbreiten, um das Bewusstsein zu schaffen

Mitglied oder Fördermitglied von Ärzte gegen Tierversuche e.V. werden

Bei Kampagnen von www.aerzte-gegen-tierversuche.de mitmachen

Leser-, Hörer- und Zuschauerbriefe schreiben

 

Quellen:

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/woran_soll_man_testen.pdf

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tierversuchsfreie-forschung/110-forschung-ohne-tierleid



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