Keine Bebauung des Meister-Parks in Frankfurt a​m Main - Sindlingen

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                                                                              Foto: T. Müller-Sonn

Bürgerinitiative „Keine Bebauung des Meister-Parks“ 
in Frankfurt a.M. -Sindlingen
 
Die Petition richtet sich an die Stadt Frankfurt am Main:
 
Oberbürgermeister Peter Feldmann (Dezernent für westliche Stadteile)

Stadtplanungsdezernent Mike Josef
Umweltdezernentin Rosemarie Heilig
Kulturdezernentin Ina Hartwig
Baudezernent Jan Schneider

Die Bürgerinitiative möchte bewirken, dass der Meister-Park nicht bebaut wird und führt hierzu die nachfolgenden Gründe auf:
 
Ökologische Ziele

Unter dem Motto: „Bürgerpark im Stadtteil Sindlingen“ den Herbert-von-Meister-Park bewahren.
Herbert von Meister erbaute um 1903 die Villa Lindenhaus in einem neobarocken Stil und ließ den Park im englischen Landschaftsstil anlegen mit einer Mauer aus Sandsteinquadern einfrieden. Nicht von ungefähr heißt die Villa auch Lindenhaus, da von der Terrasse der Villa eine doppelreihige, geschnittene Lindenallee in nördlicher und südlicher Richtung verläuft.
 
In der Tradition der Frankfurter Parkanlage wie Holzhausenpark, Bethmannpark, Günthersburgpark, Brentanopark, Grüneburgpark, Ostpark etc. muss auch der Herbert-von-Meister-Park in diese Liste dieser Bürgerparks aufgenommen werden und der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich bleiben und nicht bebaut werden.

Die Bürger konnten immer im Herbert-von-Meister-Park spazieren gehen.

Die Stadt Frankfurt am Main-Bauaufsicht will Genehmigungen zur Bebauung des Meister-Parks nach § 34 Baugesetzbuch erteilen, weil der Park eine „Baulücke“ sei. Diese Argumentation ist haarsträubend. Man muss sich nur die Frage stellen, was einen Park eigentlich ausmacht:
Nämlich strukturierte Baumreihen, gegliederte Gehölzpflanzungen, Wiesen- und Freiflächen, sonst wäre es ja Wald. Diese Wiesen- und Freiflächen sollen nun Baulücken seien laut Bauaufsicht nach § 34 Baugesetzbuch (BauGB).
 
Der Herbert-von-Meister-Park ist die einzige Parkfläche im Stadtteil Sindlingen, der wichtig zur Bindung von Emissionen wie Feinstaub und Stickoxiden ist und trägt somit zur Stabilisierung und Verbesserung der Luft in unserem stark durch geruchsbeladene Abgase aus Industrie- und Kläranlagen belasteten Stadtteil bei.
 
Der Herbert-von-Meister-Park mit ca. 20.000 qm ist die zweitgrößte „grüne Lunge“ nach dem Sindlinger Friedhof mit ca. 36.000 qm im Stadtteil Sindlingen.
 
Der Herbert-von-Meister-Park ist im Flächennutzungsplan als Parkanlage mit Klimafunktion dargestellt und muss daher geschützt und dauerhaft erhalten bleiben.

Der Park darf nicht durch eine Bebauung versiegelt werden.

Alle Frankfurter Bürgerparks haben eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiete für die jeweiligen Stadtteile. Im Hinblick auf die sich verstärkenden Hitze- und Dürreperioden leisten sie wichtige Klimafunktionen, die einen großen Beitrag zur Abmilderung der fortlaufenden Erhitzung der Stadt entgegenwirken. 
 
Der Meister-Park und die angrenzenden Wiesen und Kleingärten liegen innerhalb des Achtungsabstands des Industrieparks Höchst gemäß der Seveso III-Richtlinie. Jetzt soll eine Bebauung mit max. 5000 qm Bruttogeschossflächen genehmigt werden, da dieses nach SEVESO-III Richtlinie zulässig ist.
Weitere südliche Wiesen- und Freiflächen außerhalb des Parks sollen auch in naher Zukunft zu Bauland werden. Also weitere 5000 qm Bruttogeschossflächen innerhalb des Achtungsabstand der SEVESO-III Richtlinie.
 
Durch diese „Salamitaktik“ wird u.E. die SEVESO-III-Richtlinie umgangen und somit ad absurdum geführt.
 
Meister-Park muss auch Bürgerpark werden.
 
Historische Ziele

Unter dem Motto: „Goethe war schon hier“ den Herbert-von-Meister-Park
hervorheben und für das Frankfurter Standort-Marketing weiterentwickeln, so dass das bestehende Herbert-von-Meister-Park eine geschichtliche Bedeutung nicht nur für den Stadtteil, sondern für ganz Frankfurt hat.
 
Im Jahr 1774 war Goethe zu Gast der goldenen Hochzeit von Johannes und Franciska Allesina (Wikipedia) und spazierte bestimmt auch schon unter der mittlerweile mehr als 240 Jahren alten Lindenallee
 
Die Anfänge reichen zurück bis in das Jahr 1760 als der Handelsherr Karl Franz Allesina das Hofgut der Brüder Vaccani erwirbt und auf einer aufgemauerten Terrasse am Mainufer ein Herrenhaus errichtet, sowie zwei Hofreiten, 16 Morgen Weinberge, ferner Äcker und Wiesen, insgesamt etwa 156 Morgen (Quelle Wikipedia).
 
Anfang des 20. Jahrhundert hat Herbert von Meister, ein Sohn des Mitgründers der Farbwerke Höchst, seine schlossähnliche Villa im Stil des Neobarocks direkt am Main errichtet. (Quelle Wikipedia)
 
Aus der Farbwerke Höchst wurde die Hoechst AG, eines der drei größten Chemie- und Pharmaunternehmen Deutschlands. 1994 begann die Neuausrichtung und Umstrukturierung der Hoechst AG. Das ehemalige Stammwerk wurde 1997 zum Industriepark Höchst. (Quelle Wikipedia)
 
Stattdessen sollte der Herbert-von-Meister-Park als Zeugnis der reichen, langen Industriekultur in Frankfurt am Main erhalten bleiben und Aufnahme in die Route der Industriekultur finden.
 
Kulturelle und soziale Ziele

Unter dem Motto: „Kultur & Kunst in die Stadtteile“, das denkmalgeschützte Ensemble Villa Meister mit Park zu einer Dependance der Frankfurter Museen ausbauen und mit wechselnden Ausstellungen in die Frankfurter Kulturlandschaft integrieren.
 
Etablieren als Veranstaltungsort für Kultur wie Musik-, Theater und Tanzveranstaltungen, Sommerfeste u.a.

Weitere Informationen erhalten Sie von der Bürgerinitiative „Rettet den Herbert-von-Meister-Park“ unter E-Mail: meister-park@web.de