Mehr Menschen in die Pflege!

Das Problem

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,

als Mitglieder der AG Pflegenotstand der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Euskirchen vertreten wir ambulante und stationäre Einrichtungen und Dienste der Gesundheits-, Alten- und Krankenpflege.

Wir sehen in den Einrichtungen und Diensten die zunehmende Not von Pflegenden und Pflegebedürftigen. Wir erleben seit Jahren die stetige Verschlechterung der Rahmenbedingungen in der Pflege; dazu greifen mehr und mehr die demografischen Aspekte. Deswegen melden wir uns mit dieser Erklärung öffentlich zu Wort.

Trotzdem gilt es festzuhalten:

  • In der Pflege besteht ein zunehmeder Fachkräftemangel. In jeder Einrichtung sind Planstellen nicht oder nur unzureichend besetzt.
  • Die Personalschlüssel in der stationären Pflege basieren auf Daten aus dem Jahr 1996.
  • Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln. Laut aktuellen Hochrechnungen der Bertelsmann-Stiftung sollen bis 2030 ca. 500.000 Vollzeitpflegekräfte fehlen.
  • Die Fachkraftquote im stationären Bereich beträgt zur Zeit nur 50%.
  • Der Pflegenotstand führt zunehmend zu hohen körperlichen und seelischen Belastungen für die Pflegenden.
  • Ein Drittel der Pflegenden gibt den Beruf vor Eintritt des Rentenalters auf.
  • Die Qualität der fachpraktischen Ausbildung in den Einrichtungen sinkt aufgrund des unzureichenden Personalschlüssels.
  • Die gesetzlichen Anforderungen an die Pflege sind rasant gestiegen und steigen weiter (Einführung und Umsetzung der Experstenstandards, MDK-Prüfungen, Hygienestandards usw.)
  • Es fehlen Ressourcen für die notwendige Ansprache und Betreuung der Angehörigen.
  • Der Betrieb der ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen ist ohne den engagierten Einsatz ehrenamtlich Helfender nicht mehr denkbar.

So kann und darf es nicht weitergehen! Deshalb fordern wir ab sofort:

  1. Die gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit in der Pflege muss deutlich steigen.Nur wenn die Pflegenden mit Würde behandelt werden, werden auch die zu Pflegenden ihre Würde behalten.
  2. Pflege braucht Zeit und daher verbesserte Personalanhaltszahlen.
  3. Pflege braucht mehr qualifizierte Fachkräfte.
  4. Qualifizierte Fachkräfte müssen besser bezahlt werden.
  5. Mitarbeitende in der Pflege haben ein Recht auf planbare Freizeit.
  6. Pflegende Angehörige müssen besser entlastet werden.

Wir fordern Sie, Herr Minister Gröhe, und alle zuständigen Politiker auf Bundes- und Landesebene auf, sich dieser Problematik anzunehmen und sich umgehend für eine angemessene Refinanzierung und einer damit verbesserten personellen Ausstattung der Einrichtungen und Dienste der Pflege einzusetzen!

 

 

 

 

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Dorothee EsserPetitionsstarter*inSeit acht Jahren bin ich Einrichtungsleiterin eines Altenheimes in der Eifel. Ich engagiere mich in der AG Pflegenotstand der PSAG Euskirchen, um die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern.
Diese Petition hat 173 Unterschriften erreicht

Das Problem

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,

als Mitglieder der AG Pflegenotstand der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Euskirchen vertreten wir ambulante und stationäre Einrichtungen und Dienste der Gesundheits-, Alten- und Krankenpflege.

Wir sehen in den Einrichtungen und Diensten die zunehmende Not von Pflegenden und Pflegebedürftigen. Wir erleben seit Jahren die stetige Verschlechterung der Rahmenbedingungen in der Pflege; dazu greifen mehr und mehr die demografischen Aspekte. Deswegen melden wir uns mit dieser Erklärung öffentlich zu Wort.

Trotzdem gilt es festzuhalten:

  • In der Pflege besteht ein zunehmeder Fachkräftemangel. In jeder Einrichtung sind Planstellen nicht oder nur unzureichend besetzt.
  • Die Personalschlüssel in der stationären Pflege basieren auf Daten aus dem Jahr 1996.
  • Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln. Laut aktuellen Hochrechnungen der Bertelsmann-Stiftung sollen bis 2030 ca. 500.000 Vollzeitpflegekräfte fehlen.
  • Die Fachkraftquote im stationären Bereich beträgt zur Zeit nur 50%.
  • Der Pflegenotstand führt zunehmend zu hohen körperlichen und seelischen Belastungen für die Pflegenden.
  • Ein Drittel der Pflegenden gibt den Beruf vor Eintritt des Rentenalters auf.
  • Die Qualität der fachpraktischen Ausbildung in den Einrichtungen sinkt aufgrund des unzureichenden Personalschlüssels.
  • Die gesetzlichen Anforderungen an die Pflege sind rasant gestiegen und steigen weiter (Einführung und Umsetzung der Experstenstandards, MDK-Prüfungen, Hygienestandards usw.)
  • Es fehlen Ressourcen für die notwendige Ansprache und Betreuung der Angehörigen.
  • Der Betrieb der ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen ist ohne den engagierten Einsatz ehrenamtlich Helfender nicht mehr denkbar.

So kann und darf es nicht weitergehen! Deshalb fordern wir ab sofort:

  1. Die gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit in der Pflege muss deutlich steigen.Nur wenn die Pflegenden mit Würde behandelt werden, werden auch die zu Pflegenden ihre Würde behalten.
  2. Pflege braucht Zeit und daher verbesserte Personalanhaltszahlen.
  3. Pflege braucht mehr qualifizierte Fachkräfte.
  4. Qualifizierte Fachkräfte müssen besser bezahlt werden.
  5. Mitarbeitende in der Pflege haben ein Recht auf planbare Freizeit.
  6. Pflegende Angehörige müssen besser entlastet werden.

Wir fordern Sie, Herr Minister Gröhe, und alle zuständigen Politiker auf Bundes- und Landesebene auf, sich dieser Problematik anzunehmen und sich umgehend für eine angemessene Refinanzierung und einer damit verbesserten personellen Ausstattung der Einrichtungen und Dienste der Pflege einzusetzen!

 

 

 

 

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Dorothee EsserPetitionsstarter*inSeit acht Jahren bin ich Einrichtungsleiterin eines Altenheimes in der Eifel. Ich engagiere mich in der AG Pflegenotstand der PSAG Euskirchen, um die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern.

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Die Entscheidungsträger*innen

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
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Petition am 17. November 2016 erstellt